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Feature / Archiv | Beitrag vom 04.08.2012

Die Lienzer Kosaken

Eine Tragödie am Ende des Krieges

Von Henry Bernhard

Ein sowjetisches Gulag, mehr als 8000 Kilometer östlich von Moskau in Sibirien, 1954. (AP Archiv)
Ein sowjetisches Gulag, mehr als 8000 Kilometer östlich von Moskau in Sibirien, 1954. (AP Archiv)

Zahlreiche ukrainische Kosakenverbände, die auf der Seite der Wehrmacht gekämpft hatten, sammelten sich im Mai 1945 im Talkessel nahe der Osttiroler Stadt Lienz. Seit 1942 waren sie zusammen mit ihren Familien auf der Flucht vor der vorrückenden Sowjetarmee.

Zehntausende Soldaten, Frauen, Kinder, Alte. Ihre Hoffnung waren die Briten, die ihnen Sicherheit versprochen hatten. Doch entgegen dem Versprechen übergaben britische Soldaten die Kosaken im Juni 1945 an die Sowjets. Ganze Familien begingen kollektiven Selbstmord, um dem Tod im GULAG zu entgehen.


Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Matthias Ponnier
Ton: André Lüer
Produktion: MDR/ORF 2011
Länge: 54‘17


Henry Bernhard, geboren 1969 in Brandenburg, studierte Politikwissenschaften und Publizistik, lebt in Erfurt. Arbeitet als Autor und Regisseur für Hörfunk und Fernsehen: Features, Reportagen, Dokumentationen. Zuletzt: 'Der Empörte. Stéphane Hessel - ein Mann, seine Gedichte und sein Jahrhundert' (DLF 2011).

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