Dienstag, 30. September 2014MESZ11:57 Uhr

Lesart

OriginaltonAusgerechnet Neukölln, Teil 2
Die Weserstraße in Berlin-Neukölln: Hier sprechen viele Jugendliche Englisch und Spanisch.

Daniel Schreiber wäre um die Jahrtausendwende nie freiwillig in den Berliner Stadtteil Neukölln gezogen. Heute könne er nirgendwo glücklicher sein - und meint: So etwas wie Neukölln kann man nur in diesem neuen Deutschland finden. Mehr

GeschichteAuf der Suche nach dem Bösen
Die Hauptangeklagten Hermann Göring, Rudolf Heß und Joachim von Ribbentrop auf der Anklagebank während der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse am 13.02.1946 in Nürnberg.

Rätselhaft und makaber: 1958 schluckt der Psychiater und Kriminologe Douglas Kelley Zyankali. Er ahmt damit den Selbstmord seines berühmtesten Falls nach: den Suizid von Hermann Göring. Mehr

Ulrike MeinhofVon der Pazifistin zur Terroristin
Undatiertes Foto von Ulrike Meinhof

Erich Fried verglich sie mit Rosa Luxemburg, für andere war sie schlicht eine Mörderin: Ulrike Meinhof. - Doch warum wurde aus der Journalistin ein Gründungsmitglied der RAF? Dieser Frage geht das Hörbuch "Ulrike Meinhof - Mythos und Wirklichkeit" nach.Mehr

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Buchkritik

SachbuchKompetenz statt Bildung
Ein Schüler der dritten Klasse einer Grundschule  meldet sich, aufgenommen am 14.01.2009.

Die Beweislast ist erdrückend. Mit der Streitschrift "Praxis der Unbildung" seziert Konrad Paul Liessmann den Schul- und Unialltag. Als Kardinalfehler macht der Philosoph einen Kompetenz-Wahn aus, der die Bildung ersetzt hat.Mehr

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Lesart / Archiv | Beitrag vom 29.07.2012

Der Lektüretipp

Von Annett Gröschner

Annett Gröschner, Schriftstellerin aus Berlin
Annett Gröschner, Schriftstellerin aus Berlin (picture alliance / dpa - Claudia Esch-Kenkel)

Annett Gröschner ist Schriftstellerin in Berlin. Sie empfiehlt das Buch "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" von David Foster Wallace.

"Ich empfehle von David Foster Wallace 'Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich'. Das ist ein Buch, das er 1996 geschrieben hat, also in der Zeit, als er auch den Roman "Unendlicher Spaß" geschrieben hat. Das ist so eine Art Fingerübung, oder er hatte mal Lust eine Reportage zu machen und ist dann auf ein Kreuzfahrtschiff gegangen, beschreibt dieses Leben auf dem Schiff – beschreibt zwei Ebenen: es gibt das oberflächliche Leben, wo diese Leute ihren Urlaub verleben, und im Bauch des Schiffes passieren ganz andere Sachen. Und genauso geht er auch in seinem Buch vor. Es gibt immer Fußnoten, wo ganz viel erklärt wird aus dem Inneren des Schiffes oder aus seinem Kopf. Er ist ja Agoraphobiker, hat Angst auf großen Plätzen, ist reisekrank und hat Angst vor Haien. Das alles schließt eigentlich so eine Reise aus."

Cover: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" von David Foster WallaceCover: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" von David Foster Wallace (Goldmann Verlag)David Forster Wallace: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich
übersetzt von Markus Ingendaay, Goldmann Verlag, München 2006