Seit 20:03 Uhr In Concert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr In Concert
 
 

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 20.08.2012

Beschlusssache: Kindeswohl

Konfliktschlichtung vor Familiengerichten

Von Sabine Voss

Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden.  (Stock.XCHNG / Cora Glass)
Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden. (Stock.XCHNG / Cora Glass)

Der Elternstreit vor dem Familiengericht bildet immer auch gesellschaftliche Veränderungen ab. Väter sehen heute, anders als vor Jahren noch, nicht mehr ein, warum ihnen ihre Kinder nach der Trennung im Alltag verloren gehen sollen, auch ist ihre rechtliche Position gestärkt worden. Also streiten beide, Mütter wie Väter, mit großem Engagement ums Kind.

Das Credo moderner Familiengerichtsbarkeit lautet: Kinder brauchen für ihre Entwicklung beide Eltern. Man will verhindern, dass Trennungskinder den Kontakt zu einem Elternteil verlieren, aber auch, zwischen zwei Welten zerrieben werden, die von Wut und Hass aufeinander geprägt sind.

Seit der Familienverfahrensrechtsreform von 2009 versuchen Familiengerichte, Eltern fit zu machen, sie im Kampf ums Kind an dessen Bedürfnisse zu erinnern. Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden. Berater, Umgangspfleger, Verfahrensbeistände und Gutachter unterstützen sie dabei. Ein hoher personeller und zeitlicher Aufwand, der sich am Ende für die Trennungskinder auszahlen soll.

Hinweis:
Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere E-Mail-Adresse: zeitfragen@dradio.de.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Zeitfragen

Tabuthema Suizid"Ich bin auch wütend"
Grabstein mit Inschrift (imago/Martin Bäuml Fotodesign)

Suizid begegnet uns, wenn im Familienkreis oder unter Bekannten jemand sich selbst tötet oder es versucht hat. Angehörige geraten nicht selten in die soziale Isolation. Aber müssen wir nicht diesem Menschen Respekt zollen, auch wenn seine Entscheidung eine Absage an die gemeinsame Zukunft war?Mehr

#PiU10Der Schulz-Effekt und die Herzkammer der SPD
Eine SPD-Anhängerin mit einem Button "Zeit für Martin" wartet auf den Beginn einer Pressekonferenz am 29.01.2017 in der SPD-Parteizentrale in Berlin. (picture alliance / Kay Nietfeld/dpa)

Martin Schulz hebt die SPD wieder in den Umfragen nach oben, Parteibücher sind vergriffen, wie lässt sich dieser Effekt erklären? Und warum gibt es in der Herzkammer der SPD einige Parteiwechsler? Im Mai sind Landtagswahlen in NRW.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur