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Interview | Beitrag vom 22.02.2016

CDU-Politiker über rassistische Vorfälle"Das ist nicht Sachsen"

Michael Kretschmer im Gespräch mit Nicole Dittmer und Julius Stucke

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Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer (dpa / picture-alliance / Arno Burgi)
Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer (dpa / picture-alliance / Arno Burgi)

Nach den fremdenfeindlichen Vorfällen in Sachsen stehen die Behörden in der Kritik. CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer sieht auch die Zivilgesellschaft in der Pflicht, für Solidarität einzustehen. Die Reaktionen der Bürger in Clausnitz bezeichnet er als "Entartung".

Michael Kretschmer, CDU-Generalsekretär Sachsen, zeigte sich im Deutschlandradio Kultur betroffen von den fremdenfeindlichen Vorfällen in Clausnitz und Bautzen.

"Das betrübt mich, vor allem die Bilder, 'Wir sind das Volk'. Nein, das ist nicht 'das Volk', das ist nicht Sachsen, sondern das ist eine ganz schlimme Entartung, die wir da sehen mussten. Als ich die Bilder gesehen habe war ich fassungslos und wirklich beschämt."

"Wir müssen hier alle zusammenstehen"

Gleichzeitig verteidigte er die sächsische Landespolitik und machte deutlich, dass hier mehr als Politik und Polizei gefordert seien.

"Das ist kein Thema zum Delegieren. Hier muss jeder persönlich sagen: 'Ich möchte in diesem Land so nicht leben.' Wir müssen hier alle zusammenstehen und Grenzen aufmachen, das fängt am Stammtisch, beim Familiengeburtstag, fängt überall an, wo wir mit diesem Thema zu tun haben."

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