Freitag, 1. August 2014MESZ07:46 Uhr

Feature

Die Todesstrafe ist angemessen
Berliner bewerfen einen sowjetischen Panzer in der Leipziger Straße nahes des Potsdamer Platzes in Berlin mit Steinen. Nach Streiks in Ost-Berlin kam es am 17.06.1953 zum Volksaufstand, der von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurde.

Als am 17. Juni 1953 die Arbeiter in der DDR demonstrierten, war auch der Gärtner Ernst Jennrich aus Magdeburg dabei. Kurz darauf wurde er verhaftet. In einem Schauprozess sollte er zum Tode verurteilt werden, der Rundfunk zeichnete die Verhandlung auf. Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel

weitere Beiträge

Feature / Archiv | Beitrag vom 21.07.2012

Das Letzte soll etwas Gutes sein

Aus dem Leben des Eginald Schlattner, Pfarrer in Siebenbürgen

Von Beate Ziegs

Der evangelische Pfarrer Eginald Schlattner
Der evangelische Pfarrer Eginald Schlattner (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

"Die große Geschichte trennt, die kleinen Geschichten verbinden", sagt der 78-jährige Pfarrer Eginald Schlattner. Sein Roman "Rote Handschuhe" erzählt die Geschichte eines psychisch labilen Studenten, der von der Securitate verhaftet und misshandelt wird, bis er Namen nennt.

Auch den des eigenen Bruders. Es ist Schlattners eigene Geschichte, der er sich stellt und die ihm bis heute zu schaffen macht. Als nach dem Sturz des Ceauºescu-Regimes die Siebenbürger Sachsen das Land verließen und Schlattner seine Predigten vor "leergebeteten Bänken" halten musste, schrieb er nieder, was durch die Schrecken der rumänischen Diktatur verloren ging - und wurde berühmt.


Regie: die Autorin
Mit: Barbara Schnitzler, Markus Hoffmann, Marian Funk, Felix von Manteuffel
Ton: Peter Kainz
Produktion: WDR 2011
Länge: 54‘00


Beate Ziegs, geboren 1952 in Iserlohn, lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin. Zuletzt: "Dasein als Staffage. Zur literarischen Inszenierung der Zigeuner" (DKultur 2011).