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Kulturpresseschau

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Fazit

Kunsthalle BremenViele Lücken in den Beweisketten
Die Aufnahme vom 20.08.2011 zeigt die Rückseite der Kunsthalle Bremen am Tag ihrer Wiedereröffnung mit beiden Anbauten. Damit vergrößerte sich die Nutzfläche um 3750 auf insgesamt 7820 Quadratmeter. Nach der zweijährigen Schließung präsentierte sich damit die Kunsthalle der Hansestadt deutlich erweitert und modernisiert.

Bundesweit lagert in den Museen noch von den Nazis geraubter Besitz. Denn wenn der Etat kaum für Museumsarbeit reicht, kommt auch die Provenienzforschung zu kurz. Die Kunsthalle zeigt erste Ergebnisse eines dreijährigen Projekts.Mehr

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter kommen in Halle auf ihre Kosten und es gibt eine Ehrung für den Komponisten der Winnetou-Musik.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 31.07.2012

Der Herr der Kanalisation

Denkmalpflegerin Gabriele Dolff-Bonekämper über den Stadtplaner James Hobrecht

Gabriele Dolff-Bonekämper im Gespräch mit Anke Schaefer

1873 geht der Auftrag für die Berliner Kanalisation an James Hobrecht.
1873 geht der Auftrag für die Berliner Kanalisation an James Hobrecht. (Eva Koncalová, Zipp - deutsch-tschechische Kulturprojekte)

James Hobrecht wurde in der der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einem Bebauungsplan für Berlin beauftragt. Ihm hat die Hauptstadt unter anderem ihr verzweigtes Kanalnetz zu verdanken. Gabriele Dolff-Bonekämper, Stadtplanerin an der TU Berlin, würdigt Hobrechts Plan, der vor 150 Jahren in Kraft trat.

Anke Schaefer: Was war denn das große Verdienst von James Hobrecht? War es zunächst einmal wirklich, dass er die Kanalisation geplant hat und damit die Cholera eingedämmt werden konnte?

Gabriele Dolff-Bonekämper: Nein, nein. Man muss die Ereignisse in der Reihenfolge sich denken. Die letzte Berliner Cholera ist 1831, der ist zum Beispiel Hegel zum Opfer gefallen und viele andere. Das war die schlimme, große und die letzte, große Choleraepidemie in Berlin und seit dem hat sich im Stadtrat die Debatte um die Entwässerung der Stadt immer und immer weiter gezogen, und alle Projekte, die damals entwickelt wurden, erst in den 40er-Jahren und dann in den 50er-Jahren, haben nicht gefruchtet, weil der Stadtrat das Geld nicht ausgeben wollte für eine Schwemmkanalisation.

Es gab auch zwei verschiedene Konzepte dann, die in den 50er-Jahren auch schon diskutiert wurden, nämlich das Abwasser in die Spree zu leiten, so wie das im alten Rom schon war, oder das andere Konzept, mit einem Radialsystem die Abwässer aus der Stadt hinauszupumpen - das sind zwei parallel laufende Ereignisse oder sagen wir Entwicklungen: Die Erweiterung der Stadt und die Planung der Kanalisation, die haben auch viel miteinander zu tun, gehen aber zu unterschiedlichen Zeiten eigentlich in den wirklichen Auftrag. Der Auftrag für die Kanalisation geht an Hobrecht erst 1873, also elf Jahre nach dem Erweiterungsplan.

Man kann aber behaupten und das wird auch von der Forschung längst so gesehen, dass der Erweiterungsplan, der rund um die Stadt zu einem großen Ring, die neuen Bebauungsgebiete erschließt, dass der schon so strukturiert ist, dass man da dann die Kanalisation bauen kann.


Das vollständige Gespräch mit Gabriele Dolff-Bonekämper können Sie mindestens bis zum 31.12.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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Startschuss für die Ära der Mietskasernen
Aufbruch an neuen Ufern