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Hörspiel

Gilsbrod
Souffleur/Souffleuse-Arbeitsplatz der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

An einem kleinen Stadttheater ist der Souffleuse gekündigt worden. Wie es dazu kam, erzählt die Souffleuse selbst. Sie hat Diven und Dirigenten erlebt - und eines Tages einen Lachanfall bekommen.Mehr

Der hinkende Hund
Blick auf die Hafenpromenade von Nizza.

Der einst angesagte Maler P.P. Linde hat sich, um seine künstlerische Schaffenskrise zu bewältigen, in einen kleinen Ort nach Südfrankreich geflüchtet. Doch die Ruhe, die er dort gesucht hat, hält nicht lange vor.Mehr

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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 28.05.2012

Die Einsamkeit des Meeresgrundes

Von Ror Wolf

In Ror Wolfs Hörspiel ist der Meeresgrund eine wenig farbenprächtige Mietwohnung.
In Ror Wolfs Hörspiel ist der Meeresgrund eine wenig farbenprächtige Mietwohnung. (Science/ARC COE)

Vornehmlich um drei Männer kreisen die Gedanken einer älteren Dame, die verfettet und gehbehindert in ihrer Obergeschosswohnung lebt und einem unerwarteten Besucher ihr Herz ausschüttet.

Da ist zunächst "Mani", ihr zweiter Ehemann, ein stiller, unscheinbarer Tropf, den sie allerdings trotz seiner Schonungsbedürftigkeit im Verdacht hat, in der daruntergelegenen Wohnung fremdzugehen und zwar mit der Freundin des dort wohnenden "Küchenscheffs". Ungeachtet der verwickelten Situation schenkt die nicht mehr junge Dame letzterem ihre uneingeschränkte Liebe. Auf den Enkel "Fredi", der sie nicht mehr aber auch nicht weniger ausnutzt als jener Mustermensch von Koch, entlädt sich hingegen ihr ganzer Hass.


Regie: Peter Lilienthal
Mit: Andrea Grosske, Vladimir Weigl, Ulli Rad-Höfer
Ton: Helmut Becker
Produktion: WDR/SDR 1979
Länge: 87’49

Ror Wolf, 1932 in Saalfeld/ Thüringen geboren, Schriftsteller und Künstler. Lebt und arbeitet in Mainz. Zuletzt: "Raoul Tranchirers Bemerkungen über die Stille" (SWR), Hörspiel des Jahres 2007.