Seit 20:03 Uhr Konzert
 
Donnerstag, 26. Mai 2016MESZ22:20 Uhr

Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.11.2013

AusstellungKunstprovokateur aus der Konserve

Kunstwerke Berlin mit großer Schlingensief-Retrospektive

Christoph Schlingensief in einer Szene des Kinofilms "Knistern der Zeit" (picture alliance / dpa /Aino Laberenz/ Filmgalerie 451)
Christoph Schlingensief in einer Szene des Kinofilms "Knistern der Zeit" (picture alliance / dpa /Aino Laberenz/ Filmgalerie 451)

Drei Jahre nach dem Tod des Regisseurs und Aktionskünstlers Christoph Schlingensief ist in Berlin eine erste Gesamtschau seines Werks zu sehen. Die Schau komme ohne große pathetische Wertung aus, meint unser Kritiker Carsten Probst.

Die Ausstellung wolle dem Eindruck entgegenwirken, Schlingensief sei immer nur als "der" große Künstler zu sehen, der er jedoch nicht sein konnte und auch nicht sein wollte, sagte Probst. Es sei ein Fortschritt, dass die Ausstellung ohne die große pathetische Wertung seines Schaffens auskomme. Über der Ausstellung schwebe aber die Frage, ob man den Aktionskünstler - ohne ihn selbst - überhaupt ausstellen könne oder ob sein Werk nur "mit ihm" funktioniere.

Probst sagte, mit seinen Themen Spiritualität, Religionskampf, Politikverdrossenheit, Ausländerhass und Kapitalismuskritik sei Schlingensief noch immer aktuell. Zu sehen seien bekannte Werke und Aufnahmen von Kunstaktionen, die man so noch nicht kannte. In gewisser Wiese ließen sie Schlingensief wieder auferstehen, sagte Probst, wenn auch in der Konserve.

Das vollständige Gespräch mit Carsten Probst können Sie mindestens bis zum 30.5. in unserem Audio-on-Demand-Player hören.

 

Mehr zum Thema:

29.11.2013 | THEMA

Schlingensief-Ausstellung - Erst Trash-Ecke, jetzt Museum

Museumsleiterin Susanne Gaensheimer über die erste Retrospektive mit Werken Christoph Schlingensiefs

09.09.2013 | POLITISCHES FEUILLETON

Trash - das ist Abfall, keine Kunst

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSchoki essen für unsere Jungs!
Eine Hand Hält eine Schachtel Kinderschokolade mit dem Kinderbild von Jerome Boateng vor einem Regal im Supermarkt in der Hand. (dpa/picture alliance/Christoph Schmidt)

Zur Fußball-Europameisterschaft zieren Kinderfotos der deutschen Fußballstars, darunter Jérôme Boateng und İlkay Gündoğan, die Kinderschokoladen-Packung. Das bringt Rassisten auf die Palme. Für die TAZ ein Grund, das DFB-Team zu unterstützen. Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

fghjghj