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Literatur / Archiv | Beitrag vom 16.04.2013

Breit auf dem Rad

Halluzinogene Substanzen in der Literatur

Von Gerd Brendel

Ein ordentlicher Joint hat schon manchen Schreibblock gelöst. (AP)
Ein ordentlicher Joint hat schon manchen Schreibblock gelöst. (AP)

Bewusstseinserweiternde Substanzen sind für viele fantastische Reisen und Visionen in der Literatur verantwortlich.

"Alle Nerven excitiert von dem gewürzten Wein", notierte der Romantiker E.T.A. Hoffmann in seinem Tagebuch. Nicht nur so manchen Romantikern halfen bewusstseinserweiternde Substanzen auf die schöpferischen Sprünge. Sie sind für viele fantastische Reisen, Visionen und Wundergeschichten verantwortlich.

Die Surrealisten experimentierten mit halluzinogenen Pilzen. In den USA entdeckten die Beatniks und ihre Vorläufer wie Aldous Huxley die Wirkung des Peyote-Kaktus, von Mescalin und LSD. LSD hatte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann mitten im Zweiten Weltkrieg im Labor entdeckt. Dessen Erfahrungsbericht über seinen ersten Trip ist selbst ein Stück Drogenliteratur. Eine lange Freundschaft verband den Chemiker mit Ernst Jünger, der sich immer wieder literarisch mit dem Thema "Drogen und Rausch" auseinander gesetzt hat.

Und heute? Rauscherfahrungen finden sich in zeitgenössischer Literatur genauso wie in Songtexten, Filmen und Essays: Zwischen Höllentrip und unendlichem Glücksgefühl haben viele Seiten Weltliteratur Platz.

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