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Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 14.09.2013

Der Mann in Schwarz

Eine Lange Nacht über Johnny Cash

Von Michael Groth

Johnny Cash im Jahr 1977 (AP Archiv)
Johnny Cash im Jahr 1977 (AP Archiv)

Kaum ein anderer hat die Geschichte der Country Music so geprägt wie Johnny Cash. Als Sohn armer Leute hörte der junge Johnny Cash die populären Radioprogramme des Mittleren Westens: Country und Western Swing erlebten damals ihren ersten Höhepunkt.

1950 geht Cash zur Air Force. Im Frühjahr 1951 trifft er - auf der Luftwaffenbasis Brooks die damals 17- Jahre-alte Vivian Liberto. Wenig später wird Cash nach Deutschland geschickt. Stationiert in Landsberg am Lech hört er fortan unter anderem. den sowjetischen Funkverkehr ab. Vivian und Johnny sehen sich drei Jahre nicht. 1954 heiraten sie.

Nach dem Wehrdienst schlug sich Cash als Verkäufer durch. 1957 dann erste Plattenaufnahmen. Er erhielt einen Vertrag im legendären "Sun-Studio". Hier feierte unter auch Elvis Presley erste Erfolge.

Johnny Cash beschreibt den Weg zum Ruhm:

" Als ich anfing, Konzerte zu geben, ging ich von Memphis nach Arkansas, Louisiana und Tennessee, um dort in Kleinstädten aufzutreten. Ich bin mit meinem Auto hingefahren und habe die Auftritte organisiert, mich in die Konzertpläne eintragen lassen und solche Dinge. Und dann, etwa drei Monate später, hat mich Elvis Presley gebeten, gemeinsam mit ihm in Memphis zu singen. Und ich habe "Cry! Cry! Cry!" und "Hey Porter" gesungen. Von diesem Moment an war ich auf meinem Weg. Ich wusste es, ich konnte es fühlen, und ich habe es genossen. Elvis hat mich dann gebeten, auf Tour mit ihm zu gehen. Das habe ich auch getan. Ich bin in den nächsten Jahren vier oder fünf Mal mit ihm aufgetreten. "

Im Mai 1956 landet "I Walk the Line” auf Platz 1 der Country-Hitparade. Der Song wird die Eintrittskarte zur "Grand Ole Opry”, der bekanntesten aller Contry-Konzertveranstaltungen in Nashville. Musikalisch überschreitet "I Walk the Line" Grenzen. Cash und die "Tennessee Two" haben einen Klang erfunden, der als "boom-chicka-boom"-Sound Musikgeschichte macht.

Im Herbst 1957 läuft Cashs Vertrag mit Sun aus. Trotz guter Verkaufszahlen ("Cry Cry Cry"; "I walk the line") trennte er sich Anfang der 60er Jahre von Sun. Er unterschreibt einen Vertrag mit Columbia Records in Nashville. Unter den ersten Alben, die er 1959 mit seinen neuen Produzenten veröffentlicht, ist eine Gospelplatte.

Es folgte eine Karriere, die musikalisch wie menschlich von Höhen und Tiefen geprägt war.

Der plötzliche Reichtum und das schnelle Künstlerleben führten zu übermäßigem Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch. Die Folge: Entzug und Rückfälle.

Johnny Cash über den Teufelskreis:
" Es war ziemlich schwer, mit dem Ruhm umzugehen. Der Country Boy in mir hat versucht, mich da herauszureißen und zurück auf's Land zu führen, aber die Musik war stärker. Der Drang, hinauszugehen und meinem Talent zu folgen, war viel stärker. Die Versuchungen waren: Frauen- die Mädchen habe ich geliebt - und Amphetamine, und nicht nur die. Schon nach gar nicht allzu langer Zeit waren wir nächtelang unterwegs, fuhren mit den Autos auf Tour, und die Ärzte hatten diese netten Pillen, die uns Energie gaben und uns wach hielten. Ich hatte angefangen, sie zu nehmen, und ich mochte sie so sehr, dass ich abhängig davon wurde. Und dann fing ich an, Beruhigungsmittel und Schlaftabletten zu nehmen, um nach drei oder vier Tagen zur Ruhe zu kommen. Daraus wurde irgendwann ein Teufelskreis. Eine zeitlang nahm ich die Pillen, doch dann begannen die Pillen, mich zu nehmen."

Die erste Ehe scheiterte.

