Seit 06:20 Uhr Wort zum Tage
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 06:20 Uhr Wort zum Tage
 
 

Feiertag / Archiv | Beitrag vom 02.06.2011

Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt

Die christliche Botschaft ins Gespräch bringen

Von Harald Schwillus, Halle (Saale)

Wartende am Beriner Hauptbahnhof. (DRadio - Thomas Gith)
Wartende am Beriner Hauptbahnhof. (DRadio - Thomas Gith)

Die frohe Botschaft des Evangeliums ist nicht nur für den Binnenraum der Gemeinde da, sondern will alle Menschen ansprechen und sich im öffentlichen Raum Gehör verschaffen. Dafür werden neue Räume und Anlässe in Kunst, Kultur und Spiritualität gesucht. In der Sendung berichten Menschen, die solche Angebote entwickeln und umsetzen, von ihrer Arbeit.

Der Künstler Joseph Beuys wurde 1985 gebeten, Sätze, die ihm persönlich wichtig sind, auf kleine Schiefertafeln zu schreiben. Diese sollten als Vorlage für eine Serie von Postkarten dienen. Erschienen ist sie dann erst nach seinem Tod im Januar 1986. Dazu gehört auch der Satz: "Die Mysterien / finden / im / Hauptbahnhof statt". Er klingt fast wie eine Mitteilung am Schwarzen Brett, die auf die Verlegung einer Veranstaltung hinweist, die nicht mehr am bisher üblichen Ort, zur gewohnten Zeit, unter den bekannten Bedingungen stattfindet.

Die Aufforderung, den Bahnhof als Ort des Gesprächs und der Auseinandersetzung über und mit Mysterien zu begreifen, lese ich als Aufforderung an die Menschen in der Kirche: Erschließt neue Räume und neue Zugänge zu den eigenen Mysterien; zum Geheimnis des Glaubens!

Das Motto des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags, der seit gestern bis zum kommenden Sonntag in Dresden stattfindet, passt gut zu dieser Aufforderung. Es stammt aus der Bergpredigt Jesu im Matthäus-Evangelium und lautet: "… da wird euer Herz sein" (Mt 6,21). Die Präsidentin des Kirchentags, Karin Göring-Eckardt, deutet dies als Aufforderung, den kirchlichen Binnenraum zu verlassen: "Wir wollen uns einmischen" – sagt sie; und: – "Wo unser Herz sein wird, da wird sich die Zukunft entscheiden. […] Mit dem Kompass des Herzens wollen wir Demokratie gestalten, feste Schritte für ökologische und soziale Gerechtigkeit gehen, glaubwürdig sein im Handeln – als fröhliche Christenmenschen."

Damit ist keine Abwertung überlieferter Situationen und Orte der Glaubensverkündigung gemeint: Gottesdienste, kirchliche Feste, Riten und Rituale, Kirchen- und Katholikentage behalten ihre Bedeutung. Und dennoch: die Metapher des Bahnhofs als Kommunikationsort des Glauben fordert dazu auf, für die Mitteilung der christlichen Botschaft immer wieder neue Räume und Gelegenheiten zu entwickeln. Dazu gehört etwa der Dialog mit der modernen Kunst oder auch das Erschließen von Kirchenräumen durch Führungen, die mehr zeigen als einen historischen oder kunstgeschichtlich bedeutsamen Raum. Zwei Personen, die dies versuchen, möchte ich Ihnen heute Morgen vorstellen: die beiden Theologen Jürgen Lenssen aus Würzburg und Christian Radeke aus Brandenburg.

Um den christlichen Glauben ins Gespräch der Öffentlichkeit zu bringen und um Menschen mit der Botschaft des Christentums zu erreichen, werden neue Orte des Dialogs jenseits der Gottesdienste immer wichtiger. Das Bistum Würzburg sucht diesen Dialog im Bereich der Kultur. Seit 1997 wird dort eine kirchliche Museumslandschaft aufgebaut, die mittlerweile sieben Museen umfasst. Am 2. Juli dieses Jahres wird in Miltenberg – zwischen Frankfurt am Main und Würzburg gelegen – ein achtes Haus eröffnet. Die Ausstellung trägt den Arbeitstitel Transzendenz der Transparenz. Eine Gegenüberstellung von Ikonen und zeitgenössischer Kunst. Dieser Arbeitstitel zeigt, wie sehr ein solches Museum als Raum des Dialogs verstanden sein will. Jürgen Lenssen, seit 1989 Bau- und Kunstreferent des Bistums Würzburg und seit 1991 dort Domkapitular, erklärt diese Zielsetzung mit Blick auf die veränderte Bedeutung kirchlicher Museen so:

