Seit 00:05 Uhr Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 00:05 Uhr Feature
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 01.09.2015

CDU-Abgeordneter Charles M. HuberScharfe Kritik nach Herrmanns "Neger"-Eklat

Charles M. Huber im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke

Charles M. Huber, CDU-Bundestagsabgeordneter  (picture alliance / dpa / Bernd Von Jutrczenka)
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber (picture alliance / dpa / Bernd Von Jutrczenka)

Die "Neger"-Äußerung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Sendung "Hart aber fair" hat für viel Empörung gesorgt. Auch der CDU-Politiker Charles M. Huber stört sich an der Äußerung.

Der Sänger Roberto Blanco sei ein "wunderbarer Neger" gewesen, entfuhr es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Talksendung "Hart aber fair" zum Thema Flüchtlinge. Diesen abwertenden Begriff hätte es aus dem Mund eines Politikers nicht geben dürfen, kritisieren viele. Auch der Abgeordnete Charles M. Huber (CDU) stört sich an der Äußerung.

Es gebe nicht nur Roberto Blanco, sondern auch Amtsträger, Botschafter oder den Präsidenten der Vereinigten Staaten in dunkler Hautfarbe, sagte Huber im Deutschlandradio Kultur. Hinzu komme, dass der Begriff 'Neger' unter juristischen Gesichtspunkten als Beleidigung einzuordnen sei und in der Regel auch verfolgt werde. Huber: "Daran hat sich ein Innenminister erst mal zu halten."

In seiner "faktenorientieren Auseinandersetzung" mit dem Thema Flüchtlinge pflichte er dem bayerischen Innenminister "zum Teil" bei, so der Abgeordnete. Das rechtfertigt Huber zufolge aber nicht dessen Wortwahl: "Selbst wenn es unter dem Gesichtspunkt der Fahrlässigkeit geschehen ist, darf er als Innenminister nicht als Exempel dafür fungieren, damit dieser Begriff wieder salonfähig wird."

 

 

Mehr zum Thema:

ARD-Talkshow - CSU-Politiker bezeichnet Roberto Blanco als "wunderbaren Neger"
(Deutschlandfunk, Aktuell, 01.09.2015)

Interview

FacebookStreit um virtuelles Erbe geht weiter
Auf dem Display eines iPhones ist das App-Logo von Facebook zu sehen (gestelltes Foto mit Wischeffekt). (picture alliance / ZB / Jens Büttner)

Dürfen Eltern auf die Facebook-Daten ihres verstorbenen Kindes zugreifen? – Das sollte das Berliner Kammergericht in zweiter Instanz entscheiden. Die Juristen schlugen eine außergerichtliche Einigung vor: Facebook könne die Chats mit geschwärzten Namen herauszugeben.Mehr

InsektensterbenMüssen wir bald die Pflanzen von Hand bestäuben?
Biene im Anflug auf eine Sonnenblume (picture alliance/dpa/Foto: Patrick Pleul)

Ohne Bienen keine Kirschen oder Äpfel. Auf diese Formel lassen sich die Folgen des Insektenschwunds reduzieren. Der Insektenforscher Thomas Schmitt warnt: Wenn wir weiter die Lebensräume von Insekten einschränken, wird das nicht nur fatale Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur