Mittwoch, 22. Oktober 2014MESZ05:21 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Kunsthalle BremenViele Lücken in den Beweisketten
Die Aufnahme vom 20.08.2011 zeigt die Rückseite der Kunsthalle Bremen am Tag ihrer Wiedereröffnung mit beiden Anbauten. Damit vergrößerte sich die Nutzfläche um 3750 auf insgesamt 7820 Quadratmeter. Nach der zweijährigen Schließung präsentierte sich damit die Kunsthalle der Hansestadt deutlich erweitert und modernisiert.

Bundesweit lagert in den Museen noch von den Nazis geraubter Besitz. Denn wenn der Etat kaum für Museumsarbeit reicht, kommt auch die Provenienzforschung zu kurz. Die Kunsthalle zeigt erste Ergebnisse eines dreijährigen Projekts.Mehr

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter kommen in Halle auf ihre Kosten und es gibt eine Ehrung für den Komponisten der Winnetou-Musik.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.02.2009

Berlinale-Studio

Gespräche mit den Regisseuren von "Mitte/Ende August", "Gigante" und "Defamation"

Moderation: Holger Hettinger

Regisseur Adrián Biniez (Mitte) stellt mit seinen Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas den Film "Gigante" auf der Berlinale vor.
Regisseur Adrián Biniez (Mitte) stellt mit seinen Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas den Film "Gigante" auf der Berlinale vor. (AP)

Schauspielerin Marie Bäumer und Regisseur Sebastian Schipper geben Auskunft über den Film "Mitte/Ende August", der vier Menschen in eine Abgeschiedenheit führt. Regisseur Adrián Biniez stellt seinen Wettbewerbsbeitrag "Gigante" vor. Und der israelische Regisseur Yoav Shamir untersucht modernen Antisemitismus in "Defamation".

"Mitte/Ende August"
Ein junges Paar, Hannah und Thomas, verwirklicht sich seinen Traum vom eigenen Haus auf dem Land. Doch die traute Zweisamkeit wird gestört, als Thomas' Bruder Friedrich auftaucht und kurz darauf die junge Augustine dazu stößt. Das Szenario ist schwer beeinflusst von Goethes "Wahlverwandtschaften", gibt Regisseur Sebastian Schipper zu, der Goethes Werk im letzten Urlaub durch Zufall für sich entdeckt hat.
Gespräch mit Marie Bäumer und Sebastian Schipper als MP3-Audio.

"Gigante"
In einem Vorort von Montevideo fristet Jara ein unaufgeregtes Leben. Er arbeitet als Wachmann im Supermarkt und entdeckt auf dem Videoschirm eines Tages die Putzfrau Julia. Fortan beobachtet er jeden ihrer Schritte auf dem Bildschirm. Regisseur Adrián Biniez sagte im Gespräch, das er aus einem ähnlichen Milieu stamme wie die Hauptfigur Jara.
Gespräch mit Regisseur Adrián Biniez und den Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas als MP3-Audio

"Defamation"
Yoav Shamir untersucht, wie Antisemitismus heute entsteht und ausgeprägt ist. Der israelische Autor sagte im Gespräch, er sei wegen seines Films "Checkpoint" als "israelischer Mel Gibson" bezeichnet worden. Das sei für ihn befremdlich gewesen, als Bürger eines jüdischen Staates Antisemit genannt zu werden. Deshalb wollte er herausfinden, was jemand meint, wenn er den Begriff Antisemitismus verwendet.
Gespräch mit Yoav Shamir als MP3-Audio.