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Literatur / Archiv | Beitrag vom 15.12.2013

Bücher über den Schmerz"Diese Einsamkeit ohnegleichen"

Tod und Trauer in der jüngsten Gegenwartsliteratur

Von Uta Rüenauver und Jörg Plath

Kerzen und Foto von Robert Enke (picture alliance / dpa)
Kerzen neben einem Foto des Fußballtorwarts Robert Enke, der Selbstmord beging. (picture alliance / dpa)

Trauer ist zu einer schöpferischen Herausforderung geworden: Erkundungsraum für die Literatur. Um Sterben und Tod kreisen belletristische Werke schon seit einigen Jahren vermehrt, gegenwärtig beschäftigen sich auffällig viele Titel mit der Trauer über den Tod eines geliebten Menschen.

2005 veröffentlichte die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion "Das Jahr magischen Denkens". Das Buch erregte großes Aufsehen: Neuartig erschienen die Direktheit und Sensibilität, mit denen Didion ihre Trauer über den Tod ihres Ehemannes John Dunne analysierte und Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken aufzeichnete.

Connie Palmen setzt sich im "Logbuch eines unbarmherzigen Jahres" mit dem Tod ihres geliebten Mannes auseinander. David Grossman literarisiert in "Aus der Zeit fallen" den Verlust seines im Libanonkrieg gefallenen Sohnes. Aris Fioretos rekonstruiert seinen verstorbenen Vater in "Die halbe Sonne". Und gleich drei Romane, die 2013 auf der Shortlist des Frankfurter Buchpreises standen, handeln von der Trauer um einen geliebten Menschen: Mirko Bonnés "Nie mehr Nacht", Marion Poschmanns "Die Sonnenposition" und "Das Ungeheuer", der mit dem Buchpreis ausgezeichnete Roman von Terézia Mora.

Manuskript zur Sendung im PDF-Format und im barrierefreien Textformat

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