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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 20.08.2012

Beschlusssache: Kindeswohl

Konfliktschlichtung vor Familiengerichten

Von Sabine Voss

Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden.
Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden. (Stock.XCHNG / Cora Glass)

Der Elternstreit vor dem Familiengericht bildet immer auch gesellschaftliche Veränderungen ab. Väter sehen heute, anders als vor Jahren noch, nicht mehr ein, warum ihnen ihre Kinder nach der Trennung im Alltag verloren gehen sollen, auch ist ihre rechtliche Position gestärkt worden. Also streiten beide, Mütter wie Väter, mit großem Engagement ums Kind.

Das Credo moderner Familiengerichtsbarkeit lautet: Kinder brauchen für ihre Entwicklung beide Eltern. Man will verhindern, dass Trennungskinder den Kontakt zu einem Elternteil verlieren, aber auch, zwischen zwei Welten zerrieben werden, die von Wut und Hass aufeinander geprägt sind.

Seit der Familienverfahrensrechtsreform von 2009 versuchen Familiengerichte, Eltern fit zu machen, sie im Kampf ums Kind an dessen Bedürfnisse zu erinnern. Familienrichter erhöhen den Druck auf Eltern, eine gemeinsame Lösung für ihre Kinder zu finden. Berater, Umgangspfleger, Verfahrensbeistände und Gutachter unterstützen sie dabei. Ein hoher personeller und zeitlicher Aufwand, der sich am Ende für die Trennungskinder auszahlen soll.

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