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In Concert / Archiv | Beitrag vom 21.03.2016

Contrast Trio & 1 / Mark Turner Quartet Zwei Höhepunkte vom 46. Jazzfestival Frankfurt am Main

Moderation: Matthias Wegner

Mark Turner Quartet. (John Rogers)
Mark Turner Quartet. (John Rogers)

Das Jazzfestival in Frankfurt am Main gibt es seit 1953. Es ist das älteste kontinuierlich stattfindende Jazzfestival in Deutschland und bis heute ein innovatives und neugieriges Festival mit allem, was dazu gehört: Mit eigenen Produktionen, neuen Konstellationen und neben ausgewählten Jazzlegenden werden auch immer wieder Neuentdeckungen präsentiert.

Das Contrast Trio hat sich 2006 gegründet und gehört zu den aufregendsten Bands, die die Stadt Frankfurt zu bieten hat. Ganz im Sinne aktueller Piano-Trios bekommt auch hier der Gesamtsound der Band eine stärkere Bedeutung, als die Virtuosität der einzelnen Musiker. 

Zusätzlich zu ihren Instrumenten verwendet die Band um den Pianisten Yurij Sych elektronische Effekte, setzt diese aber ganz zart, subtil und unaufdringlich ein. Für das Festival-Konzert hat sich das Trio noch einen zusätzlichen Gast eingeladen: den Perkussionisten Floran Drechsler. Dieser versteht es sehr gut, die Freiräume, die in dieser Musik stecken, nicht unnötig zuzukleistern, dafür vorhandene Strukturen auf sehr sensible Art und Weise noch ein wenig auszuformulieren.  

Mark Turner – Jahrgang 1965 - hat sich seit den frühen 90er Jahren als ein sehr lyrischer Spieler in der internationalen Jazzszene durchsetzen können. Er ist sowohl ein gefragter Sidemen, tritt aber seit ein paar Jahren auch wieder verstärkt als Bandleader in Erscheinung und konzentriert sich dabei aktuell vor allem auf sein Quartett, mit dem er auch das hervorragende Album "Lathe of Heaven" (ECM) eingespielt hat.

Das Quartett verzichtet auf ein Harmonieinstrument, was jedem Musiker in der Band mehr Freiheit gibt, aber auch mehr Verantwortung von jedem Einzelnen einfordert. Besonders hervorzuheben ist, neben dem Bandleader, der Trompeter Avishai Cohen.

Turner und Cohen spielen sich wunderbar die Bälle zu und ihr Sound passt wunderbar zusammen. "Wir sind beide sehr detailversessen, wenn es um Intonation, melodisches Spiel und um die Wahl der richtigen Noten geht", charakterisiert Mark Turner die Zusammenarbeit. Mit Joe Martin am Bass und Obed Calvaire ist auch die Rhythmusgruppe erstklassig besetzt.

46. Deutsches Jazzfestival Frankfurt am Main
Aufzeichnungen vom 29. und 31.10.2015

Contrast Trio + 1:

Yuriy Sych, Piano und Synthesizer
Tim Roth, Bass und Soundeffekte
Martin Standke, Schlagzeug und Samples
Florian Dressler, Percussion und Electronics

Mark Turner Quartet:

Mark Turner, Saxofon 
Avishai Cohen, Trompete 
Joe Martin, Bass
Obed Calvaire, Schlagzeug 

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