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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 08.11.2009

Dein Land in mir – Paare leben die Wende

Von Pfarrerin Gabriele Herbst, Magdeburg

Mit dem Mauerfall haben sich auch einige Ost-West-Liebespaare gefunden. (AP)
Mit dem Mauerfall haben sich auch einige Ost-West-Liebespaare gefunden. (AP)

Sie hätten sich nicht kennengelernt, Sabine aus Magdeburg und Peter aus Gelsenkirchen, wenn nicht der Mauerfall den Stein der Liebe ins Rollen gebracht hätte. Gabriele Herbst befragt im Gedenkjahr "20 Jahre friedliche Revolution" ost-west-deutsche Paare, die zusammenwachsen wollten, weil sie zusammen gehörten. Sie fragt nach dem Weg, den sie gingen und gehen. Nach den Überraschungen und Sackgassen, nach fremder Sprache und sprachlosem Verstehen.

Johanna:
"Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.

Ach Liebster, kannst Du nicht schwimmen,
so schwimme doch her zu mir,
drei Kerzen will ich anzünden,
die sollen leuchten dir.

Das hört eine falsche Nonne,
die tat, als wenn sie schlief,
sie tät die Kerzen auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief."
(Unbekannter Dichter)


Seit dem 9. November 1989 müssen einander liebende Königskinder aus den östlichen und westlichen Teilen Deutschlands nicht mehr ertrinken, wenn sie über Meere und Flüsse hinweg zueinander kommen wollen. Die falschen "Nonnen" sind längst enttarnt. Heimtückische "Mönche" bekommen für Spitzeldienste keine Sonderzulagen mehr.

Weder in den tiefen Wassern Deutschlands noch zu Land lauert wie noch vor 20 Jahren der Tod, mauert Königskinder ein oder erschießt sie gar wie lästige Stadttauben.

Seit 1989 hat die Liebe in Deutschland keinen geteilten Himmel mehr, sondern freie Luft, freie Fahrt und eine freie Wahl des Wohnortes. Prinzen und Bettler, Ingenieure und Psychologen, Lehrer und Verkäuferinnen dürfen ihre Herzen aneinander verlieren, sie sich schenken und Tage und Nächte miteinander teilen, wo immer es ihnen beliebt.

Wer darüber nicht auch heute noch einen spontanen Freudentanz aufführt, wie damals, in der Nacht der Maueröffnung in Berlin, wer dazu nicht ein Lied pfeifen möchte oder ein Dankgebet spricht, der weiß einfach zu wenig. Der hat nie eines der Königskinder getroffen, eine Liebende oder einen Liebenden aus dem einst getrennten Deutschland, das Liebe von einem grünen oder blauen Pass abhängig machte und Küsse in Interzonenzügen zum Politikum.

Ich war ein solches Königskind, eine Ostdeutsche. Ich bekam einen Verlobungs-Kuss von einem Studenten aus München. Ich ahnte nicht, was ein solcher Kuss in der Oberlausitz, dem Grenzgebiet der ehemaligen DDR zu Polen und Tschechien, im Jahr 1968 bedeuten würde. Wir verlobten uns in meinem Heimatdorf zehn Tage nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag. Die Panzer der Nationalen Volksarmee ratterten durch unsere Dorfstraßen, um den Prager Frühling nachhaltig niederzuschlagen zu können.

Kein Westdeutscher sollte Augenzeuge dieser Schande sein. Auch kein junger Mann, der in diesen Tagen nichts anderes im Kopf hatte als seine Liebe. Einen Verlobungstag lang wurden wir im Grenzgebiet geduldet. Dann begleiteten uns mit Maschinengewehren bewaffnete Soldaten zum Zug nach Dresden, der meinen Freund wieder hinter die Mauer, weiter nach München bringen sollte. Es war wie Ertrinken damals, auch wenn die Liebe zwischen uns beiden Königskindern ohnehin nicht für ein Leben gereicht hätte. Es war wie Ertrinken!

Morgen, am Gedenktag des Mauerfalls von 1989, werden die Menschen in unserem Land feiern und miteinander diskutieren. Sie werden Reden halten oder Reden lesen. Sie werden sich an die Geräusche der Mauerspechte erinnern, die Stein für Stein das Symbol der Teilung einfach zerhackten. Menschen werden lachen, weinen oder auch unzufrieden oder enttäuscht vor sich hin grübeln.

