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Konzert / Archiv | Beitrag vom 30.11.2016

Begegnungen mit dem Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha (1/4)Wiener Klassiker

Wehrmacht, Widerstand, Wiener Anfänge

Der Komponist Friedrich Cerha mit seiner Frau, der Musikwissenschaftlerin und Musikpädagogin Gertraud Cerha (Olaf Wilhelmer/Deutschlandradio)
Der Komponist Friedrich Cerha mit seiner Frau, der Musikwissenschaftlerin und Musikpädagogin Gertraud Cerha (Olaf Wilhelmer/Deutschlandradio)

Friedrich Cerha ist so etwas wie ein "Wiener Klassiker" zu Lebzeiten. Der heute 90 Jahre alte Komponist und Dirigent ist eine Instanz der österreichischen Nachkriegskultur. Hier berichtet er von seinem langen Lebensweg.

Von Haydn bis Schönberg: Friedrich Cerha wandelt auf den Spuren all derer, die die Musikstadt Wien im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Der 1926 geborene Musiker verbindet profunde historische Kenntnisse mit großem Traditionsbewusstsein. Zugleich verkörpert der Wiener Komponist und Dirigent den Aufbruch der Nachkriegsmusik aus jeder musealer Erstarrung. Davon zeugt sein hochoriginelles, enorm umfangreiches kompositorisches Schaffen ebenso wie sein unermüdlicher Einsatz für die Vermittlung neuester Musik in der Praxis.

In vier Gesprächen erinnert sich Cerha gemeinsam mit seiner Frau Gertraud an traumatische Kriegserlebnisse, an Vorgänger wie Richard Strauss und Weggefährten wie Thomas Bernhard, und er reflektiert seine Entwicklung vom ausgegrenzten Modernisten zum offiziell anerkannten Großmeister, der sich dennoch jeder Vereinnahmung konsequent widersetzt. In der heutigen ersten Folge stehen Cerhas Herkunft, seine lebensgefährliche Desertion aus der deutschen Wehrmacht und seine Ankunft im zerstörten Wien der Nachkriegszeit im Mittelpunkt.

Begegnungen mit dem Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha (1/4)
Habsburgische Hintergründe, Zwischen Wehrmacht und Widerstand, Ankunft in Wien

Olaf Wilhelmer im Gespräch mit Friedrich und Gertraud Cerha
(Teil 2 am 7. Dezember 2016)

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken:

Friedrich Cerha
"Slowakische Erinnerungen aus der Kindheit"

Marino Formenti, Klavier

Bedřich Smetana
"Aus der Heimat" für Violine und Klavier

Váša Příhoda, Violine
Otto A. Graef, Klavier

Richard Strauss
"Symphonia domestica" für großes Orchester op. 53

Wiener Philharmoniker
Leitung: Richard Strauss

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 7 E-Dur (bearbeitet für Kammerensemble von Hanns Eisler)

Linos Ensemble

César Franck
Sinfonie d-Moll

Wiener Philharmoniker
Leitung: Wilhelm Furtwängler

Friedrich Cerha
"Spiegel II" für 55 Streicher

SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden
Leitung: Ernest Bour

sowie:
Heimito von Doderer
"Kürzestgeschichten"

gelesen von Helmut Qualtinger und Heimito von Doderer

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