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Literatur / Archiv | Beitrag vom 06.05.2014

BalkanAm Ende das Leben

Die Jugoslawienkriege in der jüngeren Literatur

Von Daniel Schreiber

Im Krieg zerstörtes Haus in Mostar (Bosnien-Herzegowina) (dpa / picture alliance / Jerzy Dabrowski)
Im Krieg zerstörtes Haus in Mostar (Bosnien-Herzegowina) (dpa / picture alliance / Jerzy Dabrowski)

Sie waren als Kinder dabei oder kennen den Krieg aus der Ferne - und schreiben die berührendsten Romane über den Zerfall Jugoslawiens.

Ob in den Vereinigten Staaten oder in Deutschland, ob sie Téa Obreht heißen, Saša Stanišić oder Martin Kordic: Junge Schriftsteller mit bosnischen, serbischen oder kroatischen Wurzeln schreiben heute ergreifende Romane über die Bürgerkriege, die vor zwei Jahrzehnten über den Balkan hinwegrollten.

In gewisser Hinsicht sind sie die Kinder dieser Kriege, sie gehören zur letzten Generation, die noch Titos heiles Vielvölker-Jugoslawien miterlebt hat. Oft nehmen sie dabei die literarischen Perspektive eines Kindes oder einer Jugendlichen ein. Entweder verarbeiten sie eigene Erlebnisse von Besatzung und Flucht oder sie kennen die Konflikte aus den Erzählungen ihrer hoch traumatisierten Eltern, Großeltern und Verwandten. Eine Sendung über die Verarbeitung vererbter Traumata, über kulturelle Übersetzungsleistungen - und über einen fast schon verlorenen Glauben an die rettende Kraft des Romans, der unserer Literatur neues Leben einhaucht.

Der Schriftsteller Sasa Stanisic, aufgenommen am 13.03.2014 auf der Leipziger Buchmesse in Leipzig (picture alliance / dpa / Arno Burgi)Der Schriftsteller Sasa Stanisic auf der Leipziger Buchmesse 2014. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)

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