Es wird Gottesdienste geben und Kerzeninstallationen. Man wird sich noch einmal erzählen, wo man am Abend des 9. November 1989 gewesen ist und wann man das erste Mal ungehindert in den Westen oder in den Osten fuhr, mit Schmetterlingen im Bauch und mit einer Fröhlichkeit, die heute bei vielen nicht mehr abrufbar ist. Unter all diesen Menschen werden unzählige Paare sein, die sich ohne den Fall der Mauer nicht kennengelernt hätten oder zumindest ihre Liebe nicht hätten leben dürfen.

Solche Paare interessieren mich. Sie verkörpern für mich das Ereignis der deutschen Einheit auf ganz besondere Weise. Ich habe acht von ihnen ausfindig gemacht, weil ich erfahren wollte, wie und wo ost– und westdeutsche Königskinder von einst heute leben. Wie und wo haben sie sich kennengelernt? Was wussten sie damals, als sie sich zufällig begegneten, vom jeweils anderen Teil Deutschlands und was wissen sie heute von ihm? Teilten oder teilen sie Klischees über "Ossis und Wessis", die inzwischen glücklicherweise verblassen, aber noch nicht gänzlich verschwunden sind? Was geben die Paare von ihrer ost- und westdeutschen Biografie an ihre Kinder weiter? Gibt es in ihren Beziehungen eine besonders geglückte Vereinigung Deutschlands, an der sich die große Politik ein Beispiel nehmen könnte? Denn wo anders kann Vereinigung so total gelingen als in der Liebe?

Mit den Paaren im Alter zwischen 29 und 46 Jahren, von denen sich sechs berufsbedingt im Westen Deutschlands und nur zwei im Osten niedergelassen haben, hatte ich in den letzten Monaten brieflichen oder mündlichen Kontakt. Ich bat sie, gemeinsam einen Fragebogen auszufüllen, auf dem sie mir von ihrem "gesamtdeutschen Leben" erzählen.
Mit meinem Fragebogen löste ich bei manchen Paaren Ungeahntes aus. Eine 41–jährige Informatikerin, die die Liebe von Magdeburg nach Stuttgart führte, schreibt:

"Liebe Gabi. Mit deinem Fragebogen hast du uns ja eine ganz schön schwierige Aufgabe gestellt. Mein erster Gedanke war, klar, das ist ein interessantes Thema, da können wir sicher etwas beisteuern. Als ich dann anfangen wollte, den Fragebogen auszufüllen, habe ich gemerkt, wie schwer mir manche Antworten fielen. Konflikte, Verletzungen, Missverständnisse und Fremdheitsgefühle, vieles, was man im Alltag gern verdrängt oder als Scherz abtut. Unsere Ost-West-Vergangenheit ist also neben all den anderen Partnerschaftsthemen ein immer präsentes Thema, auch wenn – oder gerade weil – wir das oft nicht wahrhaben wollen. … Den Fragebogen gemeinsam auszufüllen ging leider überhaupt nicht. Das Thema scheint doch sehr konfliktträchtig zu sein."

Andere Paare erlebten meine Fragen ganz anders. Es schien mir, als hätten sie geradezu auf diesen Anstoß gewartet, um endlich einmal ihre Biografien auszutauschen. Ein Paar aus Baden-Württemberg schreibt:

"Wir haben beide die Diskussion über die Fragen sehr genossen und haben dazu stundenlang auf unserer Terrasse philosophiert."

Und Marcus aus Berlin lässt mich wissen:

"Wir danken dir, liebe Gabi, dass du uns Gelegenheit und Anstoß gegeben hast, zwei Stunden gemeinsam auf dem Sofa zu verbringen und über unsere Vergangenheiten und die Länder in uns nachzudenken."

Über unsere Vergangenheiten und die "Länder in uns" nachdenken. Zwei Stunden auf Terrassen und Sofas darüber philosophieren, was Deutschland war und was es ist, das fehlt meines Erachtens bei vielen Deutschen. Die Anstrengung, aber auch die Ruhe des Erinnerns, die in den Bildern und Antworten mancher Paare liegt, die wünschte ich mir nicht nur für den morgigen 9. November, sondern für dieses ganze Jubiläumsjahr. Verlust und Gewinn der Deutschen Einheit wollen mit Anstrengung, aber auch mit Ruhe bedacht und benannt sein.

