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Kulturnachrichten

Samstag, 21. November 2015

Bremer Literaturpreis für Henning Ahrens

Verleihung am 25. Januar 2016

Der Schriftsteller Henning Ahrens erhält den Bremer Literaturpreis 2016. Die Jury verleiht ihm die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für den Roman "Glantz und Gloria". In dem Werk, das im S. Fischer Verlag erschien, werde die "Rückkehr in eine fremd gewordene Heimat zum furiosen Sprachabenteuer". Henning Ahrens ist 1964 in Peine geboren, hat Anglistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Göttingen, London und Kiel studiert. Neben einer Übersetzertätigkeit veröffentlichte er unter anderem die Lyrikbände "Stoppelbrand" und "Kein Schlaf in Sicht" sowie die Romane "Lauf Jäger lauf" und "Tiertage". Den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2016 erhält Matthias Nawrat für sein im Rowohlt Verlag erschienenes Buch "Die vielen Tode unseres Opas Jurek". Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik.

Xavier Naidoo singt nicht für Deutschland

NDR zieht Vorschlag zurück

Nach einer Welle der Kritik an der Entsendung von Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest (ESC) hat der NDR seine Nominierung zurückgezogen. Naidoo werde nicht im kommenden Jahr in Stockholm für Deutschland singen, erklärte der Rundfunksender. "Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist", betonte Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator und Programmbereichsleiter beim NDR. "Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt." Der Eurovision Song Contest sei ein fröhlicher Event, bei dem Musik und Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen sollten. "Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden. Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten."

Kunstkritikerverein ehrt Kunstmuseum Ravensburg

Museum des Jahres 2015

Das Kunstmuseum Ravensburg ist von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikervereins AICA zum Museum des Jahres 2015 gewählt worden. Die Ausstellungen des Museums seien hervorragend präsentiert und würden allgemeinverständlich für ein größeres Publikum erschlossen, begründete der Verein mit Sitz in Düsseldorf seine Entscheidung. Die Architektur des Hauses in der oberschwäbischen Stadt besitze zudem Vorbildcharakter. Der Württembergische Kunstverein Stuttgart erhielt den Preis für die "Ausstellung des Jahres". Dessen Schau "Die Bestie ist der Souverän" überzeuge durch politische und gesellschaftliche Brisanz sowie durch die Auswahl der gezeigten Werke. Als "Besondere Ausstellung 2015" würdigte AICA eine Schau des Neuen Museums Nürnberg. Die dortige Essayausstellung "Gesichter. Ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske" arbeite wissenschaftlich fundiert und zugleich ästhetisch reizvoll.

Justin Bieber bricht Rekord bei Spotify

Songs von neuem Album 205 Millionen Mal aufgerufen

Der kanadische Popstar Justin Bieber hat mit seinem neuen Album "Purpose" einen neuen Rekord beim Online-Streamingdienst Spotify aufgestellt. Die Songs wurden binnen einer Woche rund 205 Millionen Mal aufgerufen, wie das Unternehmen mitteilte. Damit überholte Bieber den bisherigen Rekordhalter, den kanadischen Sänger The Weeknd. Der R&B-Musiker wurde auch von der britischen Boygroup One Direction überholt, die ihr neues Album "Made in the A.M." ebenfalls am Freitag vergangener Woche veröffentlichte und bei Spotify nun hinter Bieber auf Platz zwei liegt.

Herta Müller erhält Heinrich-Böll-Preis

Schriftstellerin wurde in Köln geehrt

Herta Müller hat am Abend den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln erhalten. Wie Heinrich Böll sei Müller eine große literarische Chronistin der Abgründe des 20. Jahrhunderts, hieß es in der Begründung der Jury. Mit ihrem 1982 noch in Rumänien geschriebenen Roman "Niederungen" habe sie ihre Heimat als literarischen Ort neu für die deutsche Sprache gewonnen. Als Höhepunkt von Müllers Werk gilt ihr 2009 erschienener Roman "Atemschaukel" über den Alltag in einem sowjetischen Gulag. Im selben Jahr erhielt sie den Literaturnobelpreis. Seitdem produzierte Müller weitere wichtige Bücher, zuletzt den Essayband "Hunger und Seide". Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Der Heinrich-Böll-Preis wird seit 1985 an Autoren mit herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur verliehen.

Zwei deutsche Kurzfilme auf "Oscar"-Kandidatenliste

Finalisten stehen im Januar fest

Zwei deutsche Filmemacher können sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Kategorie "Live-Action-Kurzfilm" machen. Patrick Vollrath aus Bad Grund im Harz hat es mit seinem Kurzspielfilm "Alles wird gut" auf eine Liste von zehn Kandidaten geschafft. Auch der in Berlin gedrehte Film «Bis Gleich» des gebürtigen Hamburger Regisseurs Benjamin Wolff konnte sich in der Vorauswahl platzieren. Die Oscar-Akademie gab die Anwärter in Los Angeles bekannt. Sie wurden unter 144 Filmen aus zahlreichen Ländern ausgewählt. Nun wird ein Komitee fünf Kandidaten für die Endrunde bestimmen. Die Finalisten werden am 14. Januar bei der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen in allen Sparten verkündet. Die Preisvergabe in Hollywood findet am 28. Februar zum 88. Mal statt.

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