Dienstag, 1. September 2015MESZ01:50 Uhr

Zeitfragen

Reihe UN-Millenniumsziele Die Weltverbesserungsagenda
Ein Mädchen läuft in Maputo in Mosambik über eine Müllhalde und sammelt noch verwertbaren Abfall. (AFP / Gianluigi Guercia)

Spürbar die Armut in der Welt zu lindern, das war erklärte Absicht des UN-Millenniumgipfels im September 2000. Dazu wurden acht konkrete Millenniumsziele formuliert, die bis zum Jahr 2015 erreicht werden sollten. In den Zeitfragen ziehen wir in einer kleinen Reihe Bilanz.Mehr

Kommentar zu UN-Millenniumszielen"Es wird nicht besser!"
Ein Mann geht in Liberias Hauptstadt Monrovia an einer roten Wandmalerei vorbei, die vor dem Ebola-Virus warnt (picture alliance / dpa / Ahmed Jallanzo)

Bekämpfung von Infektionskrankheiten, weniger Armut und Hunger - um diese Millenniumsziele zu erreichen, reiche es nicht, Statistiken zu erstellen. Zumal nicht einmal überall auf der Welt Statistiken erhoben werden, kommentiert Rupert Neudeck. Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 11.02.2013

Die Kunst des großen Bauens

Warum Bauzeiten und Budgets in Deutschland oft nicht eingehalten werden

Von Susanne Arlt

Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg: Die oberste Kuppel des Großen Konzertsaals (dpa / picture alliance / Christian Charisius)
Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg: Die oberste Kuppel des Großen Konzertsaals (dpa / picture alliance / Christian Charisius)

Ob die Hamburger Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen oder Stuttgart 21 - die Liste der verpatzten Großprojekte in Deutschland ist lang. Kostenüberschreitungen, Planungsfehler, Baumängel, intransparente Entscheidungsprozesse und anschließende öffentliche Schuldzuweisungen scheinen bei Prestigebauten unvermeidlich zu sein.

Doch woran liegt es, dass gerade Projekte, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, aus dem Ruder laufen?

Liegt es an den Bauherren, die den Steuerzahlern gerne zu viel versprechen für zu wenig Geld? Besteht das 2009 novellierte Vergaberecht womöglich nicht den Praxistest? Oder liegt es an den Auftragnehmern, die bei öffentlichen Bauprojekten womöglich ein paar Millionen Euro mehr draufschlagen als bei privaten Projekten? Sind also falsche Anreize das Kernproblem dieser Misswirtschaft?

Am Ende werden nämlich alle für ihr Fehlverhalten belohnt – denn am Ende zahlt der Staat.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links zum Thema:

Stadtentwicklung und Image - Städtebauliche Großprojekte in Metropolräumen
Zum Bau des Gotthardtunnels
Eine Studie zur Kostenexplosion bei 258 Infrastrukturprojekten weltweit (in englischer Sprache)