"Es wächst zusammen, was zusammengehört". Dieser Satz von Willy Brandt wurde bereits kurz nach der so genannten Wende in Deutschland wieder und wieder zitiert. Ich bejahe diesen Satz. Und doch habe ich immer vermisst, dass wir Deutschen in den beiden Teilen unseres Landes die Dinge beim Namen nennen. Wir haben uns zu selten erzählt, was in unseren jeweiligen Biografien sehr anders gewesen ist. Wir haben unsere Ängste voreinander verborgen und Neidgefühle weitgehend außen vor gelassen, bis diese sich in Aggressionen und gegenseitigen Beschuldigungen breit machten. Wir haben uns zu selten gesagt, was wir geliebt haben dort, wo wir geboren wurden, was wir hassten und was wir in das neue Deutschland gern eingebracht hätten. Zu schnell wurden blühende Landschaften versprochen, die sich nun im geeinten Deutschland ausbreiten würden.

Dass solche Landschaften, dass Zusammenwachsen aber unter Umständen viel Zeit brauchen, haben mir alle Paare bestätigt, mit denen ich für diese Sendung im Gespräch war. Freilich spielte die Fremdheit der beiden so lange getrennten Welten in der ersten Phase ihres Verliebtseins kaum eine Rolle. Ja, die Fremdheit erwies sich zum Teil sogar als erotische Stimulanz. Aber im längeren Zusammenleben spürten die Paare bald, welche Themen noch tabubehaftet waren, welche man besser nicht ansprach.

Oder welche Wörter man gar nicht kannte, wie unterschiedlich man den ganz normalen Alltag bewältigte.

"Marcus reißt die Türchen vom Schokoladen-Adventskalender ab, damit sie nicht versehentlich zugehen und die Bildchen hinter den Türen verdeckt werden."

"Würde Beate nie machen, weil man den Kalender ja im nächsten Jahr … wieder verwenden (selbst befüllen) könnte…"

"Marcus ist in manchen Dingen ein Moralapostel, ein Luxus, den man sich als Wessi leisten konnte: nie den Staat bescheißen, zu viel Wechselgeld zurückgeben… Tickets lösen, obwohl kein Mensch kontrolliert…"

"Beate denkt manchmal eher, man muss ja sehen, wo man bleibt und am Ende gleicht sich doch alles eh wieder aus, so lange es nicht Einzelpersonen betrifft. "

"Mein Partner wuchs im Bewusstsein auf, dass alles möglich ist, dass die Freiheit ein vollkommen selbstverständliches Gut ist. Er ist im Vergleich anspruchsvoller in allen Dingen, spontaner … er fordert seine Rechte lautstark ein und ist nicht besonders leidensfähig."

"Viele Begrifflichkeiten habe ich übernommen. Die Uhrzeitangabe und der andere Ausdruck für Pippi-Machen sind nur zwei kleine Beispiele, dass mich meine Verwandten im Westen nicht mehr verstehen. Und ganz klar ist, dass bei meiner Partnerin Gleichberechtigung eindeutig einen höheren Stellenwert hat, sie hat einen gewissen 'Stallgeruch', gepaart mit Sensibilität und Ehrlichkeit…"

"Im Blick auf Religiosität bin ich glaube ich eine typische Ostvertreterin meiner Generation. Ich glaube zwar an Gott, fühle mich aber keiner Kirche zugehörig. Meine Familie hat mich auch mit christlichen Werten aufwachsen lassen, doch nicht zur Konfirmation angemeldet, da ich studieren wollte."

Königskinder. Ost-west-deutsche Paare, die sich ohne den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren nicht kennengelernt hätten. Acht Paare, die bisher zwölf Kindern das Leben schenkten. Diese Kinder werden auf Formularen zur Staatsbürgerschaft einfach "deutsch" eintragen dürfen und nicht mehr mit "DDR" zeichnen müssen, wie ich das Jahrzehnte meines Lebens tun musste.

Das älteste dieser Kinder ist inzwischen konfirmiert worden. Das jüngste, mein erstes Enkelkind, ist wunderbare fünf Monate alt. Es wird wie selbstverständlich an der Hamburger Alster herumgetragen und wird es einmal unglaubhaft finden, dass seine Großmutter zu DDR Zeiten gefangengenommen worden wäre, wenn sie sich ohne gültigen Pass auf den Weg zu ihm gemacht hätte.

Auf meine Frage, was die Paare ihren Kindern denn einmal von der ehemaligen DDR und der ehemaligen BRD erzählen werden, gab es für mich besonders eindrückliche und lebendige Antworten.