Cash heirate June Carter, Spross einer legendären Musikerfamilie. . Für June ist es die dritte Ehe. Die beiden heiraten am 1. März 1968 in Franklin, Kentucky. Auf die Hochzeitsreise wurde verzichtet. Fast auf den Tag zwei Jahre später - am 3. März 1970 - freuen sie sich über die Geburt ihres einzigen gemeinsamen Kindes: John Carter Cash.

1968 trat Cash im Gefängnis auf (Folsom Prison), der Mitschnitt wurde zu einem seiner populärsten Alben.

Johnny Cash über die Hintergründe:

Blick auf das San-Quentin-Gefängnis in Kalifornien (AP Archiv)Blick auf das San-Quentin-Gefängnis in Kalifornien (AP Archiv)" Der einzige Grund, weshalb ich im Gefängnis auftreten wollte, war, dass ich dachte, das würde eine interessante Platte ergeben. Schon 1957 hörte ich diesen Klang, wie mir das Publikum im Gefängnis applaudierte. Und da habe ich zu meiner Band gesagt: "Wir sollten Aufnahmen im Gefängnis machen und diese aufrichtige Reaktion auf eine Platte bringen." Und es hat sich so ergeben, dass das erste Gefängnis, in dem wir Aufnahmen gemacht haben, Folsom Prison war. Das war 1968. "Folsom Prison Blues" hatte ich bereits 1955 geschrieben."

Das Konzert vom 13. Januar 1968 wird aufgenommen, und auf Platte gepresst. Es belegt den ersten Platz der Country-Album-Charts. Ein gutes Jahr später wird der Erfolg wiederholt. Am 24.2. 1969 ist Showtime in San Quentin, dem berüchtigten Hochsicherheitsknast in Kalifornien.

Gegen Ende der 60er Jahre macht Cash keinen Hehl aus seinem Protest gegen den Krieg in Vietnam. Dennoch - oder vielleicht gerade deswegen- reisen John und June in das Kriegsgebiet. Sie singen vor amerikanischen Soldaten, und sie versuchen in schweren Zeiten etwas wie heimatliche Gefühle zu vermitteln: Patriotische Bekenntnisse eingeschlossen.

Johnny Cashs Standing bei der Unterhaltungsindustrie ist angesichts der hohen Verkaufszahlen seiner Platten ungebrochen. Im Juni 1969 feiert die "Johnny Cash Show" Premiere im Sender ABC. Ausgestrahlt am Samstagabend, bleibt sie den Fans rund zwei Jahre erhalten. Cash lädt die junge Folkszene in seine Sendung ein. Joni Mitchell, Bob Dylan und Neil Young treten auf. Der Country-Barde,, der auf die Vierzig zugeht, erschließt sich ein neues Publikum. Am 5. Dezember 1969 spielt Cash vor 21.000 Menschen im ausverkauften Madison Square Garden in New York: das schafft vor ihm kein anderer Country-Musiker.

In seiner Biographie beantwortet Cash die Frage, warum er, in frühen Jahren dann und wann, und später konsequent, in komplett schwarzem Outfit auf der Bühne steht:

Cash: "Erstens gibt es da den Song Man In Black, den ich 1971 geschrieben habe. Ich hatte damals eine eigene landesweit ausgestrahlte Fernsehshow, und mir wurde von so vielen Reportern die Frage nach der schwarzen Kleidung gestellt, dass ich die Gelegenheit wahrnahm, mit einer Botschaft zu antworten. Ich trage Schwarz, sang ich, "für die Armen und Unterdrückten, die im trostlosen, hungrigen Teil der Stadt leben". Ich trage es "für den Gefangenen, der für sein Verbrechen längst gebüßt hat, der nur noch dort sitzt, weil er ein Opfer seiner Zeit ist". Ich trage es für "die Kranken und einsamen Alten", und "die Leichtsinnigen, die ein Fehltritt zu Fall brachte". Und mit dem Vietnamkrieg vor Augen, der mich genauso schmerzlich berührte wie die meisten anderen Amerikaner, trage ich es "in Trauer um die Leben, die hätten gelebt werden können, um die hundert prächtigen jungen Männer, die wir jede Woche verlieren. Ich trage es für die Tausende, die in dem Glauben gestorben sind, Gott stünde ihnen bei". Der letzte Vers brachte es auf den Punkt:

Es gibt Dinge, die nie in Ordnung sein werden, das weiß ich,
Und wo man auch hinschaut, muss sich etwas ändern,
Aber bevor wir nicht anfangen, ein paar Dinge in Ordnung zu bringen,
Werdet ihr mich nie einen weißen Anzug tragen sehen.
Ach, ich würde so gern jeden Tag in den Farben des Regenbogens gehen,
Und der ganzen Welt sagen, dass alles in Ordnung ist,
Aber ich versuche, auf meinem Rücken ein bisschen Dunkelheit davonzutragen,
Bis es etwas heller um uns wird, bleibe ich der Mann in Schwarz."

