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Kulturnachrichten

Donnerstag, 5. November 2015

Bayerischer Buchpreis für Cornelia Funke

Sie wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Die Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke erhält für ihr schriftstellerisches Lebenswerk den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Das teilte der bayerische Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit. Die Verleihung findet am 12. November in München statt. Überreicht wird die Auszeichnung von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner. Funke schreibe augenscheinlich Kinderbücher, begeistere aber Leser aller Generationen, heißt es in der Begründung. Mit ihren internationalen Bestsellern aus der "Tintenherz-Trilogie" und schon mit ihren früheren "Wilde Hühner" Büchern habe sie sich als eine der größten Kinder- und Jugendbuch-Autorinnen "unserer Zeit" etabliert. Funke belebe die alte Tradition des Geschichtenerzählens auf kreativste Weise immer wieder neu. Die 1958 im westfälischen Dorsten geborene Funke war zunächst als Illustratorin für Kinderbücher tätig. Ihr Werk umfasst mehr als 50 Bücher, die in 43 Ländern erschienen sind und weltweit über 20 Millionen Mal verkauft wurden. Funke erhielt für ihr Schaffen bereits viele Preise, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache.

Rolling Stones gehen auf Tournee durch Lateinamerika

Tickets sind ab Montag erhältlich

Die Rolling Stones gehen im kommenden Jahr auf Tournee durch Lateinamerika. Die Band kündigte heute die "America Latina Olé"-Tour an, die am 3. Februar in Santiago de Chile starten wird. Tickets sollen ab Montag erhältlich sein. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass die Rolling Stones in Lateinamerika auf Tournee gehen. Vorgesehen sind Stopps in Buenos Aires, Rio de Janeiro, São Paulo, Lima und Bogotá. Den Abschluss der Tour bildet am 14. März ein Auftritt in Mexiko-Stadt. Band-Frontmann Mick Jagger sagte in einer Stellungnahme, die Fans in Lateinamerika "sind unter einigen der besten der Welt". Sie brächten "unglaubliche Energie".

Leiterin von Max-Ophüls-Festival nimmt Abschied

Gabriella Bandel war 17 Jahre dabei

Das Filmfestival "Max Ophüls Preis" bekommt eine neue Leitung. Nach mehr als 17 Jahren Tätigkeit für das Saarbrücker Traditionstreffen für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm nimmt Leiterin Gabriella Bandel bei der 37. Auflage im Januar Abschied, wie das Festival mitteilte. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest. Der Max Ophüls Preis gilt als eines der wichtigsten Treffen der Branche und als Karrieresprungbrett für den deutschen Filmnachwuchs. Bandel war von 2007 bis 2014 neben Philipp Bräuer und seit 2015 allein künstlerische Leiterin des Filmfestivals. 1997 war sie zum Ophüls-Preis zunächst als Betreuerin englischsprachiger Programmreihen gekommen.

Hitlerbüste in Garten von Danziger Museum gefunden

Die Skulptur wurde vermutlich 1942 von dem Bildhauer Josef Thorak angefertigt

Eine Marmorbüste, die den Diktator Adolf Hitler darstellt, ist bei Grabungsarbeiten im Innenhof des Nationalmuseums von Danzig gefunden worden. Das berichtet die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf einen Museumssprecher. Nach Angaben des Museums wurde die Skulptur vermutlich 1942 von dem Bildhauer Josef Thorak angefertigt, der zu den von den Nationalsozialisten besonders geschätzten Künstlern gehörte. Museumsmitarbeiter vermuten, dass die Büste Anfang 1945 vergraben wurde, kurz bevor die deutschen Behörden in der Endphase des Zweiten Weltkriegs die Stadt verließen. Die Hitler-Büste soll nun ins Museumsinventar aufgenommen, aber eher nicht ausgestellt werden. Sie könnte möglicherweise im gerade entstehenden Museum des Zweiten Weltkriegs einen Platz finden, hieß es.

