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Fazit / Archiv | Beitrag vom 14.05.2009

"Die Kreuzestheologie ist das Zentrum meines Glaubens"

Streit um den Hessischen Kulturpreis 2009

Peter Steinacker im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Jesus am Kreuz (Stock.XCHNG / Robert Aichinger)
Jesus am Kreuz (Stock.XCHNG / Robert Aichinger)

Die Kritik des musliminschen Autors Navid Kermani an der christlichen Kreuzestheologie ist von dem früheren Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, Peter Steinacker, mit völligem Unverständnis aufgenommen worden.

Kermani hatte in der "Neuen Zürcher Zeitung" die Kreuzestheologie als "Gotteslästerung und Bilderdienst" bezeichnet. Steinacker sagte, die Kreuzestheologie sei Zentrum seines Glaubens. Er könne mit Kermani jederzeit diskutieren und sich auseinandersetzen. Aber es sei unvorstellbar, mit Kermani den diesjährigen Hessischen Kulturpreis entgegenzunehmen, gemeinsam mit jemandem, der ihn für einen Gotteslästerer halte. Das passe nicht für einen Preis, mit dem man für sein Lebenswerk mit Toleranz, Respekt und Achtung des Fremden geehrt werden solle.

Die Ausführungen Kermanis haben nach Ansicht von Ex-Kirchenpräsident Steinacker aber keine grundsätzliche Bedeutung für den interreligiösen Dialog, da dieser mit Respekt geführt werde.

Steinacker wörtlich: "Aber das heißt nicht, dass ich meine muslimischen Gesprächspartner mit ihren Glaubensinhalten als Blasphemiker bezeichne, denn das macht ja gerade die Veränderung des Dialogs aus zwischen den Religionen, dass man sich die Selbstinterpretationen gegenseitig zubilligt. Und nicht reinredet und meint, was du selbst glaubst, das ist Götzendienst. Was Karmani mit seinem Interview produziert hat, ist ein Rückfall."

Das gesamte Gespräch mit Peter Steinacker können Sie mindestens bis zum 14. Oktober 2009 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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