Donnerstag, 27. November 2014MEZ14:13 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsHaftbefehl, Schreibenergien und komische Namen
Die neueste Version des maschinenlesbaren und angeblich fälschungssicheren Personalausweises, der ab 1. Januar 1986 erstmals ausgegeben werden soll, wird im Dezember 1984 vom Bundesinnenministerium in Bonn vorgestellt. Ob dies die entgültige Form des umstrittenen Ausweises sein wird, muß noch vom Bundestag entschieden werden.

Die "Zeit" belehrt über den richtigen Umgang mit dem neuesten Werk des Rappers Haftbefehl, aber gibt auch Patrick Modiano Raum, der sich bescheiden über seine Ambitionen auslässt. Die "Berliner Zeitung" dagegen zeigt sich heute volksverbunden: Sie kümmert sich um die Mustermanns.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.06.2013

Bachmann-Wettbewerb bedroht

Jury-Vorsitzender Spinnen kann sich den Preis auch ohne ORF und Klagenfurt vorstellen

Spinnen: "Das deutsche Pokalendspiel hat auch schon mal woanders stattgefunden."
Spinnen: "Das deutsche Pokalendspiel hat auch schon mal woanders stattgefunden." (picture alliance / dpa)

Der Jury-Vorsitzende des Bachmann-Wettbewerbs, Burkhard Spinnen, hat an den ORF appelliert, seine Ausstiegsentscheidung zu überdenken. Spinnen sagte, wenn der ORF aussteige, wäre der Wettbewerb in seiner jetzigen Form am Ende. Spinnen sprach von einem "Kapitel in einer sparpolitischen Debatte", das "niemand außer den tief Involvierten wirklich versteht".

Einen Bachmann-Wettbewerb ohne ORF und Klagenfurt kann sich Spinnen aber vorstellen: "Das deutsche Pokalendspiel, das seit vielen Jahren in Berlin stattfindet, hat auch schon mal woanders stattgefunden, und wenn der DFB sagt, es findet jetzt in Paderborn oder in Mönchengladbach statt, dann ist es immer noch das DFB-Pokalendspiel."

Es sei traurig, dass der nun anstehende Wettbewerb "völlig überschattet" von der Ankündigung des ORF sei, sich danach zurückzuziehen, betonte Spinnen: "Es wird wahrscheinlich in der Hauptsache über den Wettbewerb und seinen Erhalt oder Nichterhalt gesprochen und wesentlich weniger über die Texte."

Die 14 Autoren müssten jetzt damit klarkommen, dass "auf ihrer Feier" etwas Anderes verhandelt werde. "Das finde ich ungemein schade", sagte er. Den Wettbewerb selbst verteidigte er gegen Kritik: Es gehe hier um einen der renommiertesten deutschsprachigen Nachwuchspreise. Das Besondere an ihm sei, dass er auf "fast diktatorische Art und Weise" transparent sei, so Spinnen.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 24.11.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Externe Links:

Internetseite des Bachmann-Wettbewerbs