Ältester Monumentalbau Niedersachsens entdeckt

Bei archäologischen Grabungsarbeiten wurde die Anlage aus dem frühen 5. Jahrtausend gefunden

Göttinger Archäologen haben bei Grabungsarbeiten den ältesten Monumentalbau Niedersachsens entdeckt. Es handelt sich um eine sogenannte Kreisgrabenanlage aus dem frühen 5. Jahrtausend, wie die Universität Göttingen mitteilte. Sie sei gleichzeitig das nördlichste bislang bekannte Bauwerk der frühen Jungsteinzeit. Kreisgrabenanlagen gelten in der Forschung vor allem als astronomische Beobachtungszentren, die eine erhebliche Bedeutung für die jahreszeitliche Strukturierung einer ackerbaulichen Gesellschaft hatten. Die gefundene Kreisgrabenanlage liegt den Angaben zufolge auf einer Hügelkuppe beim niedersächsischen Dorf Watenstedt im Landkreis Helmstedt im Harzvorland und hat einen Durchmesser von über 50 Metern. Sie lasse erahnen, "mit welchem Wissen die Menschen sich weit über das Hüten der Tiere und die Bestellung der Äcker hinaus" auseinandersetzten, so der Göttinger Archäologe Immo Heske vom Seminar für Ur- und Frühgeschichte.

DDR-Schriftsteller Karl-Heinz Jakobs gestorben

Der gebürtige Ostpreuße wurde 86 Jahre alt

Der frühere DDR-Schriftsteller Karl-Heinz Jakobs ist mit 86 Jahren gestorben. Er erlag gestern in seiner nordrhein-westfälischen Wahlheimat Velbert einer kurzen, schweren Krankheit, wie seine Familie mitteilte. Der gebürtige Ostpreuße war vor allem durch seinen DDR-Bestseller "Beschreibung eines Sommers" bekannt geworden, der mit Manfred Krug in der Hauptrolle verfilmt wurde. Anfangs in der DDR integriert, stand Jakobs dem sozialistischen System seit den frühen 70er Jahren zunehmend kritisch gegenüber. Nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1977 wurde er aus der SED ausgeschlossen und siedelte 1981 in die Bundesrepublik über.

Booker-Preis-Gewinnerin Roy gibt indische Auszeichnung zurück

Sie protestiert damit gegen die steigende religiöse Intoleranz in Indien

Die indische Essayistin und Booker-Preis-Gewinnerin Arundhati Roy hat sich den Protesten Intellektueller gegen steigende Intoleranz in Indien angeschlossen. Wie Dutzende andere Schriftsteller, Filmemacher, Schauspieler und Wissenschaftler gab sie ihre staatliche Auszeichnung zurück. Seit Wochen beklagen die Intellektuellen religiöse Intoleranz unter der hindu-nationalistischen Regierung von Premierminister Narendra Modi. "Ganze Bevölkerungsgruppen - Millionen von Dalits, Stammesvölker, Muslime und Christen - müssen in Schrecken leben, nicht wissend, wann und wo die nächste Attacke passiert", schrieb Roy in einem Beitrag für die Zeitung "Indian Express". In Indien würden Menschen wegen ihrer Ansichten oder Lebensgewohnheiten gelyncht, erschossen und verbrannt. Die 55-Jährige bekam den Booker-Preis 1997 für "Der Gott der kleinen Dinge". Der Aufstand der Intellektuellen begann, nachdem ein aufklärerischer Autor vor seiner Tür niedergeschossen worden war. Außerdem prügelte ein Lynchmob einen Muslim zu Tode, weil er verdächtigt worden war, Fleisch einer Kuh gegessen zu haben.

