Sonntag, 2. August 2015MESZ20:26 Uhr

Interview

Vor 25 Jahren: Einmarsch in Kuwait"Man dachte, Kriege sind machbar"
Golfkrieg von 1991 - US-Streitkräfte: Ein amerikanischer Schützenpanzer vor brennenden Ölfeldern nahe der kuwaitisch-irakischen Grenze am 2.3.1991. Die Golfkrise hatte am 2.8.1990 mit dem Einmarsch irakischer Truppen nach Kuwait begonnen. Der UN-Sicherheitsrat forderte daraufhin am 29.11.1990 den Irak auf, seine Truppen bis zum 15.1.1991 aus Kuwait zurückzuziehen. Nach Ablauf des UN-Ultimatums begannen am 17.1.1991 alliierte Streitkräfte unter der Führung der USA mit der Bombardierung Bagdads. Der Golfkrieg endete nach dem Einlenken Iraks am 28.2. 1991 mit der Einstellung aller Kampfhandlungen. Am 20..3.2003 haben amerikanische und britische Truppen einen neuen Krieg gegen den Irak begonnen. (picture alliance / dpa / epa / afp)

Am 2. August 1990 startete der irakische Diktator Saddam Hussein den Einmarsch ins Nachbarland Kuwait. Die UN nahm den Bruch des Völkerrechts nicht hin. Der frühere Nahostkorrespondent Ulrich Tilgner hält den folgenden Irakkrieg 1991 für die Grundlage der fatalen Entwicklung in der Region.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 28.02.2009

CDU-Wirtschaftsrat plädiert für Hilfen für Europas Autobauer

Vorsitzender Lauk: Bei den osteuropäischen Volkswirtschaften ist Gefahr im Verzug

Kurt Lauk im Gespräch mit Hanns Ostermann

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU) (Wirtschaftsrat der CDU)
Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU) (Wirtschaftsrat der CDU)

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments und Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates, hat sich zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise für eine Koordination unter Europas Volkswirtschaften ausgesprochen. Um ihre volle Wirkung zu in einem gemeinsamen Binnenmarkt zu entfalten, müssten die nationalen Konjunkturprogramme miteinander koordiniert werden, sagte Lauk.

Protektionistische Maßnahmen seien in dieser schweren Krise kontraproduktiv. Dies gelte gerade auch für die Automobilindustrie. Diese sei wegen der vielen Beschäftigten eine Schlüsselindustrie für den kommenden Aufschwung, der Ende des Jahres oder Anfang 2010 kommen werde. "Wir müssen die Zeit überbrücken bis dahin, dass die Beschäftigung nicht total einbricht, das ist die wichtigste Aufgabe."

Mit Blick auf den Finanzgipfel in Brüssel am Wochenende fuhr Lauk fort, dieser werde eine schwierige Veranstaltung. Insbesondere sei das Konfliktpotential wegen der Verschuldung einiger osteuropäischer Staaten sehr hoch, beispielsweise bei österreichischen Banken. "Das heißt, ein Euro-Land, nämlich Österreich, ist in Gefahr, mehr Schulden zu haben, als das Bruttosozialprodukt von Österreich insgesamt. Hier ist Gefahr in Verzug."

Zunächst habe jedes Land außerhalb des Euroraums seine eigenen Banken-Rettungsmaßnahmen zu treffen, so der CDU-Politiker weiter. Zusätzlich aber sei es wohl nötig, dass sich die Euro-Staaten solidarisch zeigten. "Das muss aber mit Vorsicht gemacht werden, denn wir können den Euro nicht endlos belasten. Wir sind selbst in einer Krise und sind selbst bis zum Anschlag angestrengt, was die Verschuldung angeht", sagte Lauk.

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