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Kulturnachrichten

Freitag, 27. Februar 2015

Deutsch-ukrainische Historiker-Kommission geschaffen

Verbindung stärken, Kenntnisse über Ukraine fördern

In München hat sich die deutsch-ukrainische Historikerkommission zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Die Kommission soll die institutionelle Verbindung zwischen beiden Geschichtswissenschaften stärken und die Kenntnisse über die Geschichte und Kultur der Ukraine in Deutschland voran bringen. Im Juli vergangenenJahres war eine Delegation des Deutschen Historikerverbandes nach Kiew gereist, um sich mit den ukrainischen Kollegen solidarisch zu zeigen. Daraus war der Wunsch entstanden, die Verbindungen zwischen den beiden Geschichtswissenschaften zu intensivieren und der Deutsche Historikerverband hat die Gründung einer deutsch-ukrainischen Kommission initiiert. Im Mai soll die erste Konferenz der Kommission in Berlin stattfinden.

"Mr. Spock"-Schauspieler Leonard Nimoy gestorben

"Raumschiff Enterprise" und "Star-Trek" hatten ihn bekannt gemacht

Nach Angaben seiner Witwe ist Nimoy im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben, das hatte die "New York Times" berichtet. Todesursache sei eine Lungenerkrankung im Endstadium gewesen, sagte Susan Bay Nimoy der Zeitung zufolge. Im vergangenen Jahr hatte Nimoy seine Krankheit öffentlich gemacht. Nimoy war als Commander Spock in der Serie "Star Trek" international bekannt geworden. Der Ausspruch der Vulkanier-Mensch-Figur "faszinierend" wurde Kult. Da die Fans ihn auch nach weiteren Schauspiel-Erfolgen noch als Mr. Spock verehrten, machte Nimoy auch Jahrzehnte später regelmäßig den Vulkanier-Gruß LLAP. Er bedeutet live long and prosper, lebe lang und erfolgreich.

Unesco-Chefin fordert UN-Dringlichkeitssitzung

Nach Zerstörung von Kulturgütern im Irak durch IS

Nach der mutmaßlichen Zerstörung unschätzbar wertvoller Kulturgüter durch die Terrormiliz Islamischer Staat dringt die Unesco auf eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Bei dem Treffen solle es um Wege zum Schutz des irakischen Kulturerbes gehen. Auch die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, Friederike Fless, zeigte sich schockiert von der Zerstörungswut des IS in Mossul, die ein gestern aufgetauchtes Video zeigt. Archäologen fühlten sich ohnmächtig angesichts solcher Bilder, sagte sie im Deutschlandradio Kultur und gleichzeitig "ist es ein Wahnsinn, man zerstört seine eigene Vergangenheit, die nichts mit dem zu tun hat, dass Mohammed gesagt hat, wir müssen die Götterbilder zerstören. Es sind keine Götterbilder [die zerstört wurden, Anm. d. Red.], es sind einfach Kunstgegenstände, die systematisch zerstört werden." Auch wenn die deutschen Archäologen seit zehn Jahren nicht mehr nach Mossul reisten, versuchten sie den Kollegen zu helfen. Wichtig sei es, Skulpturen dreidimensional zu dokumentieren, damit sie im Falle ihrer Zerstörung rekonstruiert werden könnten.

Vermisstes Werk von Picasso aufgetaucht

In New Jersey ist das Werk "La Coiffeuse" aufgetaucht

Das seit mehr als zehn Jahren vermisstes Gemälde "La Coiffeuse" ("Die Friseurin") von Pablo Picasso ist in einer Paketsendung in New Jersey aufgetaucht. Wie die "New York Times" am Donnerstag berichtete, wurde das Werk aus dem Jahre 1919 im Dezember mit einem Paketdienst von Belgien nach New York verschickt. Es wurde als "Kunst/Handwerk/Spielzeug" im Wert von 37 Dollar (33 Euro) deklariert. Zöllner in New Jersey stellten bei der Ankunft der Sendung in den USA fest, dass es sich um einen Picasso handelt. Tatsächlich ist das Bild rund 2,5 Millionen Dollar wert. Das Gemälde war den Angaben zufolge zuletzt 1998 ausgestellt worden und danach wieder ins Lager des Centre Georges Pompidou in Paris gebracht worden. Dort bemerkte man 2001, dass es verschwunden war. Die US-Behörden wollen es an Frankreich zurückgeben.

Heilbronner Glaskünstler Raphael Seitz tot

"Meister der Farben und des Lichts"

Der Glaskünstler und Maler Raphael Seitz ist gestern überraschend im Alter von 57 Jahren in Heilbronn gestorben. Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst würdigte den Verstorbenen als "Meister der Farben und des Lichts". Seitz hat zahlreiche Kirchenfenster und Glasnstallationen in öffentlichen Gebäuden in ganz Deutschland gestaltet. Noch vor wenigen Tagen hatte der Künstler in Rom ein von ihm gestaltetes Kreuz an Papst Franziskus übergeben.

