Sonntag, 2. August 2015MESZ22:25 Uhr

Interview

Vor 25 Jahren: Einmarsch in Kuwait"Man dachte, Kriege sind machbar"
Golfkrieg von 1991 - US-Streitkräfte: Ein amerikanischer Schützenpanzer vor brennenden Ölfeldern nahe der kuwaitisch-irakischen Grenze am 2.3.1991. Die Golfkrise hatte am 2.8.1990 mit dem Einmarsch irakischer Truppen nach Kuwait begonnen. Der UN-Sicherheitsrat forderte daraufhin am 29.11.1990 den Irak auf, seine Truppen bis zum 15.1.1991 aus Kuwait zurückzuziehen. Nach Ablauf des UN-Ultimatums begannen am 17.1.1991 alliierte Streitkräfte unter der Führung der USA mit der Bombardierung Bagdads. Der Golfkrieg endete nach dem Einlenken Iraks am 28.2. 1991 mit der Einstellung aller Kampfhandlungen. Am 20..3.2003 haben amerikanische und britische Truppen einen neuen Krieg gegen den Irak begonnen. (picture alliance / dpa / epa / afp)

Am 2. August 1990 startete der irakische Diktator Saddam Hussein den Einmarsch ins Nachbarland Kuwait. Die UN nahm den Bruch des Völkerrechts nicht hin. Der frühere Nahostkorrespondent Ulrich Tilgner hält den folgenden Irakkrieg 1991 für die Grundlage der fatalen Entwicklung in der Region.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 07.08.2012

"Das Verfahren ist intransparent"

Karl Lauterbach fordert parteienübergreifende Neuregelung der Organtransplantationsverfahren

Lauterbach: Die derzeitige Diskussion um die jüngst aufgedeckten Vorgänge ist für die Transplantationsmedizin ein "Supergau". (picture alliance / ZB)
Lauterbach: Die derzeitige Diskussion um die jüngst aufgedeckten Vorgänge ist für die Transplantationsmedizin ein "Supergau". (picture alliance / ZB)

Bei der Vergabe von Organtransplantationen müsse es ein stärkeres Zusammenwirken von Selbstverwaltung, Politik und Justiz geben, betont der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Karl Lauterbach. "Ein Schnellschuss" sei auf jeden Fall abzulehnen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Karl Lauterbach, hat eine parteienübergreifende Neuregelung der Organtransplantationsverfahren gefordert.

Nach Meldungen, wonach viele Spenderorgane an den offiziellen Wartelisten vorbei vergeben werden, sagte Lauterbach, es gebe offensichtlich eine Unabgestimmtheit der Zuständigkeiten und der Verantwortlichkeiten: "Das Verfahren ist intransparent. Die starke Zunahme des beschleunigten Verfahrens geht medizinisch nur schwer in Ordnung."

Es müsse ein stärkeres Zusammenwirken der Selbstverwaltung, der Politik und der Justiz geben, betonte Lauterbach: "Nur wenn wir diese drei Blöcke miteinander verzahnen, ohne dass es einen rechtsfreien, kontrollfreien Raum gibt, mit klar definierten Verantwortlichkeiten, kann es wieder funktionieren. Ein Schnellschuss ist auf jeden Fall abzulehnen."

Die derzeitige Diskussion um die jüngst aufgedeckten Vorgänge sei für die Transplantationsmedizin ein "Supergau", äußerte Lauterbach. Doch Deutschland sei ein Land, in dem erkannte Probleme auch sehr sauber gelöst werden würden: "Und wir brauchen hier schlicht eine klar definierte Lösung, ein transparentes Verfahren ohne Parteipolitik ( ... ). Wir sind dazu in der Lage. Und dann gewinnen wir auch die Spendebereitschaft der Bevölkerung und auch das Vertrauen der Patienten zurück. Deutschland ist kein korruptes Land."


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