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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 27.01.2010

"Can Go Through Skin"

Anke Leweke über ein beeindruckendes Regiedebüt aus den Niederlanden

In diesem Film arbeitet eine junge Frau ein Trauma auf. Nach der Trennung von ihrem Freund wurde sie von einem Fremden brutal misshandelt. Nur ganz langsam gelingt ihr ein Neuanfang.

Niederlande 2009, Regie: Esther Rots, Hauptdarsteller: 94 Minuten

Die Trennung von ihrem Freund versucht Mareike mit Rotwein und Rückzug in den eigenen vier Wände zu bekämpfen. Sie wird jedoch von einem Einbrecher in ihrem Badezimmer brutal misshandelt. Nun schottet sie sich endgültig von der Außenwelt ab, zieht aufs Land in ein völlig heruntergekommenes Haus.

In diesem beeindruckenden Regiedebüt geht das Trauma in die filmische Form. Die Außenwände von Mareikes neuer Bleibe werden zur Grenze ihres Ichs. In den uneingerichteten Zimmern mit den kahlen Wänden tobt das Gefühlschaos, alles scheint dort real: Ihre Erinnerungen, die immer wiederkehren, ihre Rachefantasien, ihre Wunschträume.

Die Kamera nimmt dabei ihre Perspektive ein, Geräusche, Musik und Wortfetzen verdichten sich zu einem beklemmenden Soundtrack. Nachts chattet die junge Frau mit anderen Opfern, versucht dem Gefühl einer allumfassenden Ohnmacht zu entkommen. Langsam beginnt sie, ihr Haus und damit ihr Leben zu renovieren, der liebenswerte Nachbar John wird Mareike dabei helfen. Dieser Film schaut hautnah der Trauma-Aufarbeitung bei der Arbeit zu.

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