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Fazit / Archiv | Beitrag vom 30.01.2016

Ballhaus NaunynstraßeBühne für eine bunte Gesellschaft

Nora Haakh im Gespräch mit Christine Watty

Ballhaus Naunynstraße, Kreuzberg (imago/Schöning)
Das Ballhaus Naunynstraße im Berliner Bezirk Kreuzberg (imago/Schöning)

Deutsche Schauspielbühnen sind überwiegend weiß. Warum eigentlich? Shermin Langhoff fragte sich das und gründete das Ballhaus Naunynstraße in Berlin, wo bis heute postmigrantisches Theater gemacht wird.

Vor 10 Jahren entstand die postmigrantische Theaterbewegung – vor allem auf Initiative der heutigen Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters, Shermin Langhoff, die zunächst ein Festival und schließlich ein ganzes Theater dem Thema widmete: das Ballhaus Naunynstraße in Berlin.

Langhoff ging es vor allem darum, dass in meist weißer Theaterbesetzung die Stücke auf den Bühnen keineswegs die Gesellschaft widerspiegelten. Denn Menschen mit Migrationshintergrund sowie deren Geschichten fänden kaum Platz auf den Bühnen. Und so fragte Shermin Langhoff in einem Interview mit der FAZ noch 2012: "Wo sind deren Geschichten? Warum sind sie nicht im Lauf der Jahre zu unseren Geschichten, unseren Stücken geworden? Liegt es daran, dass die Migranten und ihre Kinder vorwiegend Arbeiter sind, und Arbeiter im Theater weder auf der Bühne noch im Publikum stattfinden? Oder liegt es daran, dass Talente mit Migrationshintergrund nicht gefördert werden?"

Nun wird das "postmigrantische Theater" 10 Jahre alt. In Ballhaus Naunynstraße wird gefeiert und ab Ende März weiterdiskutiert zu Zustand und Zukunft von Theater und Gesellschaft. Was hat sich aber bisher getan? Der Begriff hat es in vielen gesellschaftliche Diskussionen geschafft. Hat sich auch das Theater maßgeblich verändert? Und wie sieht die Zukunft aus? Das besprechen mit Nora Haakh, Dramaturgin, Regisseurin und Islamwissenschaftlerin. Ihr Buch "Die Islamdebatte im postmigrantischen Theater" erscheint in diesem Jahr.

Mehr zum Thema:

Kunst und Gesellschaft - Als Postmigrant abgestempelt
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