Donnerstag, 30. Juli 2015MESZ08:11 Uhr

Feature

HeimatAuf der Usedomer Straße
Farbenfroh ist die Fassade von Wohnhäusern Am Nordufer in Berlin-Wedding gestaltet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seit knapp 40 Jahren leben Yevsi und seine Eltern in Berlin, in ein und derselben Straße. Sie erzählen, was es für sie bedeutet hat, in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu bewahren. Mehr

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Hörspiel

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 04.08.2012

Die Lienzer Kosaken

Eine Tragödie am Ende des Krieges

Von Henry Bernhard

Ein sowjetisches Gulag, mehr als 8000 Kilometer östlich von Moskau in Sibirien, 1954. (AP Archiv)
Ein sowjetisches Gulag, mehr als 8000 Kilometer östlich von Moskau in Sibirien, 1954. (AP Archiv)

Zahlreiche ukrainische Kosakenverbände, die auf der Seite der Wehrmacht gekämpft hatten, sammelten sich im Mai 1945 im Talkessel nahe der Osttiroler Stadt Lienz. Seit 1942 waren sie zusammen mit ihren Familien auf der Flucht vor der vorrückenden Sowjetarmee.

Zehntausende Soldaten, Frauen, Kinder, Alte. Ihre Hoffnung waren die Briten, die ihnen Sicherheit versprochen hatten. Doch entgegen dem Versprechen übergaben britische Soldaten die Kosaken im Juni 1945 an die Sowjets. Ganze Familien begingen kollektiven Selbstmord, um dem Tod im GULAG zu entgehen.


Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Matthias Ponnier
Ton: André Lüer
Produktion: MDR/ORF 2011
Länge: 54‘17


Henry Bernhard, geboren 1969 in Brandenburg, studierte Politikwissenschaften und Publizistik, lebt in Erfurt. Arbeitet als Autor und Regisseur für Hörfunk und Fernsehen: Features, Reportagen, Dokumentationen. Zuletzt: 'Der Empörte. Stéphane Hessel - ein Mann, seine Gedichte und sein Jahrhundert' (DLF 2011).