Samstag, 25. Oktober 2014MESZ21:46 Uhr

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

AusstellungEin Minimalist schaut auf sich selbst
Der Künstler Imi Knoebel 2014 vor seinen Werken "Aliaaa" (l, 2002) und "Ich Nicht X" (2006) in der Ausstellung "Imi Knoebel. Werke 1966-2014" im Kunstmuseum in Wolfsburg.

Der Beuys-Schüler Imi Knoebel gehört zu den wichtigsten Vertretern der Minimal Art in Deutschland. Zum 75. Geburtstag des Künstlers zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg eine umfassende Werkschau, inszeniert von Imi Knoebel selbst. Mehr

TheaterDas ist der Mensch!
Die "Woyzeck"-Inszenierung am Münchner Volkstheater ist ein Wagnis.

Schon unzählige Male kam Büchners Woyzeck auf die Bühne. Am Münchner Volkstheater hat der Regisseur Abdullah Kenan Karaca den Stoff völlig neu zusammengesetzt. Die kühne Inszenierung folgt der Frage: Was ist der Mensch?Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.09.2012

Beuys in Moskau

Der Kurator der ersten Beuys-Ausstellung in Russland hofft auf eine Stärkung politischer Künstler

Joseph Beuys im Jahr 1983
Joseph Beuys im Jahr 1983 (AP)

Wie nur wenige hat Joseph Beuys die moderne Kunst geprägt, indem er den klassischen Kunstbegriff erweiterte und fast auf allen Gebieten Neuland betrat. Dennoch war Beuys nie in Russland zu sehen. Mit der Ausstellung "Aufruf zur Alternative" hat der Hamburger Kurator Eugen Blume nun den Anfang gemacht.

Bei der Eröffnung am Dienstag habe großer Andrang geherrscht, sagte Blume im Deutschlandradio Kultur. Viele russische Künstler und junge Menschen seien gekommen, um Beuys' Werke zu sehen:

"Beuys hat ja fast auf allen Gebieten Alternativen vorgeschlagen, also auch in der Kunst natürlich, die er überschreiten wollte, aber dann seine Vorstellung von einer sozialen Plastik und eines erweiterten Kunstbegriffs - Sätze wie 'Jeder Mensch ist ein Künstler' - das ist natürlich interessant für die Künstler hier, weil durch Beuys also die Tür geöffnet wurde für ein praktisches Handeln, also für das Thema Freiheit und wie erlangt man Freiheit als Subjekt in einer Gesellschaft."

Da die Ausstellung im russisch-deutschen Wirtschaftsjahr stattfinde und zwischen den beiden Staaten vereinbart worden sei, hätten bei der Eröffnung auch offizielle russische Vertreter gesprochen. Daher erwarte er positive Wirkungen auch für die Kunstszene in Russland, so Blume:

"Beuys ist ja ein Klassiker und zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. [...] Von daher ist er eine unbezweifelbare Autorität, und dass eine solche Autorität hier begrüßt wird, wie wir gestern hier gehört haben, auch von Regierungsangehörigen, das ist schon etwas, was auch der politischen Kunst den Rücken stärken kann."


Das vollständige Gespräch können Sie mindestens bis zum 11.03.20123als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Giganten der rheinischen Kunstgeschichte