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Interview / Archiv | Beitrag vom 02.06.2008

Chaos Computer Club fordert Stopp der Vorratsdatenspeicherung

Sprecherin Kurz: Staat muss sich als Datenschützer etablieren

Der Chaos Computer Club fordert vom Staat größere Anstrengungen beim Datenschutz. (Stock.XCHNG / Brad Martyna)
Der Chaos Computer Club fordert vom Staat größere Anstrengungen beim Datenschutz. (Stock.XCHNG / Brad Martyna)

Die Sprecherin des Chaos Computer Clubs, Constanze Kurz, ist von der Bespitzelungsaffäre bei der Telekom nicht überrascht.

"Natürlich hat sich über viele Jahre ja gezeigt, dass die Telekom mit einigen hausgemachten Skandalen aufgefallen ist. Und dass ein Unternehmen, was diese Daten nun mal hat von seinen Kunden, diese missbraucht, ist nicht eben verwunderlich", sagte Kurz am Montag im Deutschlandradio Kultur.

Die Diplominformatikerin sprach sich für einen Stopp der Vorratsdatenspeicherung aus. Seit Anfang des Jahres sei die Menge und Qualität der gespeicherten Daten wesentlich größer als für Abrechnungszwecke notwendig wäre. "Die Datenspur, die wir hinterlassen, wird nicht schmaler, sondern breiter. Entsprechend ist der Gesetzgeber gefordert, sich hier nicht als Datensammler, sondern als Datenschützer zu etablieren", kritisierte Kurz.

Der gesetzliche Rahmen müsse zugunsten der Bürger verbessert werden. Eine technische Aufrüstung der Bürger zum Schutz der eigenen Daten könne nicht das Ziel sein.

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Schäuble: Keine Gesetzesänderungen wegen Telekom-Affäre

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