Jürgen Lenssen
"Ein kirchliches Museum ist zunächst seit dem 19. Jh. festgeschrieben worden in seiner Zielsetzung als Hort der Bewahrung von Kunstwerken, die dem liturgischen Gebrauch nicht mehr dienen. Diese Nutzung kann heute letztlich nicht mehr bestehen, denn ein Museum, das eine Kirche unterhält soll über die Sprache der Kunst die Menschen mit Inhalten des Glaubens, aber auch Inhalten einfach des Humanums vertraut machen. Und soll deutlich machen, dass die Kunst eine der zahlreichen Möglichkeiten ist, vielleicht selbst zu einer Deutung des eigenen Lebens zu gelangen.

Von daher haben wir auch in den Museen jetzt nicht Werke sogenannter Kirchenkünstler präsentiert, sondern es sind Sammlungsbestände, die zum größten Teil auch aus der ehemaligen DDR stammen von Künstlern, die in der ehemaligen DDR tätig waren. Aber auch darüber hinaus tätig sind, bis auf den heutigen Tag. Es sind ganz frische Arbeiten auch dabei. Und all diesen Künstlern kann nicht nachgesagt werden, was glaube ich sehr wichtig ist, dass sie irgendwo in einer Abhängigkeit zur Kirche stehen. Das heißt, sie sind dann glaubwürdige Zeugen, wenn sie in den Botschaften ihrer Bilder das vermitteln, was auch kirchliches Anliegen ist. Damit wird die Botschaft der Kirche auch ganz viel weiter verstanden, als es durch Kirchenkunst allein möglich wäre."

Kirchliche Museen bekommen auf diese Weise eine eigenständige Bedeutung. Sie können zu Orten lebendiger Auseinandersetzung mit Fragen nach sich selbst, nach Sinn und Ausrichtung des eigenen Lebens werden. Sie bieten einen Freiraum des Nachdenkens über ‚Gott und die Welt‘. Die christliche Hochschätzung des einzelnen Menschen erhält damit eine konkrete Gestalt: das Individuum mit seinen Fragen, Freuden, Hoffnungen und Nöten kommt in den Blick kirchlichen Handelns in der Öffentlichkeit. Jürgen Lenssen weist auf diese Bedeutung kirchlicher Museen ausdrücklich hin:

Jürgen Lenssen
"Die Akzeptanz dieser Museen ist sehr hoch. 60.000 Besucher in Würzburg allein sind vielleicht schon eine beredte Antwort darauf. Es kommen Menschen in das Museum, die vielfach keine Beziehung zur Kirche mehr haben. Es kommen Künstler und Künstlerinnen in das Museum, die dadurch so auch angesprochen sind, dass sie ihrerseits dieses Museum mit großen Schenkungen bedenken. Oder Erblasser von Sammlungen. So haben wir den Nachlass von Friedrich Press. Jehuda Bacon, ein Israeli, schenkte uns einen großen Nachlass von über 4000 Werken. Peter Vogt machte eine große Stiftung usw. Das heißt, die Sammlungsbestände mehren sich durch Künstlerzustiftung und Sammlerzustiftungen. Wie auch viele selbst aus der Kirche Ausgetretene unsere Sammlungsbestände durch von ihnen getätigte Ankäufe zugunsten des Museums mehren. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass dieses Konzept vielleicht die seelischen Bedürfnisse oder vielleicht gar auch Nöte der Menschen aufgreift."

