Mittwoch, 29. Juli 2015MESZ11:31 Uhr

Hörspiel

UrsendungIrgendwann geht alles kaputt
Autoreparatur (imago)

Die Zeit macht die Liebe kaputt. Die Uhr soll das Geticke sein lassen. Das Auto streikt. Nur die Liebe dürfte nicht kaputtgehen. "Ich würde es gern reparieren wollen. Dass es neu beginnt, das ganze Leben."Mehr

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

Reihe SpielregelnDas Tierspiel - Spiel für Sieben
Auf der Suchtstation des Städtischen Krankenhauses im brandenburgischen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) sitzen Patienten während einer Gruppentherapie auf Stühlen im Kreis, aufgenommen am 12.02.2009. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Sieben Personen, die sich nicht kennen, verbringen ein gemeinsames Wochenende. Sie lernen sich in Gruppensitzungen kennen und erkunden durch Spielvorschläge des Psychologen Martin Siems Formen der zwischenmenschlichen Aktion. Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 05.05.2013

Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (2/2)

Der Stillstand der Zeit

Von Peter Hoeg

Der dänische Schriftsteller Peter Hoeg. (picture alliance / dpa /Anders Birch)
Der dänische Schriftsteller Peter Hoeg. (picture alliance / dpa /Anders Birch)

In seinem autobiografisch geprägten Roman "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" berichtet der Ich-Erzähler Peter Høeg, der als 14-jähriger nach zahlreichen Waisenhaus- und Kinderheimaufenthalten in Biehls Privatinternat landete, von einem Planversuch, zu dessen Beobachter und Objekt zugleich er wurde.

Der Plan, der an Biehls Privatschule realisiert werden sollte, "betraf das ganze Universum ... Alle waren sie sicher, dass sie ewige Werte verteidigten. Sie sprachen es nicht direkt aus, vielleicht dachten sie es auch nicht direkt. Aber irgendwo untereinander waren sie absolut sicher, dass sie recht hatten, und dass ihre Ideen und Gedanken mit künftigen Generationen von Kindern, die erwachsen wurden, hinaus in die Welt fliegen und sich über das Land verbreiten würden, und darüber hinaus, vielleicht bis zu den Mauren. Dass man eines Tages ... alle dazu bringen konnte, ihre Ideale von Fleiß und Präzision zu respektieren, und dann würden alle Lebewesen im Universum friedlich zusammenleben". (Peter Høeg)

Aus dem Dänischen von: Angelika Gundlach
Bearbeitung und Regie: Hermann Naber
Komposition: Cornelius Schwehr
Mit: Sebastian Rudolph, Ludwig Trepte, Rosalie Thomass, Thomas Hatzmann, Kirstin Petri u.a.
Ton: Andreas Mammitzsch
Produktion: SWR 2007
Länge: 69’07

Peter Høeg, 1957 in Kopenhagen geboren, Schriftsteller. Lebt in Jütland (Dänemark). Erhielt 1995 den Deutschen Krimipreis für den Roman "Fräulein Smillas Gespür für Schnee".

Im Anschluss:
"Theatertexte als Hörspiel"
Zum 35. Jubiläum des Berliner Theatertreffen Stückemarkts
Von Sabine Wollowski
Seit fünf Jahren vergibt die Hörspielabteilung von Deutschlandradio Kultur auf dem Stückemarkt des Berliner Theatertreffens den Preis "Theatertext als Hörspiel". Szenische Texte, so die Idee, entfalten im Radio ihr mediales Eigenleben. Sabine Wollowskis Beitrag zeichnet konzeptionelle, inhaltliche und organisatorische Entwicklungen in der Geschichte des Stückemarkt nach.