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Interview

SchmerztherapieFakirtechnik statt Tablette
Eine Frau hält den Kopf in den Händen. (imago / Science Photo Library)

153 Millionen Packungen Schmerzmittel wurden 2013 in Deutschland verkauft. Dabei helfen Tabletten vielen Patienten nicht mehr. Der Schmerztherapeut Gerhard Müller-Schwefe verrät, wie man mit Geisteskraft den Schmerz in den Griff bekommen kann.Mehr

ReisenMassentourismus oder Mongolei
(picture alliance / Klaus Rose)

Pauschal Sonne satt oder exklusiver Bildungsurlaub: Mehr als 180 Länder werben für sich auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Die Deutschen werden auch künftig bei ihren Vorlieben bleiben, sagt Tourismusforscher Martin Lohmann. Mehr

VoluntourismusVon Kinderschutz keine Spur
Mädchen in Mama Fatuma's Childrens Home im Stadtteil Eastleigh in Nairobi (Kenia), aufgenommen am 30.11.2007. (picture-alliance / dpa / Sandra Gätke)

Eine schöne Rundreise machen - und eben mal ein paar Tage im Waisenhaus helfen: "Voluntourismus" liegt im Trend. Ecpat-Sprecherin Dorothea Czarnecki warnt: Es geht dabei um die Interessen der Reisenden, nicht um die Kinder.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 28.02.2009

CDU-Wirtschaftsrat plädiert für Hilfen für Europas Autobauer

Vorsitzender Lauk: Bei den osteuropäischen Volkswirtschaften ist Gefahr im Verzug

Kurt Lauk im Gespräch mit Hanns Ostermann

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU) (Wirtschaftsrat der CDU)
Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments (CDU) (Wirtschaftsrat der CDU)

Kurt Lauk, Mitglied des Europaparlaments und Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates, hat sich zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise für eine Koordination unter Europas Volkswirtschaften ausgesprochen. Um ihre volle Wirkung zu in einem gemeinsamen Binnenmarkt zu entfalten, müssten die nationalen Konjunkturprogramme miteinander koordiniert werden, sagte Lauk.

Protektionistische Maßnahmen seien in dieser schweren Krise kontraproduktiv. Dies gelte gerade auch für die Automobilindustrie. Diese sei wegen der vielen Beschäftigten eine Schlüsselindustrie für den kommenden Aufschwung, der Ende des Jahres oder Anfang 2010 kommen werde. "Wir müssen die Zeit überbrücken bis dahin, dass die Beschäftigung nicht total einbricht, das ist die wichtigste Aufgabe."

Mit Blick auf den Finanzgipfel in Brüssel am Wochenende fuhr Lauk fort, dieser werde eine schwierige Veranstaltung. Insbesondere sei das Konfliktpotential wegen der Verschuldung einiger osteuropäischer Staaten sehr hoch, beispielsweise bei österreichischen Banken. "Das heißt, ein Euro-Land, nämlich Österreich, ist in Gefahr, mehr Schulden zu haben, als das Bruttosozialprodukt von Österreich insgesamt. Hier ist Gefahr in Verzug."

Zunächst habe jedes Land außerhalb des Euroraums seine eigenen Banken-Rettungsmaßnahmen zu treffen, so der CDU-Politiker weiter. Zusätzlich aber sei es wohl nötig, dass sich die Euro-Staaten solidarisch zeigten. "Das muss aber mit Vorsicht gemacht werden, denn wir können den Euro nicht endlos belasten. Wir sind selbst in einer Krise und sind selbst bis zum Anschlag angestrengt, was die Verschuldung angeht", sagte Lauk.

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