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Fazit / Archiv | Beitrag vom 24.01.2012

Das Oscar-Rennen ist eröffnet

Auch die beiden deutschen Regisseure Wim Wenders und Max Zähle sind nominiert

Szene aus "The Artist" mit Jean Dujardin als George Valentin und Berenice Bejo als Peppy Miller (picture alliance / dpa / Delphi Filmverleih)
Szene aus "The Artist" mit Jean Dujardin als George Valentin und Berenice Bejo als Peppy Miller (picture alliance / dpa / Delphi Filmverleih)

Ende Februar findet in Los Angeles die 84. Oscar-Verleihung statt. Mit elf bzw. zehn Nominierungen können sich Scorseses Kinderbuch-Verfilmung "Hugo Cabret" und die Stummfilm-Hommage "The Artist" des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius die größten Chancen ausrechnen.

"Hugo", der aufwändige 3D-Film von Regisseur Martin Scorsese wurde am Dienstag in Los Angeles in elf Kategorien für die begehrten Filmpreise nominiert, die Stummfilm-Hommage des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius geht in zehn Kategorien ins Oscar-Rennen. Auch Deutschland kann mit Wim Wenders Dokumentarfilm "Pina" und dem Kurzfilm "Raju" von Max Zähle auf Oscar-Ruhm hoffen.

Wie Deutschlandradio-Korrespondentin Nicole Markwald aus Los Angeles berichtet, ist "Hugo Cabret" neben der Kategorie "Bester Film" noch in zehn weiteren Kategorien nominiert, darunter zum Beispiel Schnitt, Ton oder Tonbearbeitung. Scorsese erzählt in seinem Film die Geschichte eines uhrenbesessenen Waisenjungen im Paris der 30er-Jahre und hatte bereits bei den Golden Globes den Preis für die beste Regie bekommen.

Neben "Hugo" wurden acht weitere Filme in der Königsklasse "Bester Film" nominiert, darunter "The Artist", der die Geschichte eines Stummfilmstars erzählt und bei den Golden Globes gleich dreimal ausgezeichnet worden war. Nun könnte "The Artist" auch in L.A. abräumen, obwohl es sich nahezu um einen Stummfilm handelt, der nicht nur in Schwarz-Weiß gedreht ist, sondern zudem aus Frankreich stammt, was seine Chancen in Beverly Hills nicht gerade erhöht.

Dreharbeiten zum Film "Pina": Hélène Louvart und Wim Wenders mit Tänzern des Ensembles von "Sacre du Printemps" (NEUE ROAD MOVIES GmbH/Donata Wenders)Dreharbeiten zum Film "Pina" von Wim Wenders mit Tänzern des Ensembles von "Sacre du Printemps" (NEUE ROAD MOVIES GmbH/Donata Wenders)

Auch zwei deutsche Produktionen im Rennen

Nach seiner Nominierung für "Buena Vista Social Club" macht sich Wim Wenders zum zweiten Mal große Hoffnungen auf einen Oscar. Für "Pina", seine in 3D gedrehte Tanzfilm-Dokumentation über die Choreografin Pina Bausch, erhielten Wenders und sein Team eine Nominierung in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm". Wenders zeigte sich überglücklich und sagte:

"Wir wollten mit unserer Reise in das wunderbare Reich der großen deutschen Choreografin Pina Bausch dieser einmaligen Frau und Pionierin des zeitgenössischen Tanzes ein Denkmal setzen."

Der weltweite Erfolg beim Publikum und nun die Oscar-Nominierung seien eine fantastische Belohnung und Anerkennung dieser gemeinsamen Arbeit, sagte Wenders. Überraschend wurde auch der Hamburger Nachwuchsfilmer Max Zähle nominiert. Der Absolvent der Hamburg Media School kann sich mit seinem Film "Raju" Hoffnungen in der Kategorie "Bester Kurzfilm" machen.

Als bester ausländischer Film wurde unter anderem der Kriegsfilm "In Darkness" von der polnischen Regisseurin Agnieszka Holland nominiert. Dieser wurde unter Beteiligung deutscher Produzenten und Schauspieler gedreht, darunter Benno Fürmann, Herbert Knaup und Maria Schrader.

Der US-Schauspieler Brad Pitt bei der Premiere von "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" (AP)Der US-Schauspieler Brad Pitt ist in der Kategorie "Bester männlicher Schauspieler" nominiert. (AP)

Meryl Streep und Brad Pitt als beste Schauspieler nominiert

Als beste weibliche Hauptdarstellerin hofft Meryl Streep auf einen Oscar. Sie ist für ihre Rolle der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher nominiert. Ebenso rechnen sich Viola Davis ("The Help"), Michelle Williams ("My Week with Marilyn") und Glenn Close ("Albert Nobbs") Chancen auf einen Oscar aus. Bei den besten männlichen Hauptdarstellern sind Brad Pitt, George Clooney und auch Jean Dujardin im Rennen, der in "The Artist" den Stummfilmstar George Valentin spielt.

Nun müssen die 5783 Stimmberechtigten der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ihre Entscheidung treffen. Die Oscars werden dann am 26. Februar im Kodak Theatre in Hollywood verliehen. Moderiert wird die Preisverleihung - mittlerweile zum neunten Mal - von US-Schauspieler Billy Crystal.


Website zur Oscar-Verleihung

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Externe Links:

The Academy of Motion Picture Art and Sciences (AMPAS)

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