"Spannender als die ehemalige BRD ist für unsere Kinder die Lebenswelt der DDR, obwohl diese für sie absolut unverständlich ist. Die Existenz der Mauer hört sich für sie wie ein Märchen an, in dem der König seine Landeskinder hinter Gitter bringt, und das bringt sie nur zum Kopfschütteln. Ich kann es den Kindern auch nicht erklären, dass hinter der Mauer Millionen Menschen diese einfach so hinnahmen.

Das verstehen sie nicht und auch für mich hört sich das heute wie ein schlechtes Märchen an. Es ist zwar rational erklärbar, aber emotional absurd. Daher erkläre ich den Kindern die Existenz der DDR … als Folge des Krieges.

Erst im letzten halben Jahr beginnen die beiden älteren Kinder, ausgehend von der Krise der Finanzmärkte die Gesellschaftsideen, die der Gründung der beiden deutschen Staaten mal vorausgingen, zu überlegen."

"Unsere Kinder wollen es genau wissen, wie es war. Doch wie kann man geschichtliche Absurditäten Kindern im Alter von 7 und 9 Jahren verständlich machen? Warum lässt ein Land seine Bürger hinter Mauer und Stacheldraht leben?"

"Hier im tiefsten Westen ist es natürlich schwer, den Kindern etwas von ostdeutschen Lebenswelten nahe zu bringen. Viele der alltäglichen DDR-Realitäten … erscheinen mir selbst inzwischen manchmal so unglaubwürdig, dass ich meinen Erinnerungen misstraue. Meine Kinder hören sich die Geschichten mehr oder weniger geduldig an. Aber sie haben mit ihrem Leben nicht wirklich etwas zu tun."

"Wenn wir einmal Kinder haben, dann werden wir ihnen aus den Kinderbüchern vorlesen, die wir einmal geliebt haben. Das wird dann noch mal spannend, welche Kinderbücher wir beide akzeptieren."

Seit dem 9. November 1989 müssen einander liebende Königskinder aus den östlichen und westlichen Teilen Deutschlands nicht mehr ertrinken, wenn sie über Meere und Flüsse hinweg zueinander kommen wollen. Auch dieses Verschwinden des geteilten Himmels über den Liebenden gibt es am morgigen 9. November kräftig zu feiern.

Den Paaren, mit denen ich über Monate hin im Gespräch war, ist dieses Geschenk von Freiheit für ihre Liebe sehr bewusst. Sie wären sich nicht begegnet, ohne die Demonstranten in Leipzig und Dresden, Magdeburg und Berlin und anderswo, die trotz Angst und Zittern 1989 für ein freies Land auf die Straßen gegangen sind und Menschenrechte einforderten, die sie zu lange nicht öffentlich eingefordert hatten.

Bei allen Problemen, die in Familien mit ost– und westdeutschem Hintergrund hin und wieder auftreten, weil privates wie gesellschaftliches Zusammenwachsen seine Zeit braucht , finden alle acht von mir befragten Paare Glücks-Sätze für den Mauerfall vor 20 Jahren.

"Für mich war die ehemalige DDR ein schwarzes Loch. Aber genau aus diesem tauchte meine große Liebe auf. Mit ihr habe ich auch die neuen Bundesländer und die Stadt Magdeburg lieben gelernt. "

"Ich bin so froh, dabei gewesen zu sein bei einer friedlichen und durch das Volk erreichten Abwahl eines Systems, das so nicht funktioniert hat. Das war eine Zeit vieler großer Momente."

"Ich hätte meine Liebste nicht gefunden. Und ich hätte niemals Soljanka, sondern immer nur Spätzle gegessen."

"Wir hätten nicht entdeckt, dass unser "gemeinsames Land" die Mecklenburger Ostseeküste ist. Ich hätte nie frei wählen können, wohin ich gehe und was ich beruflich machen möchte. Ich wäre immer nur über den kirchlichen Beruf meiner Eltern definiert worden."

"Ich führe wohl auch heute noch am liebsten in die Toskana, wenn nicht die schönste und klügste und warmherzigste Frau gerade in diesem Kaff Buckow in der Märkischen Schweiz auf mich gewartet hätte. Weil sie aus dem ehemaligen Osten stammt, ist der Osten für mich auch Heimat geworden."

"Dein Land und mein Land gibt es für uns inzwischen nicht mehr."

Johanna "Du bist min, ich bin din,
des solt du gewiss sin,
du bist beslossen in minem Herzen,
verloren ist das Schlüsselin,
du must immer drinnen sin."
(unbekannter Verfasser)



Hinweis:
Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrerin Petra Schulze, Senderbeauftragte für Deutschlandradio und Deutsche Welle für den Medienbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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