Montag, 3. August 2015MESZ23:24 Uhr

Zeitfragen

Pflegealltag Zwischen Empathie, Erschöpfung und Ökonomie
Eine junge Frau reicht einem bettlägerigen alten Mann einen Löffel mit Essen. (dpa / Klaus Rose)

Der Personalschlüssel in den meisten Pflegeheimen ist zu knapp für immer älter werdende, gebrechliche und demenzkranke Bewohner. Das wissen eigentlich alle. Dennoch wird in Politik und Pflegeökonomie mit Planzahlen gearbeitet, die diesen Zustand festschreiben.Mehr

Kita-Alltag in MecklenburgDie Lärm-Ampel steht auf Rot
Ausschnitt einer Lärmampel, die in Kindergärten und Schulen den Geräuschpegel sichtbar macht.Rotes Licht an der Ampel bedeutet: Es ist lauter als 85 Dezibel, also lauter als im Straßenverkehr. Aufgenommen am 06.03.2009 im Kindergarten in Kirchheim bei Erfurt. (picture-alliance / dpa / Martin Schutt)

Die Befragung von Erziehern und Sozialarbeitern zum Schlichtungsergebnis endet. Sind sie zufrieden mit 2,4 bis 4 Prozent Gehaltserhöhung? Gefordert war eine Höhergruppierung, die aber die Kita-Arbeit nicht hergebe, meinen Kommunen. Wir machen den Praxistest vor Ort.Mehr

HaftpflichtversicherungGeburten sind für Hebammen zu teuer
Eine Hebamme im Geburtshaus in Oldenburg  (picture alliance / dpa / Foto: Thorsten Helmerichs)

Freiberufliche Hebammen können sich eine Geburt oft nicht mehr leisten. Für Geburtshilfe müssen sie inzwischen 500 Euro pro Monat an die Berufshaftpflichtversicherung zahlen. Die springt im Schadensfall ein. Bleibt die Regierung untätig, haben Eltern ein Problem.Mehr

weitere Beiträge

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 11.02.2013

Die Kunst des großen Bauens

Warum Bauzeiten und Budgets in Deutschland oft nicht eingehalten werden

Von Susanne Arlt

Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg: Die oberste Kuppel des Großen Konzertsaals (dpa / picture alliance / Christian Charisius)
Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg: Die oberste Kuppel des Großen Konzertsaals (dpa / picture alliance / Christian Charisius)

Ob die Hamburger Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen oder Stuttgart 21 - die Liste der verpatzten Großprojekte in Deutschland ist lang. Kostenüberschreitungen, Planungsfehler, Baumängel, intransparente Entscheidungsprozesse und anschließende öffentliche Schuldzuweisungen scheinen bei Prestigebauten unvermeidlich zu sein.

Doch woran liegt es, dass gerade Projekte, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, aus dem Ruder laufen?

Liegt es an den Bauherren, die den Steuerzahlern gerne zu viel versprechen für zu wenig Geld? Besteht das 2009 novellierte Vergaberecht womöglich nicht den Praxistest? Oder liegt es an den Auftragnehmern, die bei öffentlichen Bauprojekten womöglich ein paar Millionen Euro mehr draufschlagen als bei privaten Projekten? Sind also falsche Anreize das Kernproblem dieser Misswirtschaft?

Am Ende werden nämlich alle für ihr Fehlverhalten belohnt – denn am Ende zahlt der Staat.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links zum Thema:

Stadtentwicklung und Image - Städtebauliche Großprojekte in Metropolräumen
Zum Bau des Gotthardtunnels
Eine Studie zur Kostenexplosion bei 258 Infrastrukturprojekten weltweit (in englischer Sprache)