Seit den siebziger Jahren geht es musikalisch bergab. Sicher, die Fans lieben nach wie vor jenen Cash, der "I Walk the Line" und "Folsom Prison Blues" singt. Die Konzerte sind nach wie vor meist ausverkauft. Aber es fehlt der "Kick", die neue Idee, ohne die ein Künstler sich nicht entwickelt.

Mitte der neunziger Jahre schließlich schlug Cash in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Rick Rubin neue musikalische Seiten an. Der damals 30-Jahre-alte Rubin, Chef der Plattenfirma "American Recordings”, kommt nach einer Show auf Cash zu: Rubin gilt als "Punk"-Produzent, der u.a. mit Public Enemy, AC/DC und den Red Hot Cilli Peppers arbeitet. Ein ungleiches Paar findet sich:

Johnny Cash:
"Ich sagte: "Was willst du mit mir machen, was bislang noch niemand zu tun in der Lage war, damit wir Platten verkaufen können?" Er sagte: "Ich bin mir nicht sicher, ob wir tatsächlich Platten verkaufen werden, aber ich würde dich einfach bitten, dass du mitkommst, dich in mein Wohnzimmer setzt, mit einer Gitarre und zwei Mikrofonen, und einfach singst, was du im Herzen trägst, alles, was du schon immer einmal aufnehmen wolltest." Ich sagte: "Das klingt gut." Also habe ich es getan, und drei Wochen lang habe ich Tag für Tag für ihn gesungen. Und als ich schließlich aufhörte, sagte er am letzten Tag: "Ich denke, diesen Song sollten wir in das Album aufnehmen." Also anstatt zu sagen: 'Ich will Aufnahmen mit dir machen und ein Album herausbringen', sagte er einfach: "Lass uns diesen Song in das Album aufnehmen." DAS Album, diese große Frage, nahm plötzlich konkrete Gestalt an. Und dann haben wir uns die Aufnahmen angehört, und es waren Songs dabei, die uns nicht gut genug erschienen. Und dann haben wir uns auf die Songs konzentriert, die uns gefallen haben, die sich "richtig angefühlt" haben und richtig klangen. Und wenn mir einmal ein bestimmter Song nicht gelingen wollte, habe ich es immer und immer wieder versucht und ihn so lange aufgenommen, bis es sich für mich gut angefühlt hat, so als ob der Song wirklich aus meinem tiefsten Inneren kommt, aus meiner Gitarre und meiner Stimme - ein Ganzes, bei dem für mich alles stimmte. "

Seine schlichten, aber aussagestarken Songs wurden zum Markenzeichen der letzten Jahre. Aus der Zusammenarbeit mit Rubin entstehen insgesamt neun CD´S. Am 4. Juli 2006 erscheint -posthum - die Letzte: "American V - A Hundred Highways”.

Rockfans verehrten ihn spätestens seit seinem überraschenden Comeback mit dem Album "Unchained" (1996), dem 2000 das brillante Werk "Solitary Man" folgte.

Johnny Cash und seine Frau June Carter im Jahr 2002 in Nashville (AP Archiv)Johnny Cash und seine Frau June Carter im Jahr 2002 in Nashville (AP Archiv)In den letzten Jahren seines Lebens ist Cash gezeichnet von jahrzehntelangem Tablettenmissbrauch und den Folgen. Ende der 90er Jahre diagnostizieren die Ärzte "autonome Neuropathie", eine Erkrankung des Nervensystems, vermutlich eine Folge von Diabetes. Mehrfach liegt er mit Lungenentzündungen im Krankenhaus. Im Oktober 2001 versetzt man ihn für eine Woche in ein künstliches Koma; erleidet unter Asthma, die Sehkraft geht zurück.

Am 15. Mai 2003 stirbt June Carter Cash im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Herzklappenoperation. John und June waren 35 Jahre verheiratet.
Als Johnny Cash am 12. September 2003 im Alter von 71 Jahren starb, trug nicht nur die internationale Country-Welt Trauer. Das Urgestein aus Arkansas wirkte stets genreübergreifend und mischte in seinen markanten Kompositionen Countrytradition mit Folk, Blues und Rock.