Goldene Kamera für Schauspieler Kevin Spacey

"Bester Schauspieler International"

Der US-Star Kevin Spacey wird mit der Goldenen Kamera als bester Schauspieler ausgezeichnet. Der zweifache Oscar-Gewinner (1995 für "Die üblichen Verdächtigen" und 1999 für "American Beauty") sei ein Charakterdarsteller, der nicht als Hollywood-Star, sondern als Schauspieler bezeichnet werden wolle, teilte die Jury mit. Das sage schon alles über den 55-Jährigen, der aktuell in der Internet-Serie "House of Cards" als machtgieriger Abgeordneter des US-Kongresses glänzt. Die Film- und Fernsehpreise der Programmzeitschrift "Hörzu" werden heute Abend in Hamburg vergeben. Das ZDF zeigt die Gala am morgigen Samstagabend.

10. Lübecker Literaturtreffen hat begonnen

Diskussionen hinter geschlossenen Türen

Auf Einladung von Nobelpreisträger Günter Grass hat das 10. Lübecker Literaturtreffen mit renommierten Schriftstellern begonnen. Hinter verschlossenen Türen berichten die Autoren über ihre aktuellen Arbeiten, lesen einander vor und diskutieren. Am Samstagabend geben die Schriftsteller eine Lesung in den Kammerspielen des Lübecker Theaters. Neben Grass lesen unter anderem Dagmar Leupold, Tilman Spengler, Feridun Zaimoglu und Ingo Schulze. Den Literaturpreis "Von Autoren für Autoren" erhält am Sonntag Irina Liebmann. Die 71jährige Autorin wurde in Moskau geboren, lebte lange in der DDR und siedelte 1988 in den damaligen Westteil Berlins über. 2013 publizierte sie die Erzählung "Drei Schritte nach Russland". Grass will mit seinem Autoren-Treffen der Vereinzelung von Autoren entgegenwirken und ein Forum für politische Initiativen schaffen. Als Nachfolgerin der legendären "Gruppe 47" will er das Forum nicht verstanden wissen.

Kunstwerke aus Achenbach-Sammlung werden versteigert

Am 20. Juni versteigert Auktionshaus 150 Werke in Köln

Die Termine für den Ausverkauf eines Großteils der Sammlung des Kunstberaters Helge Achenbach stehen fest. Das Auktionshaus Van Ham versteigert die Highlights der Sammlung in Köln: Drei Arbeiten von Gerhard Richter sowie Werke von Georg Baselitz, Jörg Immendorf, Jonathan Meese, Thomas Ruff und Andy Warhol. Weitere Versteigerungen finden in Düsseldorf und London statt.
Im Essener Betrugsprozess gegen Achenbach fordert die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Haft. Achenbach habe den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht bei neun Kunst- und sieben Oldtimergeschäften um mindestens 19,4 Millionen Euro geschädigt. Albrecht sitzt seit Juni 2014 in Untersuchungshaft. Viele Unternehmen aus Achenbachs verzweigtem Firmengeflecht sind zahlungsunfähig.

Schriftsteller und Kritiker Fritz J. Raddatz tot

Heute erscheint sein letztes Buch

Der Schriftsteller und Literaturkritiker Fritz J. Raddatz ist gestern in der Schweiz gestorben. Das bestätigte der Rowohlt-Verlag gegenüber dem Deutschlandradio. Raddatz, der 1931 in Berlin geboren wurde, galt als einflussreicher Kritiker und Publizist. Nach seinem Studium arbeitete er als Lektor beim Ostberliner Staatsverlag "Volk und Welt". Später war er Cheflektor bei Kindler, bevor er dann zu Rowohlt wechselte. 1977 übernahm Raddatz die Leitung des Feuilletons der Wochenzeitung "Die Zeit". Raddatz gilt als Entdecker zahlreicher Schriftsteller. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte ihn als "bedeutendsten Literaturkritiker Deutschlands". Bundespräsident Joachim Gauck nannte Raddatz "einen entdeckungsfreudigen Verleger und einen leidenschaftlichen
Journalisten." Heute erscheint das letzte Buch von Raddatz, "Jahre mit Ledig",
in dem er seine Bekanntschaft und Zusammenarbeit mit Heinrich Maria
Ledig-Rowohlt beschreibt.

Zentralrat warnt vor Tragen der Kippa in Problemvierteln

Entwicklung so vor fünf Jahren nicht erwartet

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hält es für gefährlich, in überwiegend von Muslimen bewohnten Vierteln einiger Städte die Kippa zu tragen. Juden sollten sich zwar nicht aus Angst verstecken, und die meisten jüdischen Einrichtungen seien gut gesichert, sagte Schuster. Die Frage sei aber, "ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich in Problemvierteln, in Vierteln mit einem hohen muslimischen Anteil, als Jude durch das Tragen der Kippa zu erkennen zu geben - oder ob man da besser eine andere Kopfbedeckung trägt". Es sei eine Entwicklung, die er so vor fünf Jahren nicht erwartet habe, und die schon auch ein wenig erschreckend sei, meinte Schuster im RBB Inforadio. Die Zahl antisemitischer Straftaten hat im vergangenen Jahr in Deutschland stark zugenommen. Wurden 2013 noch 788 Fälle registriert, waren es im vergangenen 864 - ein Anstieg um rund zehn Prozent. Das teilte die Amadeu Antonio Stiftung mit und beruft sich auf Zahlen der Bundesregierung, die bislang noch nicht veröffentlicht wurden.

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