Donnerstag, 24. Juli 2014MESZ02:29 Uhr

Interview

NiederlandeDas trifft alle Holländer im Herzen
Die niederländische Flagge weht auf Halbmast vor dem Tower des Flughafens Schiphol bei Amsterdam am 23.07.2014.

Bei dem Absturz der malaysischen Maschine MH17 kamen auch 193 Niederländer ums Leben. Es sei das Thema Nummer Eins in den Niederlanden, sagt der Journalist Martijn de Rijk, weil das Land so klein ist, seien viele betroffen.Mehr

Nahost"Mit Terroristen kann man keinen Dialog führen"
Panorama-Ansicht von Al Shejaeiya: Ein Haus auf einem Hügel brennt, von dort aus steigt eine dichte Wolke mit schwarzem Rauch über die Stadt auf.

Israels Armee verteidigt die Bodenoffensive in Gaza. Ihr Sprecher Arye Sharuz Shalicar erklärte im Deutschlandradio Kultur, die Armee habe mehrmals die Gegenseite um Deeskalation gebeten, doch: "Jedes Mal sind mehr Raketen geschmissen worden".Mehr

InternetNetflix startet in Deutschland
Hauptsitz vom Online-Videothek-Anbieter Netflix im Silicon Valley (01.04.2008)

Der Streaming-Dienst Netflix ist ab September auch in Deutschland verfügbar. Gegen eine Gebühr können Kunden Filme und TV-Serien aus dem Internet streamen. Die Medienjournalistin Brigitte Baetz geht davon aus, dass der Markt weiter wachsen wird.Mehr

weitere Beiträge

Interview / Archiv | Beitrag vom 28.02.2009

CDU-Wirtschaftsrat plädiert für Hilfen für Europas Autobauer

Vorsitzender Lauk: Bei den osteuropäischen Volkswirtschaften ist Gefahr im Verzug

Kurt Lauk im Gespräch mit Hanns Ostermann

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU)
Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU) (Wirtschaftsrat der CDU)

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments und Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates, hat sich zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise für eine Koordination unter Europas Volkswirtschaften ausgesprochen. Um ihre volle Wirkung zu in einem gemeinsamen Binnenmarkt zu entfalten, müssten die nationalen Konjunkturprogramme miteinander koordiniert werden, sagte Lauk.

Protektionistische Maßnahmen seien in dieser schweren Krise kontraproduktiv. Dies gelte gerade auch für die Automobilindustrie. Diese sei wegen der vielen Beschäftigten eine Schlüsselindustrie für den kommenden Aufschwung, der Ende des Jahres oder Anfang 2010 kommen werde. "Wir müssen die Zeit überbrücken bis dahin, dass die Beschäftigung nicht total einbricht, das ist die wichtigste Aufgabe."

Mit Blick auf den Finanzgipfel in Brüssel am Wochenende fuhr Lauk fort, dieser werde eine schwierige Veranstaltung. Insbesondere sei das Konfliktpotential wegen der Verschuldung einiger osteuropäischer Staaten sehr hoch, beispielsweise bei österreichischen Banken. "Das heißt, ein Euro-Land, nämlich Österreich, ist in Gefahr, mehr Schulden zu haben, als das Bruttosozialprodukt von Österreich insgesamt. Hier ist Gefahr in Verzug."

Zunächst habe jedes Land außerhalb des Euroraums seine eigenen Banken-Rettungsmaßnahmen zu treffen, so der CDU-Politiker weiter. Zusätzlich aber sei es wohl nötig, dass sich die Euro-Staaten solidarisch zeigten. "Das muss aber mit Vorsicht gemacht werden, denn wir können den Euro nicht endlos belasten. Wir sind selbst in einer Krise und sind selbst bis zum Anschlag angestrengt, was die Verschuldung angeht", sagte Lauk.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Opel-Krise: Bund und Länder wollen Unternehmenskonzept genau prüfen