Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 16.04.2005

Bundeselternrat kritisiert starre Positionen bei der Rechtschreibreform

Weitere Änderungen der Regeln aber sinnvoll und zumutbar

Schüler üben die neue Rechtschreibung (AP)
Schüler üben die neue Rechtschreibung (AP)

In der Diskussion um die Änderungen an der Rechtschreibreform hat sich der Vorsitzende des Bundeselternrates, Wilfried Steinert, dafür ausgesprochen, dass die Reform behutsam weitergeführt wird. Er kritisierte aber das öffentliche Hin und Her als unzumutbar für die Kinder, die die neuen Regeln erlernen müssen, "weil sich da einige profilieren auf Kosten der Kinder."

Es sei jedoch nachvollziehbar, wenn nach und nach Änderungen an der Reform vorgenommen würden, da diese einleuchtend seien. Es sei auch gut, dass der Rechtschreibrat etabliert wurde, um die Reform weiter zu entwickeln. Denn Sprache sei lebendig.

Steinert sagte, er traue Lehrern und Schülern zu, dass sie sich eine Meinung bilden und ein Gefühl für die Sprache entwickeln. Damit würden sie jene, die auf starren Positionen beharrten "alt aussehen lassen".

Steinert, selbst Vater von zwölf Kindern und Pflegekindern, sagte, durch den sorgsamen Umgang mit der Sprache könne man ein Gefühl dafür entwickeln. Schüler sollten deshalb beim Diktat in der Schule nicht einfach auswendig Gelerntes wiedergeben, sondern aus dem Gefühl heraus schreiben und bei Unsicherheiten in einem Wörterbuch nachschlagen dürfen.

Interview

Produktives ScheiternFehler als kreatives Prinzip
"La La Land"-Produzent Jordan Horowitz stellt klar, dass wirklich nicht er den Oscar für den besten Film gewonnen hat, sondern die "Moonlight"-Crew. (AFP /  Mark RALSTON)

Alle Welt lacht über die Verwechslung bei der Oscar-Verleihung. Die Künstlerin Laura Kuch betont jedoch, dass in der Kunst Fehler integraler Teil des Schaffensprozesses sind. Im Fehler liege das Potenzial, einen neuen Weg einzuschlagen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur