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Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 19.10.2011

Das überschätzte Projekt

Wie der Neoliberalismus sich und die Welt veränderte

Von Klaus Peter Weinert

Demonstranten sitzen während einer Kundgebung vor der EZB in Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Demonstranten sitzen während einer Kundgebung vor der EZB in Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Die Freiheit des Einzelnen und die Ablehnung jeder Form des geistigen, politischen und staatlichen Zwangs - dafür steht der Liberalismus. Auch die ökonomische Theorie des Neoliberalismus geht von einer Unabhängigkeit der Märkte aus, in denen der staatliche Einfluss auf ein Minimum reduziert ist.

Rund zwanzig Jahre lang hat diese Theorie die Finanzpolitik vieler Staaten geprägt. Die heutige soziale Marktwirtschaft in Deutschland basiert zu großen Teilen auf den Ideen des Neoliberalismus.

Aber der hat derzeit keinen guten Stand: "Wir sind nicht das System! Das System ist gegen uns!" prangt auf einem Transparent, hochgehalten von Anhängern der "Occupy Wall Street"-Bewegung letzte Woche in Frankfurt am Main. Die Proteste gehören zu einer sich neu formierenden politischen Gegenbewegung. Der Staat, den die Neoliberalen zuvor so erfolgreich zurückgedrängt hatten, ist unter Handlungsdruck.

Zwar verliert der Neoliberalismus als Theorie massiv an Bedeutung - das Finanzsystem aber ist noch immer so von ihm durchdrungen, dass eine angemessene Regulierung schwierig wird.

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