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Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.03.2012

Blogger kritisiert Beschluss zum Urheberrecht als "absurd und sinnlos"

Thierry Chervel über das geplante Leistungsschutzrecht für Verleger

Printmedien sollen an den Erlösen gewerblicher Suchmaschinen mit Pressetexten beteiligt werden. (Stock.XCHNG / Atena Caline Azevedo Kasper)
Printmedien sollen an den Erlösen gewerblicher Suchmaschinen mit Pressetexten beteiligt werden. (Stock.XCHNG / Atena Caline Azevedo Kasper)

Der Mitbegründer des Kultur-Blogs "Perlentaucher", Thierry Chervel, bezeichnet die Pläne der Koalition für ein Leistungsschutzrecht für Presseartikel im Internet als "absurd und sinnlos". Ein solches Gesetz werde vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben.

Der Mitbegründer des Kultur-Blogs "Perlentaucher", Thierry Chervel, hält das Vorhaben der schwarz-gelben Koalition, ein Leistungsschutzrecht für Presseartikel im Internet einzuführen, für "absurd und sinnlos". Die Verleger wollten sich per Lobbyismus den Bestandsschutz im Netz sichern - und das könne eigentlich nur schiefgehen, sagte Chervel im Deutschlandradio Kultur. Ein solches Gesetz werde auch vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben.

Den Verlegern warf er vor, freien Autoren zu miserablen Honorarsätzen über "Total-Buy-Out-Verträge" alle Rechte abzukaufen. Insofern seien die Verleger als vermeintliche Verfechter des geistigen Eigentums nur die "Verfechter einer Aneignung geistigen Eigentums, die sie selbst betreiben möchten". Dagegen solle sich die Öffentlichkeit wehren.

Hören Sie das vollständige Interview mit Thierry Chervel mindestens bis zum 5. August 2012 als mp3-Audio.

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