Seit 20:03 Uhr Konzert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
 
 

Fazit | Beitrag vom 20.03.2016

Ausstellung in der Kunsthalle BratislavaDie Slowakei und die Angst vor dem Unbekannten

Carsten Probst im Gespräch mit Britta Bürger

Beitrag hören
Teilnehmer einer Demonstration gegen Flüchtlinge in der slowakischen Hauptstadt Bratislava halten Flaggen und ein Banner mit der Aufschrift "Go Home" hoch. (afp / Samuel Kubani)
Stimmungsmache gegen Flüchtlinge bei einer Demonstration in der slowakischen Hauptstadt Bratislava (afp / Samuel Kubani)

Strikt weigert sich die Slowakei, ihre Grenzen für Flüchtlinge offenzulassen. In der Kunsthalle der Hauptstadt Bratislava ist jetzt die Ausstellung "Die Angst vor dem Unbekannten" zu sehen – die im aktuellen Kontext durchaus provoziert.

"Die Angst vor dem Unbekannten" – eine Ausstellung zu diesem Thema ist in einer Stadt wie Bratislava in diesen Tagen keine Selbstverständlichkeit. Die Slowakei gehört zu jenen Ländern Europas, die sich strikt weigern, ihre Grenzen für Flüchtlinge offenzulassen. Seit dem Rechtsruck bei den Parlamentswahlen vor zwei Wochen regiert nun eine Mitte-Rechts bis rechtsextreme Koalition unter dem populistischen Sozialdemokraten Robert Fico.

Xenophobie trotz weniger Asylanträge

Fremdenfeindliche Töne sind an der Tagesordnung, obwohl in der Slowakei 2015 insgesamt nur 15 Asylanträge gestellt wurden. In welcher Weise stellt sich die Kunsthalle Bratislava der "Angst vor dem Unbekannten"? Gezeigt werden Arbeiten von slowakischen, tschechischen und polnischen, von rumänischen, österreichischen und deutschen Künstlerinnen und Künstlern.

Für "Fazit" hat sich Carsten Probst die Eröffnung der Ausstellung in Bratislava angesehen. Einige Werke, die er beschreibt, wirken im aktuellen Kontext der Slowakei ziemlich provokativ. Ob die Veranstalter deshalb mit Protest rechneten, hat Britta Bürger ihn unter anderem gefragt.

Die Ausstellung "Fear of the Unknown - Die Angst vor dem Unbekannten" ist in der Kunsthalle Bratislava bis zum 31. Juli 2016 zu sehen.

Mehr zum Thema

Osteuropa und die Flüchtlinge - Erinnerungen an die Türkenkriege
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 07.03.2016)

Wahlausgang in der Slowakei - Schallende Ohrfeige für die Sozialdemokraten
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 06.03.2016)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Filmfest MünchenGroße Träume kleiner Leute
(picture alliance / dpa / Balkis Press)

Auf dem Filmfest München gibt es in diesem Jahr einen Schwerpunkt "Arabische Welt". Noemi Schneider über drei besonders beeindruckende Filme, die etwas gemeinsam haben: Es wird in ihnen jede Menge geträumt.Mehr

Anohni im Berliner TempodromDer Pop-Star ist die Puppe
Die Sängerin Anohni auf Tour mit ihrem Album "Hopelessness" steht am 21.6.2016 beim  Konzert in Porto, Portugal, verscheiert auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Estela Silva)

Ist das die Zukunft des Pop? Bei ihrem Berliner Konzert vermeidet Anohni jegliche Liveklischees: Die Sängerin steht zwar im Scheinwerferlicht, bleibt aber immer unter einem Schleier verborgen. Ein Dutzend Frauen leihen ihr in Videoprojektionen ein Gesicht.Mehr

Filmemacher in SpanienKampf um grundlegende Werte
Die spanische Regisseurin Iciar Bollaín (r) posiert mit der Schauspielerin Anna Castillo während einer Präsentation ihres Films "El Olivo" für die Fotografen. (imago / Agencia EFE)

Spanien befindet sich seit neun Jahren in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Wie der spanische Film die vielen Probleme verarbeitet, wird auf der Exportfilmmesse "Madrid de Cine" sichtbar - zum Beispiel in "El Olivo" von der Regisseurin Iciar Bollaín. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur