Mittwoch, 3. September 2014MESZ01:59 Uhr

Länderreport

BücherschatzRevolutionäres Aschebuch
Journalisten fotografieren am 15.08.2014 im Studienzentrum der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar (Thüringen) die wiederentdeckte Erstausgabe des Hauptwerks von Nikolaus Kopernikus "De Revolutionis Orbium coelestium, Libri VI" von 1543.

Zwischen Tausenden Pappkisten mit verbrannten Büchern aus der Anna Amalia Bibliothek in Weimar wartet eine Entdeckung: Kopernikus' "De revolutionibus", in dem er ausführte, dass sich die Erde um die Sonne dreht.Mehr

2. September 2004"Nun sollte all das zerstört sein?"
Der Dachstuhl der zum Weltkulturerbe gehörenden Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar steht am 02.09.2004 in Flammen.

Am Unglücksabend lauschte Henry Bernhard in der Weimarer Stadtkirche Bachkantaten - das Heulen der Feuerwehrsirenen draußen störte immens. Erst zuhause begriff er, was da gebrannt hatte. Nun hat er jene getroffen, die damals vor Ort waren. Mehr

Wahl in SachsenSpannung bis zum Abwinken
Der FDP-Bundesvorsitzende, Christian Lindner, sitzt am 06.08.2014 in Erfurt (Thüringen) bei einer Wahlkampfveranstaltung vor einem Wahlplakat der Thüringer FDP auf dem steht: "Wir sind dann mal weg. Genauso wie der Mittelstand"

Unseren Autor Julius Stucke erwischt die Sachsenwahl beim Herumzappen im Dämmerzustand wie ein Dampfhammer. Er lauscht den Politiker-Kommentaren und freut sich schon auf die Krimi-Fortsetzung in Thüringen und Brandenburg.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.12.2011

Die Engel mit dem nackten Po

Sie sind 88 Jahre alt und kommen aus Grünhainichen

Von Alexa Hennings

Katja Hübler von Wendt & Kühn präsentiert am 15.12.2000 eine Auswahl von holzgedrechselten und bemalten Engelmusikanten.
Katja Hübler von Wendt & Kühn präsentiert am 15.12.2000 eine Auswahl von holzgedrechselten und bemalten Engelmusikanten. (picture alliance / dpa / Wolfgang Thieme)

Nicht nur der nackte Hintern ist ihr Markenzeichen - weswegen sie im Volksmund "Nacktarsch-Engel" heißen, sondern auch die grünen Flügel mit den elf weißen Punkten. Als "Elfpunkt-Engel" werden sie seit 1923 bei Wendt & Kühn im Erzgebirgsdorf Grünhainichen hergestellt und bis heute in alle Welt exportiert.

Auch zu DDR-Zeiten verließ so mancher Nacktarsch die DDR in Richtung Westen - die Firma wurde zwar verstaatlicht, aber der Inhaber durfte als Leiter des volkseigenen Betriebes weiter arbeiten und konnte Qualität und Marke retten. Und so bevölkern bis heute stetig wachsende Engelsorchester mit halbbekleideten Musikern die Weihnachtsstuben in aller Welt.

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