In Memorial Gardens in Hendersonville, Tennessee liegt Johnny Cash und seine Frau, June Carter Cash. Ein schmuckloses Grab, sieht man von den Blumen ab, die Fans bis heute hier ablegen. "I Walk the Line" steht auf der Grabplatte - der erste Nummer-Eins-Hit des Musikers im Jahr 1956.

W. S. Holland begleitet Cash und seine Show mehr als dreißig Jahre als Schlagzeuger der "Tennessee Three”, bis zum Schluss 1997. Er fasst zusammen, was er über Johnny Cash denkt:

"Wenn ich über Johnny Cash nachdenke, glaube ich nicht, dass jemals irgendwer in der Lage sein wird, seine Rekorde zu übertreffen. So früh anzufangen. Ein Star zu werden. Dann, zum Ende seines Lebens, ein noch größerer Star zu werden. Niemals in seinem Leben gab es eine Zeit, wo er wirklich ganz unten war. Ich weiß, dass es für viele vielleicht den Anschein hatte; die Leute meinen, John hätte ein schweres Leben gehabt. Aber das stimmt nicht. Ich kenne wirklich niemanden, der ein leichteres Leben gehabt hätte als Johnny Cash. Von 1955 bis zu seinem Tod musste er nie allein die Tür aufmachen, musste nichts selber anfassen, nicht einmal einen Gitarrenkoffer. Er musste sich nie ein Hotelzimmer buchen. Alles, was er brauchte, wurde für ihn erledigt. Und es gab nie eine Zeit, in der es ihm am Geld gefehlt hätte. Immer bekam er alles, was er wollte. Was die Menschen nicht wissen - wenn sie die Bücher über John lesen, die Filme sehen und die Geschichten hören, dann glauben sie, er hätte eine schwere Zeit durchmachen müssen, aber dem ist nicht so. Er hatte es wirklich leicht. Erst als die Sache mit den Drogen anfing, machte er sich sein Leben selbst schwer. "
Von Michael Groth


40 Jahre nach Johnny Cashs legendärem Auftritt:
Konzert im Folsom-Gefängnis abgesagt

Das Folsom-Gefängnis in Kalifornien ist nicht nur eine Strafanstalt, sondern ein Ort der Musikgeschichte. Vor 40 Jahren gab Johnny Cash dort vor den Gefangenen ein legendäres Konzert. Was damals möglich war, geht heute leider nicht mehr - ein für Sonntag geplantes Jubiläumskonzert, bei dem einige Mitglieder von Cashs Band hätten mitspielen sollen, ist abgesagt worden. Die Gefängnisleitung gab als Grund Probleme mit den Rechten für Filmaufnahmen sowie Sicherheitsbedenken an. Das Konzert hätte weltweit über das Internet übertragen werden sollen. (Kulturnachrichten vom 10. Januar 2008)

Feuer und Schwefel
Auf den Spuren von Johnny Cash
Als "Man in Black" ging Johnny Cash in die Musikgeschichte ein. Mit Liedern wie "Ring of Fire" oder "I Walk the Line" landet er weltweit Erfolge. Doch mit dem Gedenken an den im Jahr 2003 verstorbenen Sänger und Songwriter tun sich die Country-Hochburgen in den USA schwer.


Bücher zum Thema:

Reinhard Kleist: Johnny Cash. I see a darkness
Carlsen Verlag 2007, ISBN 978-3551768377, 14,00 Euro

Das Leben einer Legende Johnny Cash, der am 12. September 2003 im Alter von 72 Jahren verstarb, war von Anfang an eine Ausnahme im Musikgeschäft. Er ging stets seinen eigenen musikalischen Weg und ließ sich weder von seinen Plattenfirmen noch vom herrschenden Musikgeschmack etwas vorschreiben. So hat er fast 50 Jahre im Musikgeschäft überlebt, mehr als 1000 Songs veröffentlicht und 60 Millionen Tonträger veröffentlicht. Reinhard Kleist hat dieses außergewöhnliche Leben in einer Biografie eingefangen, die in eindringlichen Bildern die Stationen von Cashs Leben nachzeichnet. So wird aus einer Ikone ein Mensch, dessen Stärken der Leser ebenso bewundern kann wie seine Schwächen. So hat die Welt Cash noch nie gesehen.

Jason Fine: Cash
Heyne Verlag 2005, ISBN: 978-3453120198, 24,00 Euro

Mit diesem einzigartigen und hochwertigen Band voller bisher unveröffentlichter Fotos und Artikel gelingt den Herausgebern des "Rolling Stone Magazine" das bislang umfassendste Porträt einer der faszinierendsten Ikonen des 20. Jahrhunderts. Neben einem Vorwort seiner Tochter Rosanne enthält das Buch zahlreiche persönliche Erinnerungen von berühmten Kollegen und Freunden wie Bob Dylan, Bono oder Al Gore.

