• facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
 
 

Thema / Archiv | Beitrag vom 04.02.2009

Christoph Schlingensief: Festspielhaus-Projekt in Afrika ist realistisch

Regisseur sieht das Vorhaben als eine Hinterlassenschaft

Regisseur Christoph Schlingensief bei einer Pressekonferenz im Burgtheater in Wien. (AP)
Regisseur Christoph Schlingensief bei einer Pressekonferenz im Burgtheater in Wien. (AP)

Der Regisseur Christoph Schlingensief hat sich zuversichtlich gezeigt, dass er sein Projekt eines Festspielhauses in Afrika verwirklichen kann.

Die Umsetzung sei "mehr als realistisch", sagte Schlingensief. Einige Tage zuvor war er von einer Reise nach Kamerun zurückgekehrt, wo er nach einem geeigneten Ort für das Projekt gesucht hat. Der Regisseur verwies darauf, dass das Goethe-Institut das Vorhaben unterstütze. Außerdem gebe es private Sponsoren und "immer mehr Leute, die das auch interessant finden und die Idee fördern".

Schlingensief betonte, es gehe ihm in erster Linie "um den Gedanken der Oper, der eben ja hier, in unseren Gefilden, so sehr betoniert ist: Da stehen alle nur noch rum, es ist kein Leben mehr in der Bude, und auch Revolutionen werden da garantiert nicht mehr ausgelöst. Aber in Afrika wäre das sicher noch denkbar."

Schlingensief sieht das Festspielhaus-Projekt auch als eine Hinterlassenschaft, die im Zusammenhang mit seiner Krebserkrankung stehe. Ein Grundgedanke seiner Arbeit sei immer gewesen, so etwas wie den von Joseph Beuys formulierten erweiterten Kunstbegriff in die Tat umzusetzen. Dazu gehöre, alle Menschen einzubeziehen und etwas zu formen.

"Wenn ich nicht mehr mit formen kann, dann mache ich aber die Augen gerne zu mit dem Wissen, dass andere weiter formen. Und dann muss da auch noch nicht einmal 'Schlingensief' drüberstehen."

Sie können das vollständige Gespräch mit Christoph Schlingensief mindestens bis zum 04.07.2009 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

Thema

Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

DDR-GeschichteSieg über den Ort des Grauens
Der ehemalige politische Gefangene Gilbert Furian in einer Gefängniszelle der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vom Verein Menschenrechtszentrum in Cottbus (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr

Agenturfotos"Das ist sicher ein Aufbruch"
Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin des US-amerikanischen Internetkonzerns Facebook  (picture alliance / dpa / Foto: Jean-Christophe Bott)

Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur