Donnerstag, 28. August 2014MESZ09:09 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

KinoEin Bild der Sinnkrise des Westens
Der Schauspieler Michael Keaton bei der Eröffnung der 71. Filmfestspiele von Venedig. 

Gelungener Auftakt mit Starbesetzung: In der schwarzen Komödie "Birdman" von Alejandro González Iñárritus zeigen Michael Keaton, Edward Norton und Emma Stone ihr ganzes Können, sagt unser Filmkritiker Peter Claus. Doch so lustig wird es nicht weitergehen.Mehr

Neu im KinoParis darf nicht sterben
Andre Dussollier (l) als schwedischer Generalkonsul Raoul Nordling und Niels Arestrup als General Dietrich von Choltitz in einer undatierten Szene des Films "Diplomatie". Der Film kommt am 28.08.2014 ins Kino. 

Im August 1944 sollte General Dietrich von Choltitz auf Befehl Hitlers Paris in ein "Trümmerfeld" verwandeln. Dass er diesen Befehl verweigerte, ist dem schwedischen Generalkonsul Raoul Nordling zu verdanken - zumindest in Volker Schlöndorffs Film "Diplomatie". Mehr

Neu im KinoEin Stück Nachkriegsgeschichte
Vivien Ciskowska als Asta und Til-Niklas Theiner als Paul in einer Filmszene von "Wolfskinder".

Der Krieg ist vorbei, das Weiterleben verheerend. Von einem bislang weitgehend unbekannt gebliebenen Folge-Ereignis nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt der Film "Wolfskinder", dessen Bewertung sich vor allem emotional, nämlich erschütternd, "ergibt".Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.02.2009

Berlinale-Studio

Gespräche mit den Regisseuren von "Mitte/Ende August", "Gigante" und "Defamation"

Moderation: Holger Hettinger

Regisseur Adrián Biniez (Mitte) stellt mit seinen Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas den Film "Gigante" auf der Berlinale vor.
Regisseur Adrián Biniez (Mitte) stellt mit seinen Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas den Film "Gigante" auf der Berlinale vor. (AP)

Schauspielerin Marie Bäumer und Regisseur Sebastian Schipper geben Auskunft über den Film "Mitte/Ende August", der vier Menschen in eine Abgeschiedenheit führt. Regisseur Adrián Biniez stellt seinen Wettbewerbsbeitrag "Gigante" vor. Und der israelische Regisseur Yoav Shamir untersucht modernen Antisemitismus in "Defamation".

"Mitte/Ende August"
Ein junges Paar, Hannah und Thomas, verwirklicht sich seinen Traum vom eigenen Haus auf dem Land. Doch die traute Zweisamkeit wird gestört, als Thomas' Bruder Friedrich auftaucht und kurz darauf die junge Augustine dazu stößt. Das Szenario ist schwer beeinflusst von Goethes "Wahlverwandtschaften", gibt Regisseur Sebastian Schipper zu, der Goethes Werk im letzten Urlaub durch Zufall für sich entdeckt hat.
Gespräch mit Marie Bäumer und Sebastian Schipper als MP3-Audio.

"Gigante"
In einem Vorort von Montevideo fristet Jara ein unaufgeregtes Leben. Er arbeitet als Wachmann im Supermarkt und entdeckt auf dem Videoschirm eines Tages die Putzfrau Julia. Fortan beobachtet er jeden ihrer Schritte auf dem Bildschirm. Regisseur Adrián Biniez sagte im Gespräch, das er aus einem ähnlichen Milieu stamme wie die Hauptfigur Jara.
Gespräch mit Regisseur Adrián Biniez und den Hauptdarstellern Horacio Camandulle und Leonor Svarcas als MP3-Audio

"Defamation"
Yoav Shamir untersucht, wie Antisemitismus heute entsteht und ausgeprägt ist. Der israelische Autor sagte im Gespräch, er sei wegen seines Films "Checkpoint" als "israelischer Mel Gibson" bezeichnet worden. Das sei für ihn befremdlich gewesen, als Bürger eines jüdischen Staates Antisemit genannt zu werden. Deshalb wollte er herausfinden, was jemand meint, wenn er den Begriff Antisemitismus verwendet.
Gespräch mit Yoav Shamir als MP3-Audio.