Das Bistum Würzburg unterhält bald acht Museen. Keines von ihnen wird als Diözesanmuseum oder kirchliches Museum bezeichnet. So heißt auch das zentrale Haus neben dem Dom in Würzburg schlicht ‚Museum am Dom‘. Den Grund für eine solche bewusste Namensgebung erläutert Jürgen Lenssen, der Leiter der Würzburger Bistumsmuseen:

Jürgen Lenssen
"Museum am Dom besagt eine Nähe zum Dom. Das ist aber eine rein örtliche Nähe. Denn diese Museen sind nicht als Vorhof oder als Sakristei gleichsam zu verstehen. Sondern es sind Museen, die in sehr freier, in sehr autonomer Weise die spirituellen Ansätze der Kunst, die zunehmend zu beobachten sind, die spirituellen Ansätze der Kunst aufgreifen und damit die Menschen einladen über sich selbst hinauszuschauen. Und Antworten zu finden auf die drei Grundfragen, wer bin ich, voraus leb‘ ich und vorauf zu. Wir sind keine Missionsstation. Das heißt, wenn es zu einem religiösen Prozess kommen soll, dann muss der sich in den Besucherinnen und Besuchern ereignen. Wir drängen ihn nicht auf. Wozu wir aber hinführen möchten, dass die Menschen jenseits oftmals gelebter Oberflächlichkeit sich den genannten Grundfragen stellen, dafür einen inneren Halt bekommen und auch vielleicht befähigt werden über sich selbst und über ihre kleine Welt, ihren kleinen eingeengten Lebensraum hinauszuschauen."

Das Bistum Würzburg besitzt mit seinen Museen Räume, in denen die Fragen nach Welt und Mensch – und damit untrennbar nach Gott und Glaube – noch einmal anders gestellt werden können als in Lehre und Gottesdienst. Die Kirche nimmt hier ihren Auftrag ernst, auch Menschen außerhalb der gängigen kirchlichen Angebote mit ihrer Botschaft zu erreichen und zum Nachdenken über Grundfragen des Lebens anzuregen.

All das ist mit Kosten für Personal, Gebäude, Energie und für die Erweiterung der Sammlungsbestände verbunden. Auf die Frage, ob dies im Rahmen des Haushalts des Bistums gerechtfertigt ist, antwortet Jürgen Lenssen:

Jürgen Lenssen
"Ich bin ja nicht nur Kunstreferent auch Baureferent und darum kenne ich die Kostenhöhe von Renovierungsmaßnahmen in Pfarrhäusern, Pfarrheimen etc. Die Kostenhöhe des Kunstreferates ist geringer als manche Pfarrhausrenovierung. Ich kann Ihnen ganz konkret die Zahl sagen. Unser Etat beträgt 340.000 Euro im Jahr. Das ist sehr, sehr wenig auch im Vergleich mit anderen Museen. Erklärt sich aber a) durch die genannten Zustiftungen, erklärt sich durch das hohe ehrenamtliche Engagement und ist von daher innerhalb der Haushaltssituation an der Diözese weiß Gott gerechtfertigt. Es rechtfertigt sich aber nicht nur finanziell, sondern wir erreichen mit den Museen Menschen, die wir ansonsten mit den liturgischen Angeboten nicht mehr erreichen. Ich sehe das zum Beispiel bei dem sogenannten Sonntagsdialog einmal monatlich. Es kommen so viele Menschen, die nicht mehr zur Eucharistiefeier gehen, aber hier Impulse, sei es aus der Dichtung, sei es auch aus der Bibel zu den präsentierten Werken dann erhoffen."

Die Botschaft des christlichen Glaubens ins Gespräch bringen: die Museen des Bistums Würzburg sind Räume des Dialogs und der Auseinandersetzung dafür. Sie werden so – mit Joseph Beuys gesprochen – zu einem der Bahnhöfe, in dem die Mysterien stattfinden; stattfinden auch für Menschen, die die Gottesdienste in den Kirchen meiden.

Doch auch die überlieferten Kirchenräume können – nicht nur während der Liturgie – zu Orten werden, an denen die christliche Botschaft ins Gespräch kommt.

Ich habe mich darüber mit dem evangelischen Theologen Christian Radeke unterhalten. Er ist seit gut 20 Jahren am Dom in Brandenburg in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Angefangen hat er mit Kunstprojekten in der benachbarten Petri-Kapelle.

Christian Radeke
"Das war das Ende so der DDR-Zeit und da sammelten sich natürlich allerhand dem Regime missliebige Künstler auch und diese Tradition des missliebigen Nichtetablierten habe ich versucht auch über die Wende weiter zu führen, unter dem Namen Studio für abgewandte Kunst. So'n Witz der bei den Künstlern gut angekommen ist. Abgewandte Kunst soll eben heißen, guck' nicht so sehr aufs Publikum, sondern wendet euch den Sachen zu. Es ging also künstlerisch gesehen darum, sich mit dem Raum zu beschäftigen, in einen Dialog mit dem Raum zu treten. Das war in den 90ern ein sehr interessantes Thema für viele. Es gab ‘ne neue Entdeckung des Raumes."

