Seit 18:07 Uhr Wortwechsel
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 18:07 Uhr Wortwechsel
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 14.03.2012

Blutig, pervers und unappetitlich

Neu im Kino: "Headhunters"

Von Jörg Taszman

Der norwegische Schauspieler Aksel Hennie in "Headhunters" (picture alliance / dpa - Erik Aavatsmark)
Der norwegische Schauspieler Aksel Hennie in "Headhunters" (picture alliance / dpa - Erik Aavatsmark)

Basierend auf einem Bestseller von Jo Nesbo, bietet dieser neue skandinavische Thriller Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Das Ende fällt jedoch extrem brutal und blutig aus und dürfte nicht unbedingt den Geschmack von Arthouse-Fans treffen.

Dabei ist die Geschichte um Roger Brown -erfolgreicherBusinessmann mit Napoleon-Komplex -(kleiner Mann, große blonde Ehefrau) nicht überaus originell, aber durchaus packend und spektakulär inszeniert.
Roger arbeitet als Headhunter, er wirbt großen Firmen die kreativen Köpfe ab, und ohne sein Urteil wird keiner angestellt. Um sich und seiner schönen Frau einen luxuriösen Lebensstil zu ermöglichen, nutzt er sein in den Vorstellungsgesprächen erworbenes Insiderwissen aus, um diverse Raubzüge zu begehen. Roger ist auch ein gewiefter Dieb für Kunstgegenstände, vor allem Gemälde.

Als dann eines seiner Opfer eine Affäre mit seiner Frau beginnt, verlässt Roger das Glück. Von hier an kippt der Film völlig und wird zum Endkampf zwischen zwei ungleichen Männern, der unglaublich blutig, pervers und unappetitlich verläuft. Das könnte den Arthouse-Mainstream Zuschauer durchaus abschrecken, aber überraschend ist dieser böse und schmutzige Genrefilm bei allen Übertreibungen dennoch.

Norwegen/Dänemark/Deutschland 2011; Regie: Morten Tyldum; Schauspieler: Aksel Hennie, Synnøve Macody Lund, Nikolaj Coster-Waldau u. a.; Altersfreigabe: ab 16 Jahren; Länge: 100 Minuten

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

"Verblendung"
"Verblendung"

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur