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Thema / Archiv | Beitrag vom 06.09.2011

Berlin-Wahl kompliziert und einfach

Drei Wahlprogramme in Leichte Sprache übertragen

Von Rainer Brandes

Unter anderem die SPD hat ihr Wahlprogramm in Leichter Sprache aufbereitet. (dapd/ Michael Gottschalk)
Unter anderem die SPD hat ihr Wahlprogramm in Leichter Sprache aufbereitet. (dapd/ Michael Gottschalk)

In Berlin haben drei Parteien ihre Programme für die Landtagswahl am 18. September in Leichte Sprache übersetzt: mit sehr kurzen Sätzen und einfachen Wörtern. So sollen zum Beispiel Menschen mit einer Lese- oder Lernschwäche den Wahlkampf besser verstehen können.

Die SPD will – wie alle Parteien – bürgernah erscheinen. Das klingt im normalen Wahlprogramm dann so:

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
unser BERLINprogramm für die Abgeordnetenhauswahl
am 18. September 2011 ist die Grundlage
für die Zukunft Berlins.
In Foren der Berliner SPD, Gesprächen mit
Experten, im Austausch mit Berlinerinnen und
Berlinern haben wir das BERLINprogramm
gemeinsam erarbeitet und klare Schwerpunkte
gesetzt."


Und jetzt in Leichter Sprache:

"Liebe Bürgerinnen und Bürger von Berlin,
das BERLIN-Programm ist das Wahl-Programm
für die Abgeordneten-Haus-Wahl.
Das Wahl-Programm ist von der SPD.
Wir sind eine Partei.
SPD bedeutet ausgesprochen:
Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
Die Wahl ist am 18. September 2011.
In dem BERLIN-Programm stehen unsere Ziele.
Die Ziele sind wichtig für die Zukunft Berlins.
Das BERLIN-Programm haben viele Menschen
zusammen geschrieben.
Die SPD hat alle Ziele gesammelt und aufgeschrieben."


Nicht nur die SPD – auch andere Parteien – setzen auf eine zweite Variante ihres Wahlprogramms in Leichter Sprache. Bei den Grünen wird so aus einer

"nachhaltigen Mobilität für alle"

schlicht der Satz:

"In Berlin sollen alle überall gut hinkommen."

Und bei der Linken wird aus der

"Stärkung des sozialen Zusammenhalts"

ganz einfach die Aussage:

"Wir wollen, dass alle gut zusammen leben."

Die anderen Parteien haben übrigens auf ein Wahlprogramm in Leichter Sprache verzichtet.

Mehr zum Thema:
"Leichte Sprache hat nicht den Anspruch, schön zu sein" - Leichte-Sprache-Expertin lobt die Übersetzungen der Berliner Wahlprogramme - Interview mit Annette Flegel, Sozialpädagogin und Übersetzerin für Leichte Sprache

Linktipp:
Sammelportal Landtagswahlen 2011

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