Das Ausstellungsprojekt ‚Abgewandte Kunst‘ in der Petri-Kapelle gibt es nicht mehr. Aber das Anliegen, den Kirchenraum neu zu entdecken, beschäftigt Christian Radeke weiter. Heute setzt er es vor allem bei über 100 Kirchenführungen pro Jahr im Brandenburger Dom um. Ähnlich wie bei seiner früheren Arbeit will er die Besucherinnen und Besucher anzuregen, ihren Blick von vordergründigen Nützlichkeiten und scheinbaren Gewissheiten abzuwenden. Der Blick soll frei werden für Wesentliches; für das, was nicht mit Worten vollständig erklärt werden kann; für etwas, das in Handlungen und Haltungen ausgedrückt wird.

Christian Radeke
"Als ich Pfarrer war, hatte ich immer ein ästhetisches Unbehagen. Und das kam, vor allem bei dem, was ich als Liturg getan habe. Und das kam vor allem, glaube ich, so seh' ich‘s jetzt, jedenfalls daher, dass ich immer mich in der Veranstalterrolle sah. Und immer in der Position irgendwas ‘rüberzuschaufeln zu den Leuten und zu veranstalten, zu machen. Ich kam mir vor, wie ein Conferencier. Und da hat sich das ästhetische Gewissen irgendwie dagegen gesträubt, und ich stand jetzt vor der Alternative, härt' ich mich ab oder geh' ich jetzt diesem unguten Gefühl nach und versuch‘ dem auf die Spur zu kommen.

Vielleicht als ein Beispiel. 1809 ist im Brandenburger Dom das Stundengebet abgeschafft worden. Und zwar haben die - das war der Druck der napoleonischen Besatzung - und da haben die formuliert, sie hielten diese Stundengebete, die täglich wohl noch siebenmal gesungen worden sind für Farcen und sinnlosen Zeitvertreib. Warum? Weil er für Ratten und Mäuse und leeres Gestühl zelebriert wird. Also kein Schwein hört zu. Da kann man die Gebete auch stecken lassen. Und das ist genau die Logik, mit der man sich kirchlicherseits unglaubwürdig macht. Wenn man immer auf ein Publikum hin nur agiert. Und daher war meine Botschaft in Richtung Kirche so – hallo –: guckt doch mal mehr auch zum Altar, wendet euch doch auch mal weg. Entdeckt doch so was wie einen geistlichen Egoismus oder so. Ich verkünde ja nicht nur mit dem was ich sage, sondern auch mit meiner Haltung, mit meiner Hinwendung und das ist etwas, was glaub‘ ich, in der evangelischen Kirche weitgehend überhaupt noch nicht kapiert ist."

Christian Radeke ist der Überzeugung, dass die christliche Botschaft sich nicht in ihrer bloßen Mitteilung erschöpft. Bei seiner Öffentlichkeitsarbeit am Brandenburger Dom versucht er daher etwas von ihrer transzendenten Bedeutung deutlich werden zu lassen. Er nutzt dafür den Schatz der überlieferten rituellen Formen.

Christian Radeke
"Erst hab ich immer gedacht, es geht darum die christliche Botschaft irgendwie in anderen Formen auch ‘rüberzubringen. Es hat ‘ne Weile gebraucht, um mitzukriegen, dass das ein grundverkehrter Ansatz ist. Es geht nicht darum, was ‘rüberzubringen, sondern die rituellen Formen haben eine Bedeutungspotenz, die über meinen Horizont geht. Und das kann ich nur deutlich machen, indem ich sie formal, also rituell behandele. Indem ich etwas rituell behandle, geb‘ ich zu erkennen, dass es quasi über meinen Horizont geht. Wenn ich etwas singe, dann wird deutlich, dass ich vielleicht noch gar nicht alles kapiert habe. Ich muss auch nicht alles kapiert haben um es singen zu können. Und eben durch diese formelle Behandlung der christlichen Botschaft gebe ich sie zu erkennen als etwas, was über meinen eigenen Horizont hinaus geht. Und ich glaube, genau das ist der wichtige Punkt."

