Dienstag, 7. Juli 2015MESZ13:07 Uhr

Zeitfragen

Rhetorik der MachtWie wird man (als) Politiker?
Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl in Hessen 2013, Angela Dorn, sitzt am 19.08.2013 bei einem Pressetermin im Innenhof des Landtags in Wiesbaden (Hessen) in einem Wahlkampf-Auto der Grünen. Die hessischen Grünen-Spitzenkandidaten gehen für die kommende Landtagswahl in grün lackierten Autos mit ihren Konterfeis auf Wahlkampftour.  (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Angela Dorn ist Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen in Wiesbaden. Die 33-Jährige hat eine steile Karriere hinter sich. Hat der Erfolg Spuren hinterlassen? Unsere Autorin Sandra Stalinski kennt Angela Dorn aus ihrer Schulzeit - und stellt Veränderungen fest. Mehr

weitere Beiträge

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 12.11.2012

Die doppelte Emanzipation

Über die neue Jungen- und Männerpolitik

Von Eva Hillebrand

Figuren von einem Vater mit Kind und einer Frau mit Kindern sind auf dem Gebäude des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin in der Glinkastraße aufgeklebt. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Figuren von einem Vater mit Kind und einer Frau mit Kindern sind auf dem Gebäude des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin in der Glinkastraße aufgeklebt. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Männer stecken im Zwiespalt: Einerseits sollen sie noch den traditionellen starken Ernährer spielen, andererseits auch den verständnisvollen Zuhörer. Einige fordern inzwischen eine neue Gleichstellungspolitik, die auf die Belange von Frauen und Männern gleichermaßen eingeht.

Alter und neuer Mann gleichzeitig, kann das gelingen? Frauen üben den Spagat zwischen Beruf und Familie schon länger und pochen auf Unterstützung. Veränderungen im Rollenmodell des einen Geschlechts bleiben nicht ohne Einfluss auf das andere. Doch während Frauen im Zuge der Emanzipation ihren Teil an den männlich geprägten Sphären von Macht und Geld forderten und fordern, drängt die Emanzipation des Mannes in die umgekehrte Richtung: Es geht um die Befreiung von zweifelhaften Privilegien, von dem Druck des männlichen Überlegenheits- und Herrschaftsanspruches. Das ist Baustelle Nummer eins seiner doppelten Emanzipation.

Das Manuskript zum Herunterladen als PDF-Dokument und im barrierefreien Text-Format


Buchtipps:

Markus Theunert: "Was Jungen, Männer und Väter stark macht"
VS Verlag für Sozialwissenschaften (2012)

Robert Habeck: "Verwirrte Väter"
Gütersloher Verlagshaus (2008)


Links:
Politik und Zeitgeschichte: Mannsbilder
Männlichkeit im Wandel


Hinweis:
Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere E-Mail-Adresse: zeitfragen@dradio.de.