Montag, 20. Oktober 2014MESZ19:56 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

OperDie Verehrer sind allesamt Trottel
Die bayerische Staatsoper, aufgenommen am 12.11.2012 in München (Bayern). Vor dem Gebäude steht das Reiterdenkmal des ersten Königs von Bayern, Max I. Joseph.

In "Die Sache Makropulos" lebt Emilia ohne zu Altern, umschwärmt von Liebhabern mehrerer Generationen, und fragt sich: Weiterleben oder doch endlich sterben? Musikalisch gelingt diese tragikomische Oper, doch hapert es an der Regie.Mehr

Sibylle BergKeine peinlichen Momente!
Die Schriftstellerin Sibylle Berg auf der Leipziger Buchmesse im Jahr 2004.

Eine gute Mischung "aus viel Quatsch, Humor und ein bisschen Traurigkeit" - so könnte man einen gelungenen Theaterabend umschreiben, sagt die Schriftstellerin Sibylle Berg. Im besten Fall sei Theater gelungene Unterhaltung, meint sie. Sie selbst habe dort aber oft "Qual-Gefühle".Mehr

BühneNummerngirls im Opernhaus
Ein Bühnenbild aus dem Stück "Verlobung im Traum" von Hans Krása während einer Probe im Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Bekannt ist Hans Krása für seine Kinderoper "Brundibár", die im KZ Theresienstadt aufgeführt wurde. Seine Oper "Verlobung im Traum" hat nun das Staatstheater Karlsruhe inszeniert: pointiert, voll Wärme – und mit Varieté-Flair.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 18.07.2012

Birger Heymann war ein Melodien-Erfinder wie kein Zweiter

Langjähriger Weggefährte Heymanns, Volker Ludwig, spricht von beglückender Zusammenarbeit

Das Berliner Grips Theater war jahrelang Wirkungsstätte von Birger Heymann.
Das Berliner Grips Theater war jahrelang Wirkungsstätte von Birger Heymann. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Der Gründer und langjährige Leiter des Berliner Grips-Theaters, Volker Ludwig, hat den verstorbenen Komponisten Birger Heymann gewürdigt. Heymann sei ein "Bauch-Musiker" gewesen, sagte Ludwig.

"Er war ein Melodien-Erfinder, wie ich nie einen zweiten erlebt habe," sagt Ludwig. Es habe Heymann "Spaß gemacht, den Kindern Mut zu machen. Es [das Grips-Theater] heißt ja auch 'Mutmach-Theater' und viele Lieder zeugen ja auch davon". Heutzutage fänden sich viele der Lieder in Schulbüchern, wobei viele nicht wüssten, dass sie für das Theater entstanden seien. Laut Ludwig lässt sich in Heymanns Liedern wie "Wir werden immer größer" oder "Doof geboren ist keiner" eine gewisse Handschrift erkennen. Die Stücke seien "immer eine Idee komplizierter" gewesen als sonstige Kinderlieder, "aber sie waren trotzdem Ohrwürmer".

Nach Einschätzung Ludwigs hat Heymann am liebsten für das Theater und speziell für das Grips gearbeitet. Zum Geldverdienen habe er aber auch Musik für Filme und Fernsehserien geschrieben. "Jeder hat sehr viel mehr Birger-Heymann-Musik gehört in seinem Leben ohne es zu wissen", so sein langjähriger Weggefährte.

Das vollständige "Thema"-Gespräch mit Volker Ludwig im Radiofeuilleton können Sie bis mindestens 18. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.