Montag, 2. März 2015MEZ06:06 Uhr

Literatur

Französische RevolutionTugend, Terror, Traumfabriken
Johannes Willms , aufgenommen am 09.10.2014 auf der 66. Frankfurter Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen). (picture alliance / dpa-Zentralbild)

Ein deutsch-französisches Gespräch über Freiheit und Blut, über Tragödie und Farce, über Politik und Gedächtnisräume. Gäste sind der Historiker Johannes Willms, Autor des Buchs "Tugend und Terror", sowie die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.Mehr

Abgründe der LiteraturLob der Angst
Stephen King zeigt bei einer Lesung in Hamburg sein Buch "Doctor Sleep"  (picture alliance / dpa / Maja Hitij)

Der moderne Horror hockt in den Rissen des Lebens. Er spielt sich nicht mehr − wie noch bei "Dracula" − in beruhigender Ferne ab, sondern im Alltag. Wir machen Ausflüge zu den Nachtseiten der Literatur mit Elfriede Jelinek, Georg Klein, Stephen King, Paul Auster und Doris Lessing.Mehr

weitere Beiträge

Literatur / Archiv | Beitrag vom 12.08.2012

Das bittere Leben

Zum hundertsten Geburtstag der italienischen Schriftstellerin Elsa Morante

Von Maike Albath

Elsa Morante wurde am 18. August 1912 in Rom geboren und starb ebenda am 25. November 1985. (picture alliance / dpa / UPI)
Elsa Morante wurde am 18. August 1912 in Rom geboren und starb ebenda am 25. November 1985. (picture alliance / dpa / UPI)

Elsa Morante war eine der außergewöhnlichsten Erscheinungen der italienischen Nachkriegszeit und die berühmteste Schriftstellerin ihrer Generation. Die gebürtige Römerin schrieb geheimnisvolle Geschichten voller Arabesken und fantastischer Verwicklungen, als alle anderen auf politisches Engagement und eine nüchterne Sprache setzten.

Der traumverlorene Roman "Arturos Insel" (1957) war ein bahnbrechender Erfolg. Und mitten in der Krise des Erzählens legte sie 1974 ihr monumentales Kriegsepos "La Storia" vor - ein Buch, das für Italien identitätsbildend wurde und mit Claudia Cardinale ins Fernsehen kam. Dass es in ihren vier Hauptwerken immer wieder um archaische Familienbande ging, hing mit ihrer Herkunft zusammen.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Alberto Moravia, führte sie in den fünfziger Jahren eine glamouröse Existenz. Luchino Visconti, Curzio Malaparte und Pier Paolo Pasolini gehörten zu ihren Freunden. Später wurde es still um Elsa Morante. Nach einem Selbstmordversuch gesundheitlich schwer angeschlagen, starb sie im November 1985.


Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat