Donnerstag, 24. Juli 2014MESZ17:24 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSchnapsidee auf der Zunge
Die Flasche steht auf einer Handfläche.

Die Umwandlung der Beuys'schen "Fettecke" in fünfzigprozentigen Schnaps ist Thema in den Feuilletons. Die "Welt" lässt den Vorwurf, die Künstler hätten sich an Beuys versündigt, nicht gelten. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.09.2012

Beuys in Moskau

Der Kurator der ersten Beuys-Ausstellung in Russland hofft auf eine Stärkung politischer Künstler

Joseph Beuys im Jahr 1983
Joseph Beuys im Jahr 1983 (AP)

Wie nur wenige hat Joseph Beuys die moderne Kunst geprägt, indem er den klassischen Kunstbegriff erweiterte und fast auf allen Gebieten Neuland betrat. Dennoch war Beuys nie in Russland zu sehen. Mit der Ausstellung "Aufruf zur Alternative" hat der Hamburger Kurator Eugen Blume nun den Anfang gemacht.

Bei der Eröffnung am Dienstag habe großer Andrang geherrscht, sagte Blume im Deutschlandradio Kultur. Viele russische Künstler und junge Menschen seien gekommen, um Beuys' Werke zu sehen:

"Beuys hat ja fast auf allen Gebieten Alternativen vorgeschlagen, also auch in der Kunst natürlich, die er überschreiten wollte, aber dann seine Vorstellung von einer sozialen Plastik und eines erweiterten Kunstbegriffs - Sätze wie 'Jeder Mensch ist ein Künstler' - das ist natürlich interessant für die Künstler hier, weil durch Beuys also die Tür geöffnet wurde für ein praktisches Handeln, also für das Thema Freiheit und wie erlangt man Freiheit als Subjekt in einer Gesellschaft."

Da die Ausstellung im russisch-deutschen Wirtschaftsjahr stattfinde und zwischen den beiden Staaten vereinbart worden sei, hätten bei der Eröffnung auch offizielle russische Vertreter gesprochen. Daher erwarte er positive Wirkungen auch für die Kunstszene in Russland, so Blume:

"Beuys ist ja ein Klassiker und zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. [...] Von daher ist er eine unbezweifelbare Autorität, und dass eine solche Autorität hier begrüßt wird, wie wir gestern hier gehört haben, auch von Regierungsangehörigen, das ist schon etwas, was auch der politischen Kunst den Rücken stärken kann."


Das vollständige Gespräch können Sie mindestens bis zum 11.03.20123als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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