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Buchempfehlungen im April

Lesetipps aus der Literaturredaktion

Ja, was soll ich nur lesen? Wir geben Tipps.
Ja, was soll ich nur lesen? Wir geben Tipps. (Andrea Steinbrecher/Stiftung Lesen)

Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Die Liste der lesenswerten Neuerscheinungen wird von der Literaturredaktion des nationalen Kulturradios zusammengestellt als redaktionelle Bestenauswahl. Vorgestellt werden die Buchempfehlungen im Radiofeuilleton in der "Kritik". Die Listen sind jeweils als Leporello monatlich im Buchhandel erhältlich und beziehen sich auf die Bereiche Belletristik und Sachbuch.

Carolin Emcke: "Wie wir begehren"
S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2012, 256 Seiten, 19,99 EUR
Ein sehr persönlicher Essay, der eine allgemeine Frage umkreist: Wie wird aus einem pubertierenden Wesen ein sexuelles Subjekt? Welche Lüste und Normen, welche Körpersäfte und stillen Qualen sind hier am Werk? Ein so offenes wie nachdenkliches, ein außergewöhnliches Buch.

Téa Obreht: "Die Tigerfrau"
Übersetzt von Bettina Abarbanell
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2012, 410 Seiten, 19,95 EUR

Mythos und Aberglaube, Balkan-Folklore und schwarze Komödie. Es überrascht, wie die 1985 geborene Autorin über Krieg und Tod, die Konflikte in ihrer Heimat, dem ehemaligen Jugoslawien, schreibt. Hinter der Lust am wortmächtigen Fabulieren verbirgt sich das so ernüchternde wie melancholische Porträt dieser Region.

Miklós Bánffy: "Die Schrift in Flammen"
Übersetzt von Andreas Oplatka
Zsolnay Verlag, Wien 2012, 800 Seiten, 27,90 EUR

Opulente Bälle, Intrigen, Schulden, Liebe und die besten Kasino-Szenen seit Dostojewski. Das Melodrama am Vorabend des Ersten Weltkrieges in Siebenbürgen verbindet die Genauigkeit eines Joseph Roth mit der Süffigkeit eines ungarischen "Vom Winde verweht" – hier erstmals auf Deutsch.

Tom McCarthy: "K"
Übersetzt von Bernhard Robben
DVA, München 2012, 473 Seiten, 24,99 EUR

"K" steckt voller Korrespondenzen, Koinzidenzen und Kombinationen; verknüpft Krieg, Kodes und Kokain, literarische wie mediale Klangräume und die Anfänge der drahtlosen Kommunikation mit dem Heute. Eine atemberaubende Archäologie der Moderne, zugleich Fallgeschichte und Medienroman.

Tony Judt: "Das Chalet der Erinnerungen"
Übersetzt von Matthias Fienbork
Carl Hanser Verlag, München 2012, 224 Seiten, 18,90 EUR

Schwer erkrankt, lässt Tony Judt (1948–2010) sein Leben Revue passieren – indem er in Gedanken durch die Räume eines Schweizer Chalets streift. Vor dem Auge des Lesers entfaltet sich nicht nur die Lebensgeschichte des großen britischen Historikers, sondern auch eine Reihe zeitdiagnostischer Einsichten.

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Buchempfehlungen

LektüreBuchempfehlungen April 2014

Auf der Buchmesse in Leipzig schauen sich Besucher in der Kinderbuchhandlung Bücher an, aufgenommen am 17.03.2013. 

Die fünf Besten im April: Margaret Atwood: "Die Geschichte von Zeb", Saša Stanišić: "Vor dem Fest", Hilal Sezgin: "Artgerecht ist nur die Freiheit", Gaito Gasdanow: "Ein Abend bei Claire" und Lemony Snicket/Jon Klassen: "Dunkel"

Lesen!Buchempfehlungen März 2014

Das Foto zeigt Bücher auf einem Ramschtisch. 

Die fünf Besten im März: Alan Sepinwall: "Die Revolution war im Fernsehen"; Pat Barker: "Tobys Zimmer"; Marie Dorléans: "Der Gast"; Christian Enzensberger: "Nicht Eins und Doch - Geschichte der Natur" und Martin Mosebach: "Das Blutbuchenfest"

Fünf BesteBuchempfehlungen Februar 2014

Schlüsselanhänger mit der Aufschrift Leseratten

Die fünf Besten im Februar: Florian Werner: "Verhalten bei Weltuntergang"; Max Frisch: "Aus dem Berliner Journal"; Jacques Tardi: "Ich, René Tardi"; Steffen Patzold: "Ich und Karl der Große"; W. Farkas, S. Seidl, H. Zwirner: "Nachtleben Berlin".

 

Kritik

BildbandBedrohte Primaten

Goldgelbe Löwenäffchen in ihrem Gehege im Heidelberger Zoo

In seinem umwerfenden Bildband zeigt der Fotograf Thomas Marent die nicht immer affentypischen Protagonisten innerhalb ihrer Lebenswelt: von winzigen Mausmakis über Brillenlanguren bis hin zu aggressiven Löwenäffchen.