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Feature / Archiv | Beitrag vom 27.12.2014

Das Auge liest mit

Über Schrift und Schriften

Von Jochen Meißner

Luther-Bibel "Biblia Teutsch" von 1545 im Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock (picture alliance / dpa  / Bernd Wüstneck)
Luther-Bibel "Biblia Teutsch" von 1545 im Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock (picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck)

Nur wenige Literaten nutzen die Oberfläche ihrer Texte als eigenständige Ausdrucksform oder machen sich die Mühe, die materielle Grundlage ihrer Texte - die Schrift – zu reflektieren.

Der Schriftgestalter Erik Spiekermann, der Typograph Friedrich Forssman sowie die Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky betonen, dass es keinen Inhalt ohne Form gibt. Im digitalen Zeitalter hat die Schrift selbst das Lesen gelernt. Am Ende von Internetformularen stehen häufig Buchstabenrätsel, sogenannte Captchas. Je schwerer sie zu entziffern sind, desto genauer kann der Computer unterscheiden, ob die Buchstaben von einem Menschen oder einer Maschine erkannt worden sind. Das Auge liest mit und Schriften sehen dich an.

Regie: der Autor
Mit:Britta Steffenhagen, Wolfgang Condrus
Ton: Lutz Pahl
Produktion:  SWR 2014

Länge: 54'30

Jochen Meißner, geboren 1966, Hörspielkritiker und Feature-Autor. Zuletzt: ›Man hört nur was man weiß – Über Ferdinand Kriwets Radiorevue‹ (Deutschlandradio Kultur 2014).

 

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