Museum Wallraf prüft Herkunft von Werken

Gurlitt-Ankäufe belegt

Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum hat während der NS-Zeit dem umstrittenen Kunsthändler Hildebrand Gurlitt zwei Zeichnungen abgekauft. Zumindest eines der Werke, eine Zeichnung von Adolph Menzel, ist nach Angaben des Museums wahrscheinlich als Raubkunst einzustufen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts konnte die Herkunft des Werks rekonstruiert werden: Demnach gehörte es einer jüdischen Familie, die die Zeichnung kurz vor ihrer Flucht in die USA an Gurlitt veräußert hatte. Das Museum werde nun mit der Familie Kontakt aufnehmen, sagte Direktor Marcus Dekiert. Das Museum hatte zwischen 1933 und 1945 insgesamt 2500 Meisterzeichnungen und Druckgrafiken erworben, die nun auf ihre Provenienz untersucht werden. Die Herkunft von mehr als 350 Arbeiten habe inzwischen zweifelsfrei geklärt werden können. Mit einer Ausstellung unter dem Titel "Provenienz Macht Geschichte" gibt das Museum zur Zeit einen Einblick in das Forschungsprojekt, das vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste finanziert wird. Für die Ausstellung hat Projektleiterin Jasmin Hartmann exemplarisch 13 Zeichnungen des 19. Jahrhunderts ausgewählt, darunter auch das fragliche Menzel-Werk "Blick über die Dächer von Schandau".

Iris Berben erhält Strate-Preis

Die Schauspielerin wird für ihr Filmschaffen und ihr Engagement bei der Filmakademie gewürdigt

Iris Berben erhält den mit 20.000 Euro dotierten Herbert Strate-Preis für ihr Filmschaffen.
Neben der Arbeit als Schauspielerin und Produzentin werde auch Berbens Engagement als Präsidentin der Deutschen Filmakademie gewürdigt, teilte die Film- und Medienstiftung NRW mit. Mit der Auszeichnung ehren die Film- und Medienstiftung und der Hauptverband Deutscher Filmtheater seit 2004 Menschen, die sich in besonderer Weise um das deutsche Kino verdient gemacht haben. "Iris Berben ist ohne Frage eine der bekanntesten und profiliertesten Schauspielerinnen Deutschlands", befand die Jury. Die 65-Jährige beeindrucke auch mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement, ihrer politischen Haltung und ihren klaren Worten gegen jede Art von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus, hieß es weiter. Der Preis erinnert an den Kinobetreiber und langjährigen Präsidenten der Filmförderungsanstalt FFA und des Hauptverbands deutscher Filmtheater, Herbert Strate, der 2004 starb. Die Preisverleihung an Iris Berben findet am 9. November in Köln statt. Bisherige Preisträger waren unter anderem Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Wim Wenders, Margarethe von Trotta und Til Schweiger.

Kai Diekmann gibt Chefredaktion der "Bild" ab

Langjähriger Bild-Chef bleibt Herausgeber

Kai Diekmann (51) gibt nach knapp 15 Jahren die "Bild"-Chefredaktion ab. Er werde vom 1. Januar an in seiner Rolle als Herausgeber der "Bild"-Gruppe die Führung der Chefredakteure übernehmen, teilte die Axel Springer SE in Berlin mit. Nachfolgerin bei der gedruckten Ausgabe von "Bild" wird Tanit Koch (38). Sie ist derzeit stellvertretende Chefredakteurin und Unterhaltungschefin von "Bild". Diekmann ist seit Anfang 2001 Chefredakteur und fungiert schon jetzt auch als Herausgeber. Er werde ab 2016 die gesamte Markensteuerung aller "Bild"-Angebote und "die publizistische Ausrichtung sowie Weiterentwicklung der Marken in den Mittelpunkt seiner Aufgaben stellen", heißt es in der Mitteilung.

