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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.08.2010

"Das schaffen wir jetzt einfach nicht mehr"

Mitbegründer Klaus Farin über die drohende Schließung des "Archivs der Jugendkulturen" wegen Geldmangel

Jugendkultur - eine eigene Sprache gehört auch dazu. (AP)
Jugendkultur - eine eigene Sprache gehört auch dazu. (AP)

Dem "Archiv der Jugendkulturen" in Berlin droht das Aus. "Wir haben bis heute keinen Cent Strukturförderung bekommen, das heißt wir müssen unsere Miete selber erwirtschaften und das schaffen wir jetzt einfach nicht mehr", sagt Mitbegründer Klaus Farin.

Die Sammlung werde immer größer. Man habe vor mit 185 Quadratmetern begonnen. Inzwischen umfasse das Archiv 700 Quadratmeter.

Bisher habe man sich durch Projektmittel, die nun auslaufen, Förderstellen sowie den Verkauf verlagseigener Bücher finanziert. Dadurch könne man aber nur Zweidrittel der Miete erwirtschaften. Derzeit brauche man 88.000 Euro.

Zum "Archiv für Jugendkulturen" gehört die größte Fanzine-Sammlung Europas. Zehntausende Zeitschriften, Tausende Zeitungsausschnitte und Bücher, Hunderte wissenschaftliche Arbeiten umfasst es - gegründet vor 12 Jahren, um der Welt erklären zu können, was Grufties, Rapper und Raver sind, was Jugendliche für Musik hören, wohin es Migrantenkinder zieht, aber auch in welchen Comics der Rechtsextremismus lauert.

Sie können das vollständige Gespräch mit Klaus Farin mindestens bis zum 9.1.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

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