Als Johnny Cash im September 2003 starb, verlor die Popmusik einen ihrer größten Helden. Seit dem Beginn seiner Karriere Mitte der 50er Jahre durchwanderte er alle Höhen und Tiefen eines Rockstars: Von dem legendären Konzert in St. Quentin über seine Jahre in Las Vegas bis hin zu seinem phänomenalen Comeback in den 90ern ist dieses aufwändig gestaltete Buch nicht nur ein berührendes Porträt mit vielen seltenen Fotografien, Interviews und Artikeln, sondern auch eine einzigartige Hommage an den unvergessenen "Man in Black". Die Faszination für Johnny Cash lässt auch nach seinem Tod nicht nach, im Gegenteil: Neben zahlreichen Tribute-CDs und Wiederveröffentlichungen seiner Werke ist für 2005 mit "Walk the Line" auch ein Kinofilm über Cashs Leben geplant, in dem die Hollywoodstars Joaquin Phoenix ("Gladiator") und Reese Witherspoon ("Natürlich blond") die Hauptrollen spielen.


Franz Dobler: Johnny Cash - The Beast in Me
... und die seltsame und schöne Welt der Countrymusik

Heyne Verlag 2004, ISBN: 978-3-453-87953-9, 8,95 Euro

Johnny Cash, der "Man in Black", war bis zu seinem Tod im September 2003 eine der letzten großen Legenden des Showbusiness. Der Schriftsteller und Country-Experte Franz Dobler setzt der grenzübergreifenden Ikone mit seiner Biographie ein Denkmal.


Bettina Greve (Autor), Peter Lohmeyer (Erzähler): Auf Kurs - Die Johnny Cash Biographie
RH Audio Editionen (Juni 2007), ISBN: 978-3866045811, 12, 95 Euro
Hörbuch + 36 Originalsongs

Diese Hörbuch-Biographie erzählt die archetypische Geschichte von einem, der auszog aus ärmsten Verhältnissen den Pop-Olymp zu erobern; eine wahre Geschichte von der Geburt im Baumwollpflückerland über die legendären Gefängniskonzerte, die Krise in den Achtzigern, die Heiligsprechung.


Joaquin Phoenix als Johnny Cash (links) und Reese Witherspoon als June Carter im Film "Walk The Line." (AP)Der Film "Walk The Line." (AP)Der Film über Johnny Cash: Walk the Line

USA 2005, Laufzeit: 136 Minuten, Regie: James Mangold
Drehbuch: Gill Dennis
Darsteller: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Robert Patrick, Ginnifer Goodwin, Dallas Roberts, Dan John Miller

DVD-Angaben: Vertrieb: 20th Century Fox
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Links:

Offizielle Seite (Englisch)


Offizielle deutsche Fan-Seitevon Johnny Cash


Johnny Cash Rock and Roll Hall of Fame

Lange Nacht

Eine Lange Nacht über Natalia Ginzburg Stimmen des Abends
Die italienische Schriftstellerin Natalia Ginzburg am 9.11.1989. Sie wurde am 14.7.1916 in Palermo geboren und starb am 8.10.1991 in Rom. | (dpa / picture alliance / ansa Ianni)

So subtil wie psychologisch genau - und nicht ohne Witz - beschrieb Natalia Ginzburg (1916 - 1991), was zwischen Menschen geschieht, die sich nahe stehen. Ihre Erzählungen und Romane berichten vom Mussolini-Faschismus, vom Krieg und vom Winter in den Abruzzen, wohin die junge Mutter zweier Kinder ihrem Mann in die Verbannung folgte. Mehr

Eine Lange Nacht über den Monte VeritàJungbrunnen für Entrückte
Die undatierte Aufnahme zeigt das Bild "Blick von Certenago" des deutschen Schriftstellers Hermann Hesse aus dem Jahr 1927. (picture alliance / dpa / Museum im Kulturspeicher Würzburg)

Angeführt von Henri Oedenkoven, einem zivilisationsmüden Industriellensohn aus Antwerpen, war im Jahr 1900 eine Handvoll Aussteiger ins Tessin gezogen. Sie wollten sich dort den Traum vom selbstgeschaffenen Paradies erfüllen, kauften sich einen verwilderten Hügel über Ascona und machten ihn zu ihrem 'Berg der Wahrheit', Monte Verità. Mehr

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