Wiederentdeckung der Künstlerin Agnes Martin

Bilder der Ruhe und Stille

Agnes Martin gehörte zu der legendären New Yorker Künstlerszene um Mark Rothko, Barnett Newman, Ellsworth Kelly oder Robert Rauschenberg. Doch die US-Künstlerin (1912-2004) erlangte nie die Breitenwirkung wie ihre heute berühmten männlichen Künstlerkollegen. Vier große Museen in den USA und Europa entdecken die Meisterin der Streifen- und Gitterbilder in den nebelartigen Pastelltönen nun in einem Gemeinschaftsprojekt wieder. Nach der Londoner Tate macht die Retrospektive "Agnes Martin" mit 130 Gemälden, Zeichnungen und druckgrafische Arbeiten Station in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (7. November bis 6. März 2016). Dann reist die Schau weiter nach Los Angeles und ins New Yorker Guggenheim Museum. Zwar erlangte Martin schon zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere in den 1950er Jahren die Anerkennung der männlich dominierten Kunstszene New Yorks und auch späterer Künstlergenerationen. "Dem breiten Publikum ist sie aber mehr oder weniger unbekannt", sagte die Kuratorin Maria Müller-Schareck. Dies solle die Ausstellung ändern.

Die Sprecher von "Die drei ???" bekommen einen Preis

Für ihr Lebenswerk vergibt der Deutsche Hörbuchpreis eine Sonderauszeichnung

Die Sprecher von "Die drei ???" Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich erhalten für ihr Lebenswerk eine Sonderauszeichnung des Deutschen Hörfunkpreises. "Für mehrere Generationen von Hörbuchfans wurden ihre Stimmen zu langjährigen Vertrauten und zur "Einstiegsdroge" für die Liebe zum Zu-Hören überhaupt", begründete der Trägerverein des Hörfunkpreises seine Entscheidung. Der Sonderpreis für das Lebenswerk wird seit 2012 alle zwei Jahre verliehen. Die Preisverleihung ist am 8. März 2016 im WDR Funkhaus in Köln im Rahmen der Eröffnung des Literaturfestivals "lit.COLOGNE" geplant. Träger des Hörbuchpreises sind unter anderem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und mehrere Rundfunkanstalten.

Bertelsmann baut Druckgeschäft um

Eine neue Print-Einheit entsteht

Bertelsmann strukturiert sein Druckgeschäft neu. Unter dem Namen Bertelsmann Printing Group bündelt Europas größtes Medienunternehmen (RTL Group, Penguin Random House, BMG, Gruner + Jahr, Arvato und Be Printers) diesen Geschäftsbereich mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro und rund 9000 Mitarbeitern unter einem Dach. Das teilte das Unternehmen mit. Zu der neuen Einheit zählen dann neben dem Druck auch Dienstleistungen. Zur Bertelsmann Printing Group mit Sitz in Gütersloh gehören künftig auch die bislang bei der Dienstleistungstochter Arvato angesiedelten Unternehmen Mohn Media, GGP Media und Vogel Druck. Das gilt auch für die bisher unter Be Printers geführten Tiefdruckaktivitäten in Deutschland und Großbritannien sowie die Offset- und Digitaldruckereien von Be Printers in den USA.

Nordische Filmtage in Lübeck begonnen

Filme aus Skandinavien und dem Baltikum

Mit dem isländischen Film "Sture Böcke" sind gestern Abend in Lübeck die 57. Nordischen Filmtage eröffnet worden. Bis zum Sonntag werden in der Hansestadt 180 Filme aus Skandinavien und den baltischen Staaten gezeigt. Die Veranstalter erwarten 30 000 Zuschauer bei den Filmtagen, die als bedeutendste Werkschau für den nordischen und baltischen Film außerhalb Skandinaviens gelten. Zu den prominenten Gästen des Festivals gehört der finnische Regisseur Mika Kaurismäki. 16 Spielfilme bewerben sich um den mit 12 500 Euro dotierten NDR-Spielfilmpreis, die wichtigste Auszeichnung der Nordischen Filmtage. Er wird zusammen mit weiteren Auszeichnungen bei der Filmpreisnacht der Nordischen Filmtage am Samstag überreicht.