Mit diesem Vorhaben macht Christian Radeke bei seinen Führungen im Brandenburger Dom ernst. Er belässt es nicht bei Erklärungen zu Geschichte und Kunst des Gotteshauses, sondern bezieht selbst Position und erschließt so den Besucherinnen und Besuchern den Raum ganz neu.

Christian Radeke
"Zurzeit mach‘ ich hauptsächlich Führungen im Brandenburger Dom vor ganz verschiedenen Gruppen. Es gibt Touristen, es gibt Schulklassen, die besonders interessant sind. Und die meisten Punkte mache ich eigentlich, indem ich den Leuten was vorsinge. Ein Stück alte Liturgie. Und zwar auch versteckt. Der Dom klingt so am besten, wenn man am besten ganz weit weg geht von den Leuten, von ihnen weg singt. Dann wirkt der Brandenburger Dom jedenfalls wie ein Verstärker. Es ist unglaublich, was eine einzelne Stimme so ausrichten kann. Es beeindruckt die Leute sehr. Komischerweise beeindruckt es alle, vom Kindergarten bis zu den älteren Generationen. Das ist etwas, wo alle, was die Leute direkt verwandelt, muss man sagen. Ich setz‘ die da hin, dann versuch‘ ich denen zu erklären, wie die Kirche aufgebaut ist und dann welchen Sinn […] dieses tägliche Singen hat. Und dann geh ich von denen weg in die Krypta und singe von ihnen weg und wenn ich wieder rauskomme aus der Krypta, finde ich ein verwandeltes Auditorium vor. Wichtig ist mir dabei vor allem, dass ich durch dieses Gesinge ‘ne Position beziehe, als Position erkennbar werde, die kriegen einfach mit: der Kerl kann das auswendig."

Kirchenführungen im Brandenburger Dom, die auf das Geheimnis des christlichen Glaubens hinweisen, und die Auseinandersetzung mit der modernen Kunst in den Museen des Bistums Würzburg sind zwei ganz unterschiedliche Beispiele für neue Dialogräume. Kirchliche Museen und Kirchengebäude werden so zu ‚Hauptbahnhöfen‘ im Sinne des Künstlers Joseph Beuys – zu Orten, an denen die christliche Botschaft neu ins Gespräch kommt.

Musikangaben:
1. Forbidden, not forgotten, Orchestra di Padova e del Veneto, Nada Matose Vic, Hommage GmbH
2. Alex Stock, Poetische Dogmatik. Gotteslehre: 1. Orte, Paderborn u.a. 2004


Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag hat Pfarrer Lutz Nehk, der katholische Senderbeauftragte für Deutschlandradio Kultur.

Feiertag

Palästinenser Daoud Nassar"Wir weigern uns, Feinde zu sein"
Daoud Nassar (Foto: Rainer Stuhlmann)

Das "Tent of Nations" ist ein Begegnungsort in der Nähe von Bethlehem. Gäste aus der ganzen Welt sollen sehen, was es heißt, gewaltfrei für Gerechtigkeit kämpfen. Das tut der Palästinenser Daoud Nassar, der von israelischen Siedlern bedrängt wird − und trotzdem ein guter Nachbar sein will.Mehr

Das Ruhegebet neu entdeckenOhne viele Worte
Gebet, Beten, Kirche, Glauben (dpa / picture alliance / Armin Weigel)

Wer betet, braucht nicht unbedingt viele Worte. Es reichen ein kurzer Satz und die Bereitschaft, sich fallen zu lassen - in Gott. Das Ruhegebet hat das Leben des Theologen Dr. Peter Dyckhoff radikal verändert. Mehr

weitere Beiträge

Religionen

Yoga, Karma und Lotussitz"Buddha hat gerne Sachen übernommen"
Eine liegende Buddha-Figur in Laos (AFP / Christophe Archambault)

Viele Elemente des buddhistischen Glaubens sind aus anderen Lebensbereichen übernommen und in die Lehre integriert worden: Selbst der Lotussitz ist aus dem Hatha-Yoga entliehen. Die buddhistische Lehre wurde oft ergänzt. So entstanden verschiedenste Glaubensströmungen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur