Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.08.2010

"Das schaffen wir jetzt einfach nicht mehr"

Mitbegründer Klaus Farin über die drohende Schließung des "Archivs der Jugendkulturen" wegen Geldmangel

Jugendkultur - eine eigene Sprache gehört auch dazu. (AP)
Jugendkultur - eine eigene Sprache gehört auch dazu. (AP)

Dem "Archiv der Jugendkulturen" in Berlin droht das Aus. "Wir haben bis heute keinen Cent Strukturförderung bekommen, das heißt wir müssen unsere Miete selber erwirtschaften und das schaffen wir jetzt einfach nicht mehr", sagt Mitbegründer Klaus Farin.

Die Sammlung werde immer größer. Man habe vor mit 185 Quadratmetern begonnen. Inzwischen umfasse das Archiv 700 Quadratmeter.

Bisher habe man sich durch Projektmittel, die nun auslaufen, Förderstellen sowie den Verkauf verlagseigener Bücher finanziert. Dadurch könne man aber nur Zweidrittel der Miete erwirtschaften. Derzeit brauche man 88.000 Euro.

Zum "Archiv für Jugendkulturen" gehört die größte Fanzine-Sammlung Europas. Zehntausende Zeitschriften, Tausende Zeitungsausschnitte und Bücher, Hunderte wissenschaftliche Arbeiten umfasst es - gegründet vor 12 Jahren, um der Welt erklären zu können, was Grufties, Rapper und Raver sind, was Jugendliche für Musik hören, wohin es Migrantenkinder zieht, aber auch in welchen Comics der Rechtsextremismus lauert.

Sie können das vollständige Gespräch mit Klaus Farin mindestens bis zum 9.1.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Externe Links:


Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsErdogan bestrafen, Demokraten schützen
Drei Frauen halten Porträts von Staatsgründer Atatürk in die Luft. (picture-alliance / dpa / Sedat Suna)

Sollte die Europäische Union die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stoppen, sei das eine Strafe für die demokratischen Kräfte im Land, meint der Chefredakteur der kritischen türkischen Zeitung "Cum Huriyet" in der "taz". Dennoch sollte die EU gegen Erdogans "Säuberungen" angehen. Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Fiston Mwanza Mujila: "Tram 83"Schreiend zum Erfolg
(Deutschlandradio - Matthias Dreier)

Der Schriftsteller und Literaturdozent Fiston Mwanza Mujila will so schreiben, wie ein Jazz-Saxophonist musiziert. Tatsächlich ist sein Debütroman äußerst rhythmisch. "Tram 83" klingt so gut, dass er sogar für den Booker International Prize nominiert wurde.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur