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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 25.07.2012

"Bavaria"

Joseph Vilsmaier versucht sich an einer Bayern-Doku - herausgekommen ist ein unerträglicher Werbefilm

Von Jörg Taszman

Regisseur Joseph Vilsmaier und seine Lebensgefährtin Birgit Muth (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)
Regisseur Joseph Vilsmaier und seine Lebensgefährtin Birgit Muth (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Joseph Vilsmaier ist von Hause aus Kameramann. So hat er für seine Bayern-Doku immerhin eine einzige, gute Idee. Er lässt an einem Hubschrauber, der über Bayern fliegt, eine Kamera installieren und schafft so spektakuläre Bilder aus der Vogelperspektive.

Der Rest ist Schrecken pur: ein Dauerbomabardement altbackener Lobeshymnen von Vilsmaier himself, eine unerträgliche Dauerberieselung mit schlechter für den Film komponierter Musik, die an Vangelis erinnert oder garniert wird von unerträglichen Bayernschlagern. Vilsmaiers Off-Kommentar feiert meist vollkommen unkritisch seine bayerische Heimat - auch wenn in einigen Nebensätzen einmal naive Bemerkungen über die Untaten der Nazis und von Hitler in Dachau oder Berchtesgaden fallen lässt.

Insgesamt hat diese biedere und platte Bayerndoku eigentlich nur einen Sinn: in Tourismusbüros bayerischer Städte als Werbe-DVD verschenkt zu werden. Mit Kino hat "Bavaria" auch auf der großen Leinwand nichts zu tun.


Bavaria - Deutschland 2012 - Regie und Kommentar: Joseph Vilsmaier
ohne Altersbeschränkung - 92 Minuten


Film-Homepage: "Bavaria"

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