Berliner Weltpremiere von "Tribute von Panem"-Film

Vierter und letzter Teil der Filmsaga

Der letzte Teil der "Tribute von Panem" hat gestern Abend in Berlin seine Weltpremiere gefeiert. Die Saga mit ihren jugendlichen Helden war 2012 erstmals ins Kino gekommen. Seitdem haben die Literaturverfilmungen weltweit viele Anhänger gefunden. Mit dem vierten Film "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" geht die Science-Fiction-Fantasy-Reihe nun zu Ende. Katniss und ihre Mitstreiter treten darin zur finalen Schlacht an, um die Schreckensherrschaft von Präsident Snow (Donald Sutherland) zu beenden. Offizieller Kinostart ist am 19. November. Die Science-Fiction-Filme basieren auf den Romanen von Suzanne Collins, der dritte Band wurde in zwei Filme aufgeteilt. Gedreht wurde dafür unter anderem am ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof.

Lincoln-Manuskript versteigert

Zwei Millionen Dollar für Amtseinführungsrede des US-Präsidenten

Für mehr als zwei Millionen Dollar ist das Manuskript der zweiten Amtseinführungsrede von US-Präsident Abraham Lincoln versteigert worden. Das vor 150 Jahren beschriebene Blatt brachte in New York nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions mehr als das Doppelte des erwarteten Preises. Das Manuskript wurde nur Wochen verfasst, bevor Lincoln im April 1865 von einem Südstaaten-Fanatiker erschossen wurde. Es war eineinhalb Jahrhunderte im Besitz der Familie. Das Papier hat noch aus einem anderem Grunde einen hohen historischen Wert: Die Kernpassagen des Blattes gehören zu den wichtigsten Reden der USA und sind im Lincoln Memorial in Washington verewigt.

Unbekannte Cézanne-Zeichnung entdeckt

Bereits dritte Skizze auf Gemälde-Rückseite

Auf der Rückseite eines Aquarells von Paul Cézanne ist eine bisher unbekannte Bleistiftzeichnung des französischen Malers entdeckt worden. Restauratoren seien vor einer Versteigerung des Aquarells "Bäume an einer Straße" auf die Zeichnung gestoßen, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Das Aquarell könnte bei der Auktion am 12. November bis zu 800 000 Dollar einbringen. Die Zeichnung auf der Rückseite könnte auch Klarheit zu seiner Entstehungszeit bringen. Experten zufolge ähnelt die Zeichnung nämlich einem Gemälde von 1884. In diesem Jahr waren in der Barnes-Stiftung in Philadelphia bereits zwei unvollständige Skizzen Cézannes auf den Rückseiten seiner Aquarelle entdeckt worden.

Philosoph René Girard gestorben

Französischer Wissenschaftler lebte und arbeitete in Kalifornien

Der französische Philosoph und Kulturanthropologe René Girard ist tot. Der Akademiker sei zuhause auf dem Gelände der amerikanischen Universität von Stanford gestorben, teilte der Élyseepalast in Paris mit. Girard war 91 Jahre alt. Die kalifornische Universität nannte ihn "einen der führenden Denker unserer Ära". Der Franzose hatte sich vor allem mit den Ursachen von Konflikten und der Bedeutung der Nachahmung für das menschliche Verhalten beschäftigt. Frankreichs Präsident François Hollande würdigte Girard als "freien Mann und Humanisten, dessen Werk Spuren in der Geistesgeschichte hinterlassen wird".

"Sondermann"-Preis an Berliner Zeichner Michael Sowa

Preis nach Comic-Figur von Bernd Pfarr benannt

Der Berliner Zeichner Michael Sowa erhält den mit 5000 Euro dotierten "Sondermann"-Preis für komische Kunst. Sowa begeistere seit Jahrzehnten seine Fans mit Bildern "aus einer geheimnisvollen Region zwischen Traum und subtiler Komik", befand die Jury. Der "Sondermann" gilt als einer der wichtigsten Publikumspreise für Comics und Zeichnungen in Deutschland. Die Auszeichnung wurde zu Ehren des 2004 gestorbenen Frankfurter Cartoonisten Bernd Pfarr ins Leben gerufen und ist nach dessen bekanntester Comic-Figur benannt. Die Preisverleihung findet am 11. November in Frankfurt am Main statt.

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