Dienstag, 2. September 2014MESZ03:53 Uhr

Interview

Angst vor KriegWächst die Bedrohung für uns?
Ein russischer Panzer (hier auf der Krim) - die Ukraine bezichtigt Russland mehrer Grenzverletzungen.

Die Konflikte rücken gefühlt näher an Deutschland heran: Der Ukraine-Konflikt spielt sich vor der eigenen Haustür ab, viele der IS-Kämpfer kommen aus Deutschland – auch wenn sie die Kämpfe selbst im Irak austragen. Erleben wir eine neue Dimension der Bedrohung?Mehr

Landtagswahl Kritik am sächsischen Nichtwähler
Der Spitzenkandidat der sächsischen CDU für die Landtagswahl, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, spricht am 31.08.2014 in Dresden (Sachsen) zu den Parteianhängern.

Sachsen hat gewählt. Ganz Sachsen? Nein, nicht einmal die Hälfte der Wähler ging zur Urne. Was das für ein demokratisches Gemeinwesen bedeutet, analysiert der Politologe Werner Patzelt - und geht hart mit den Nichtwählern ins Gericht.Mehr

Ukraine-Krise"Die NATO wird von Russland nicht bedroht"
Ein ukrainischer Soldat ruht sich während einer Patrouille im Grenzgebiet aus.

NATO-Generalsekretär Rasmussen hat Pläne der Allianz bekräftigt, angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Der SPD-Politiker Walther Stützle hält die derzeitige Nato-Politik für unklug.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 04.06.2011

Biowaffen-Experte: Aufklärung über gefährliche Forschung zu gering

Könnten Infektionen wie bei EHEC auch von Terroristen ausgelöst werden?

Der EHEC-Erreger in einer Petrischale
Der EHEC-Erreger in einer Petrischale (picture alliance / dpa/Bodo Marks)

Der Gründer der Forschungsstelle Biowaffen der Universität Hamburg, Jan van Aken, warnt im Zusammenhang mit der Ausweitung der EHEC-Infektionen vor militärischen Gentechnik-Projekten mit "sehr offensivem Charakter".

Die Öffentlichkeit wisse im Moment von keinem einzigen Staat, wer woran im biologischen Bereich forsche, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Bundestag im Deutschlandradio Kultur. "Ich denke, es gibt einige Staaten, die zumindest im Graubereich zwischen der so genannten Abwehrforschung und der Offensivforschung arbeiten." Es erfolgten auf diesem Gebiet kaum Kontrollen, anders als bei den chemischen und den atomaren Waffen, wo Inspektionen zum Überwachungsprogramm gehörten. Hier brauche es eine politische Lösung, forderte van Aken.

Harte Informationen über mögliche Forschungen mit biologischen Kampfstoffen gibt es nach Einschätzung van Akens insbesondere aus den USA. "Einige Projekte sind bekannt, die haben einen tatsächlich sehr offensiven Charakter. Das heißt, da werden (…) mit Hilfe der Gentechnik neue gefährliche Erreger hergestellt mit dem Argument, wir müssen doch gucken können, was mögliche Gegner tun könnten", sagte van Aken.

Der Biologe schloss aus, dass die aktuellen Infektionen mit dem EHEC-Erreger von Terroristen ausgelöst werden konnten. Die Entwicklung eines solchen Erregers im Labor übersteige die Möglichkeiten terroristischer Vereinigungen, sagte van Aken. "Die sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon an den ganz alten, einfachen, klassischen Biowaffen gescheitert."

Das vollständige Interview mit Jan van Aken können Sie bis zum 4. November 2011 in unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.