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Literatur / Archiv | Beitrag vom 04.12.2012

Buchmarkt digital

Wie das Netz Produktion und Veröffentlichung verändert

Von Brigitte Neumann

Aufgeschlagenes Buch (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Aufgeschlagenes Buch (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Literatur besteht nicht aus Büchern. Literatur besteht aus Romanen, Stücken, Erzählungen, Gedichten. Literatur ist Inhalt und Form. Ob auf dem Papier oder auf einem Chip - ein Trägermedium hat keinen Einfluss darauf, könnte man denken. Schließlich ist jeder Text in sich abgeschlossen und folgt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Doch inzwischen hat der vernetzte Rechner das Geschäft des Buchmarktes, die Produktion und Veröffentlichung, übernommen.

Seine technischen Möglichkeiten haben großen Einfluss darauf, was und wie geschrieben wird. Er eröffnet mannigfaltige Finanzierungs-, Vertriebs- und Werbekanäle. Netztexte sind kurz und eher ein Produkt des Augenblicks. Romane brauchen jedoch eine andere Zeitspanne.

Sie sind kein Produkt des digitalen Wortwechsels, sondern Ausdruck eines Individuums. Literatur braucht den Rückzug – sowohl zum Entstehen als auch zum Lesen. Wird die Literatur, so wie wir sie kennen, überleben – ohne die alten gewachsenen Strukturen mit Verlegern, Lektoren, Vertretern und dem stationären Buchhandel?

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Der Schriftsteller Joseph Conrad, aufgenommen im Dezember 1915 (picture-alliance / dpa / dpaweb  )

In der Nähe von Kiew wurde Joseph Conrad 1857 als Józef Teodor Konrad Korzeniowski geboren. Er begriff sich bald als Pole, wurde Seemann, schrieb unter anderem "Herz der Finsternis", starb als britischer Staatsbürger und gefeierter Autor. Doch sein Nachruhm ist höchst umstritten.Mehr

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