Donnerstag, 18. September 2014MESZ21:43 Uhr

Hörspiel

Ludwigshöhe (Teil 1)
Frankfurter Buchmesse – 15. bis 19. Oktober 2008Bücherherbst – 18.10.2008: Hans Pleschinski „Ludwigshöhe"

Testament mit Klausel: Drei Geschwister müssen, um das Erbe antreten zu können, ein Haus als Hospiz für Lebensmüde betreiben und ihnen dabei helfen, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen. Mehr

Wenn man ein gleichschenkliges Dreieck auf den Kopf stellt
Die Pyramiden von Gizeh im Gegenlicht (Aufnahme vom 20.1.2010).

Zwei Schwestern, die "Frau mit den disziplinierten Ellenbogen" und die "Frau mit den entblößten Zahnhälsen", erinnern sich an ihre Kindheit. Zu Wort kommt auch der "Mann mit den nervösen Fingern", Ehemann zuerst der einen und dann der anderen Schwester. Mehr

Ludwigshöhe (Teil 2)
Ein kleines Segelboot fährt am 06.07.2014 in der Abendsonne in der Nähe von Kempfenhausen (Bayern) über den Starnberger See.

Eigentlich litt jeder in der zum Hospiz umgestalteten Villa am Starnberger See unter akuter Lebensunlust und kam, um zu gehen. Freiwillig. Doch plötzlich will sich keiner mehr aus dem Leben verabschieden.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 10.06.2012

Dichten in Fahrtrichtung oder: Leckermänner

(Ursendung)

Von Ginka Steinwachs

Ginka Steinwachs hat ihre eigenen Vorstellungen von "Traummännern".
Ginka Steinwachs hat ihre eigenen Vorstellungen von "Traummännern". (AP Archiv)

"meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick.

meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind.

sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax.

und für die fette dragqueen wim -schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel - wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also." (Ginka Steinwachs)

Regisseur Götz Naleppa und Autorin Ginka Steinwachs bei der Produktion von "Dichten in Fahrtrichtung oder: Leckermänner"Regisseur Götz Naleppa und Autorin Ginka Steinwachs (Deutschlandradio - Jonas Maron)Regie: Götz Naleppa
Komposition: Ignaz Schick
Mit: Natascha Nikeprelevic, Martin Engler, Götz Naleppa
Vokalkomposition und Gesang: Natascha Nikeprelevic
Ton: Alexander Brennecke
Regie: Götz Naleppa
Produktion: DKultur/RB 2012
Länge: 75.45 Minuten


Ginka Steinwachs, 1942 in Göttingen geboren, Schriftstellerin und Künstlerin. Lebt in Berlin und auf Mallorca. Zuletzt: "Ludwig Lichterloh" (ORF 2006).